Casainvest Rheintal: frisches Kapital für neue Projekte

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Wenn derzeit über den boomenden Schweizer Immobilienmarkt gesprochen wird, dann stehen meistens die sogenannten „Hot Spots“ Zürich und Genf im Vordergrund. Kein Wunder: die Preisentwicklung war in diesen Regionen bisher exorbitant und versprach für Investoren schöne Gewinne. Im Nebenwerte-Segment gibt es Immobiliengesellschaften, die abseits dieser „Hotspots“ investieren und erfolgreich unterwegs sind. Dazu gehört in der Region Mittelland die Espace Real Estate AG (siehe Blog-Beitrag vom 28.3.) und im Rheintal die Casainvest Rheintal AG. Diese regional ausgerichteten Anlagegefässe profitieren vor allen Dingen von ihrer profunden Marktkenntnis und der guten Vernetzung in der Region. Die noch recht junge Immobiliengesellschaft Casainvest ist in der heutigen Form seit 2007 tätig. Im Fokus hat die Gesellschaft das Marktgebiet zwischen Diepoldsau und Thal. Per Ende 2012 umfasste das rund 150 Mio. CHF schwere Portfolio zu 47% Gewerbeliegenschaften, zu 36% Wohnliegenschaften und zu 17% Entwicklungsprojekte.

Der Ertrag aus Vermietungen stieg 2012 gegenüber dem Vorjahr um 13.1% auf 7.3 Mio. CHF. Dank niedrigerer Aufwendungen für die Verwaltung und leicht gesunkener Finanzierungskosten erzielte die Gesellschaft einen Gewinn vor Steuern, der mit 4.82 Mio. CHF um rund 6% über dem Vorjahreswert lag. Der Reingewinn in Höhe von 3.76 Mio. CHF (plus 5.8%) hat eine Ausschüttung von 6 CHF je Namenaktie ermöglicht. Geprägt war das Geschäftsjahr 2012 von der Übernahme des Rinova Impulszentrums in Rebstein sowie der Überbauung Feldstrasse 1/3 in Heerbrugg. Mit der Rinova-Liegenschaft hat Casainvest ihr Portfolio um einen Gewerbepark erweitert. Bei der Immobilie in Heerbrugg handelt es sich um 15 Wohneinheiten. Casainvest-CEO Matthias Hutter sieht noch weitere Wachstumsmöglichkeiten. Einerseits erhalte die Gesellschaft immer wieder interessante Angebote. Andererseits befänden sich attraktive Entwicklungsprojekte im Portfolio wie z.B. die Wiesenstrasse in Balgach. Dort soll auf einem ehemaligen Werkareal eine Wohnüberbauung entstehen. Um diese neuen Projekte finanzieren zu können, hat die Casainvest Rheintal AG an ihrer Generalversammlung vom 28. März 2013 ein genehmigtes Kapital von bis zu 5.76 Mio. CHF geschaffen. Der Eigenkapitalanteil liegt bei knapp 30%.

Mit einem Investment in die Aktien der Casainvest Rheintal AG haben Anleger die Möglichkeit, sich an einem gut diversifizierten Immobilien-Portfolio im Dreiländereck zu beteiligen. Auch in dieser Region haben die Immobilienmärkte in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung vollzogen. Als einer der grösseren Aktionäre steuert die Familie Hutter die Geschicke der Gesellschaft. Die Gefahr einer Blasenbildung erachtet CEO Matthias Hutter jedoch als gering. Lediglich im Segment der Büroflächen sei die Vermietung schwierig. Ein Vorteil von Casainvest sind die Entwicklungsprojekte, die es der Gesellschaft erlauben, das Immobilienportfolio über eigene Entwicklungen zu vergrössern. Die Aktien werden bei Kursen um die 265 CHF leicht über dem inneren Wert (NAV) von 251 CHF je Aktie gehandelt. Mit einer Ausschüttungsrendite von 2.2% rentiert der Titel im Vergleich zur Espace Real Estate AG (2.8%) oder zu börsenkotierten Gesellschaften unterdurchschnittlich. Wer in den Titel investiert, darf keine kurzfristigen Kurssprünge erwarten und sollte sich der Zinsänderungsrisiken, welchen Immobilieninvestments angesichts der historisch niedrigen Zinsen derzeit generell ausgesetzt sind, bewusst sein.

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