Olma Messen: Umwandlung in eine AG und Publikumsöffnung geplant

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Für die neue Halle 1 der Olma wurden inkl. der Autobahnüberdeckung 164 Mio. CHF budgetiert. Im 2023 soll der Hallenneubau fertig sein. Bild: www.olma-halle1.ch

Die Corona-Pandemie hat insbesondere der Messe- und Veranstaltungsbranche schwer zu schaffen gemacht. Hinzu kommt, dass sich das heute als Live-Kommunikation bezeichnete Geschäft in einer Transformation befindet. Bisher waren die Ostschweizer Olma Messen als Genossenschaft mit 168 Genossenschaftern organisiert. Im kommenden Jahr soll die Genossenschaft anlässlich der Genossenschaftsversammlung am 28. April 2023 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

20 Mio. CHF frisches Kapital gesucht

Neu können sich dann auch Privatpersonen im Rahmen einer Kapitalerhöhung über 20 Mio. CHF an der neuen AG beteiligen. Zuvor sollen Darlehen der öffentlichen Hand in Höhe von 16.8 Mio. CHF in Eigenkapital gewandelt werden. Mit den vorgeschlagenen Massnahmen soll die Finanzierung der Gesellschaft stabilisiert werden. Durch die pandemiebedingten Einnahmenausfälle sowie den Neubau der Halle 1 hat die Genossenschaft in den vergangenen zwei Jahren hohe Verluste eingefahren. Daher fehlen auch die Mittel für die Weiterentwicklung des Geschäfts. Weil die öffentliche Hand wesentlich an der Olma beteiligt ist – die Stadt St. Gallen besitzt aktuell einen Anteil von 26% und der Kanton von rund 9% – hat für die Olma Messen in den Jahren 2021 und 2022 keine pandemiebedingte Finanzhilfe gegriffen.

Parlamente müssen zustimmen

Bevor die Zeichnung der Aktien beginnen kann, müssen Stadt- und Kantonsparlament den entsprechenden Vorlagen Ende 2022 und Anfang 2023 noch zustimmen. Derzeit können sich interessierte Privatpersonen bereits auf www.olma-aktien.ch unverbindlich für die Zeichnung registrieren. Ausgegeben werden sollen die Aktien mit einem Nominalwert von 1’000 CHF zu einem Preis von 1’100 CHF.

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