Waldhaus Flims Mountain Resort: Erstmals Verlust in der Hotellerie

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Das Luxusresort Waldhaus Flims muss im per 31. Oktober 2012 abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Verlust ausweisen, wie das Unternehmen in einem Aktionärsbrief mitteilte. Der Gesamtverlust der Unternehmensgruppe liegt bei 0.12 Mio. CHF. Auf die Ausschüttung einer Dividende soll verzichtet werden. Unerfreulich ist insbesondere, dass das Kerngeschäft Hotellerie zum ersten Mal seit zehn Jahren einen negativen Cashflow („Cashdrain“) von 780’000 CHF erwirtschaftete. Grund dafür ist ein markanter Ertragsrückgang um 8.7% auf 16.8 Mio. CHF (Vorjahr: 18.4 Mio. CHF).

Dank Verkäufen im Immobilienbereich, hier bietet die Waldhaus Flims exklusive Eigentumswohnungen mit 5-Sterne-Service an, erreichte das Unternehmensergebnis 3.38 Mio. CHF. Allerdings verbleibt nach den Abschreibungen in Höhe von 3.5 Mio. CHF ein marginaler Verlust für die Gruppe. Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im Tourismussektor haben sich die Credit Suisse und die Graubündner Kantonalbank entschlossen, die neue Strategie `10 der Hotel- und Immobiliengruppe nicht mitzufinanzieren. Der Verwaltungsrat kündigte in dem Aktionärsbrief an, nach anderen Lösungen zu suchen und die geplante Entwicklung in Etappen umzusetzen. Über den überarbeiteten Businessplan soll an der Generalversammlung am 28. März informiert werden.

Die letztbezahlten Kurse für die Namenaktien der Gesellschaft liegen bei 450 CHF. Obwohl die Gesellschaft über Landreserven von 250’000 qm, davon 12’000 qm Bauland, und somit über erhebliche stille Reserven verfügt, ist der Titel angesichts der Unsicherheit bei der Neuausrichtung derzeit nur für Aktionäre attraktiv, die von den Aktionärsangeboten wie den Aktionärsbons profitieren wollen.

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