Liechtensteinische Landesbank (LLB): Verdient im Halbjahr deutlich mehr – Ausblick bestätigt

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Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat, wie bereits Mitte Juli vorangekündigt, im ersten Semester 2019 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Bei den Kundenvermögen und den Kundenausleihungen wurden Rekordwerte verzeichnet. Den bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt das Institut.

Bereits Mitte Juli hatte das liechtensteinische Institut ungeprüfte Eckwerte wie Ertrag, Aufwand und Gewinn zum ersten Semester veröffentlicht. Die nun am Dienstag publizierten Detailinformationen wichen von diesen nicht ab.

Demnach erhöhte sich der Geschäftsertrag dank des gesteigerten Geschäftsvolumens um gut ein Fünftel auf 223.7 Mio. CHF. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 61.1 Mio. und damit rund ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Dienstleistungsgeschäft steigert Ertrag deutlich

Zum höheren Geschäftsertrag steuerte das Zinsengeschäft vor erwarteten Kreditverlusten einen Erfolg von 82.6 Mio. CHF bei, was einem Anstieg von 7,6% entspricht. Allerdings nahm der Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit Kunden leicht ab.

Das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft steigerte den Erfolg gar um fast 28% auf 99.0 Mio. Zu diesem Plus haben gemäss Mitteilung sowohl die intensive Marktbearbeitung als auch die im Vorjahr akquirierten Gesellschaften beigetragen.

Im Handelsgeschäft nahm der Erfolg jedoch um 22% auf 26.8 Mio. CHF ab. Dafür verantwortlich war unter anderem der Rückwärtstrend bei den Schweizer-Franken-Zinsen, die im Vergleich zum Vorjahr zu tieferen stichtagsbezogenen Bewertungsgewinnen der Zinssatzswaps führten.

Bessere Cost-Income-Ratio

Der Geschäftsaufwand nahm um 16,1% auf 152.2 Mio. CHF zu. Dabei legte der Personalaufwand infolge des Aufbaus des Mitarbeiterbestands um fast 17% auf 95.0 Mio. CHF zu. Der Sachaufwand erhöhte sich ebenfalls wegen höherer Kosten für Übernahmen um 5,3% auf 36.8 Mio. CHF.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich somit auf 69,7% von 72,8% im Vorjahr. Damit erfüllt die Bank das in der Wachstumsstrategie „SetUp2020“ gesetzte Ziel einer Cost-Income-Ratio von unter 65% nicht ganz.

Gelder angezogen

Positiv entwickelte sich das Netto-Neugeld, das den Angaben zufolge in allen drei Marktdivisionen und Buchungszentren substanziell gewachsen ist. Der Zufluss belief sich im ersten Halbjahr auf 2.0 Mia. CHF, wie es weiter hiess. Im Gesamtjahr 2018 belief sich der Zustrom auf 1.3 Mia. CHF.

Das Geschäftsvolumen, das bei der LLB Kundenvermögen plus Kundenausleihungen umfasst, erreichte Ende Juni 85.6 Mia. CHF und lag damit um 5.4 Mia. über dem Stand von Ende 2018. Die Kundenvermögen erhöhten sich um 7,8% auf 72.6 Mia. und die Kundenausleihungen um 1,3% auf 13.0 Mia. Das Wachstum im Hypothekargeschäft habe sich erwartungsgemäss verlangsamt, hiess es weiter. Das Hypothekarvolumen nahm um 1,0% auf 11.2 Mia. CHF zu.

„Im gegenwärtig anspruchsvollen Umfeld gilt unser Fokus klar der weiteren Steigerung der Profitabilität“, wird Group CEO Roland Matt in der Mitteilung zitiert. Dieser bestätigte den bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr. Danach erwartet die LLB-Gruppe für 2019 weitere operative Fortschritte und ein solides Konzernergebnis.

Die Aktien der Liechtensteinischen Landesbank AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 59.40 CHF für eine Aktie bezahlt.

sig/rw

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