Acrevis Bank: Operativer Erfolg steigt – konstante Dividende

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Die in St. Gallen ansässige acrevis Bank blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. So konnten der Erfolg aus operativer Tätigkeit um 1,3% und der Reingewinn um 1,4% gesteigert werden. Getrieben wurde dieser Anstieg durch geringere Aufwände sowohl im Zinsengeschäft als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.

Verwaltungsratspräsident Markus Isenrich (links) und CEO Dr. Michael Steiner (rechts)
Zinserfolg wächst – jedoch unterproportional

Als sehr erfreulich beschreibt die Bank in einer Medienmitteilung vom Donnerstag die Entwicklung des Finanzierungsgeschäfts. Dank eines Anstiegs der Hypothekarforderungen um 124.2 Mio. CHF (+3,7%) wuchsen die gesamten Kundenausleihungen um 116.3 Mio. oder 3,2% auf 3.7 Mrd. CHF. Demgegenüber steht auf der Passivseite der Bilanz ein Wachstum der Kundenforderungen von 3,5% auf 3.5 Mrd. CHF. Daraus resultiert ein vergleichsweise hoher Kundenausleihungsdeckungsgrad von 94,2%. Die Bilanzsumme der acrevis Bank, welche 2019 teilzeitbereinigt 146 Mitarbeitende beschäftigte, steht neu bei 4.5 Mrd. CHF (+3,4%).

Die anhaltenden Negativzinsen der SNB stellen auch die acrevis Bank unter beträchtlichen Zinsmargendruck. Trotz des Wachstums der Kundenausleihungen ging der Ertrag aus dem Zinsengeschäft im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Dank eines um 12,7% verringerten Zinsaufwandes verbleibt unter dem Strich gleichwohl ein höherer Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 41.0 Mio. CHF (+2,3%). Aufgrund von tieferen Courtageerträgen im ersten Halbjahr 2019, ausgelöst durch Unsicherheiten an den Finanzmärkten, reduzierte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft geringfügig auf 20.5 Mio. CHF (-0,4%). Der Geschäftsaufwand stieg um 3,3% auf 42.0 Mio. CHF. Diese Mehrkosten führt acrevis auf die Einführung der neuen «acrevis invest»-Anlagelösungen und Kosten der Digitalisierung zurück. Unter dem Strich verbleibt der Bank ein Erfolg aus operativer Tätigkeit in Höhe von 24.6 Mio. CHF (+1,3) und abzüglich Steuern und einer Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken ein Reingewinn von 19.6 Mio. CHF (+1,4%).

Nach Gewinnverwendung verfügt die acrevis Bank neu über eigene Mittel in der Höhe von 402 Mio. CHF. Die daraus resultierende Eigenkapitalquote von 18,0% liegt deutlich über den regulatorischen Vorgaben.

Fortschreitende Digitalisierung

Mit der Implementierung einer neuen Technologieplattform hat die Ostschweizer Regionalbank einen Meilenstein in der Digitalisierung erreicht. Die neue Plattform soll künftige Digitalisierungs-Vorhaben schneller und kostengünstiger umsetzbar machen. Im Zusammenhang mit den neuen «acrevis invest»-Anlagelösungen konnten so bereits Anwendungen geschaffen werden, welche die Beratung unterstützen.

Wegen des Erreichens der statutarisch festgelegten Altersgrenze wird Reto Moggi seine Tätigkeit als Verwaltungsrat der acrevis beenden. Als Ersatz stellt sich Neu-Ständerat Benedikt Würth an der Generalversammlung zur Wahl. Dieser könnte das Amt nach seinem Ausscheiden aus der St. Galler Regierung per 1. Juni 2020 antreten.

Das erfreuliche Geschäftsergebnis ermöglicht es dem Verwaltungsrat, der Generalversammlung vom 27. März eine unveränderte, steuerbefreite Dividende von 34 CHF pro Aktie zu beantragen. Auf Basis des zuletzt auf der ausserbörslichen Handelsplattform OTC-X bezahlten Kurses von 1’445 CHF je Aktie entspricht dies einer durchaus attraktiven Dividendenrendite von 2,4%.

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