Victoria-Jungfrau Collection: AEVIS bietet auch 310 CHF und wird grösster Aktionär

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Grand Hotel Victoria-Jungfrau
Das Grand Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken ist das Flaggschiff der VJC und könnte bald zur AEVIS-Gruppe gehören.

Und der Übernahmekampf um die vier Luxushotels der Victoria-Jungfrau Collection (VJC) geht in die nächste Runde. Nachdem der VJC-Verwaltungsrat gestern bekannt gegeben hatte, auf die Abgabe einer Empfehlung für die zwei konkurrierenden Übernahmeangebote zu verzichten (siehe Bericht des Verwaltungsrates v. 10. Februar), kontert AEVIS nun mit einer Erhöhung des Angebotspreises auf 310 CHF je Aktie (vorher. 305 CHF/Aktie). Hinzu kommt, dass AEVIS vom Aktionär Terramaris ein Aktienpaket von 15.6% an der VJC zum Preis von 310 CHF übernommen hat. Neu verfügt AEVIS nun über eine Beteiligung von 29.16% an der Luxushotelgruppe und ist damit der grösste Aktionär. Die Angebotsfrist wird sich durch die Erhöhung des Angebotspreises nicht verlängern und endet am 13. Februar um 16 Uhr, wie AEVIS heute in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab.

Mit seinem jüngsten Vorstoss hat AEVIS nun Fakten geschaffen, die sich nicht mehr so leicht aus der Welt räumen lassen. Die börsenkotierte Betreiberin von Privatspitälern verfügt schon heute über knapp ein Drittel der VJC-Aktien und bietet mit 310 CHF je Aktie einen identischen Preis wie die zur Zürcher Hotelierfamilie Manz gehörende Swiss Private Hotel AG (SPH). Entscheidend wird nun sein, wem der Aktionär Kuwait Investment Office (KIO) sein 23.9%iges Aktienpaket andienen wird. Zusammen mit diesem Paket würde AEVIS bereits über einen Anteil von 53.06% verfügen und damit die Mindestannahmequote von 51% überschreiten. Selbst wenn KIO seine Aktien der SPH andienen würde, könnte SPH zusammen mit den Anteilen der Berner Kantonalbank BEKB (12.9%) und der Gebäudeversicherung Bern (6.1%) nur noch auf einen Anteil von 42.1% kommen. Um die 50%-Schwelle überschreiten zu können, müssten der SPH entweder viele der rund 7’000 Kleinaktionäre ihre Aktien andienen, was aufgrund der emotionalen Bindung zu dem Unternehmen eher unwahrscheinlich ist. Oder SPH sucht das Gespräch mit AEVIS und kann das Aktienpaket (29.16%) der AEVIS übernehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es allerdings eher danach aus, als ob AEVIS das Rennen machen würde. Denn es wird schwierig für SPH, 50.1% der Aktien zusammenzukaufen. Dennoch bleibt das Rennen offen. Der letztbezahlte Aktienkurs auf OTC-X lag bei 299 CHF.

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1 KOMMENTAR

  1. Jetzt hat AEVIS ein weiteres Paket gekauft und hält nun 33.47% an VJC. Damit ist das Rennen dann wohl gelaufen (siehe Mitteilung).

    AEVIS Holding SA / Schlagwort(e): Übernahmeangebot/Extra keyword

    12.02.2014 07:19

    Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
    —————————————————————————

    NOT FOR DISTRIBUTION IN THE UNITED STATES OF AMERICA

    Die AEVIS Holding AG (‚AEVIS‘) hat gestern weitere Anteile an der
    Victoria-Jungfrau Collection AG erworben und hält per heute neu 33.47% an
    der Luxushotelgruppe. Mit der Überschreitung der
    33 1/3%-Beteiligungsschwelle entfällt unter anderem die Bedingung, dass das
    Angebot nur dann zustande kommt, wenn AEVIS am Ende der Angebotsfrist
    mindestens 51% der Aktien der Victoria-Jungfrau Collection AG (inklusive
    ihrer eigenen Beteiligung) angedient worden sind.

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