Schilthornbahn: Im Jubiläumsjahr 2017 auf Rekordkurs – Frequenzen steigen erstmals auf 4.7 Mio.

Fehlender Schnee durch Ausflugsgäste kompensiert.

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Schilthornbahn
Sonnenschein und Schnee im oberen Bereich des Skigebiets sorgten für volle Kabinen im 2017. Quelle: Schilthornbahn AG

Die Schilthornbahn AG konnte im 2017 das 50-Jahr-Jubiäum feiern und gleichzeitig neue Rekordfrequenzen erzielen. Wie einer Medienmitteilung entnommen werden kann, steigerte die Bahn die Frequenzen aller Transportanlagen zusammen um 7.7% auf über 4.7 Millionen. Der Grossteil der Fahrten entfiel auf die Luftseilbahn, die erstmalig in der Unternehmensgeschichte über 3 Millionen Frequenzen verzeichnete. Mit hierzu beigetragen haben auch die Witterungsbedingungen mit einer von sehr knappen Schneeverhältnissen und viel Sonnenschein geprägten Wintersaison 2016/17. Ein vollständiger Saisonstart war erst im Januar 2017 möglich, was zu einer starken Zunahme der Ausflugsgäste auf das Schilthorn führte. Ebenfalls zu einem Anstieg der Benutzer der Luftseilbahn führten die ausschliesslich im oberen Teil des Skigebiets guten Schneeverhältnisse für Wintersportler. So lag denn auch das Plus der Winterfrequenzen der Luftseilbahn im Vergleich zum Vorjahr bei 21.9%, während das Gesamtplus aller Anlagen bei deutlich tieferen 10.6% lag. Den ungünstigen Schneebedingungen im unteren Teil Tribut zollen musste die Standseilbahn Mürren-Allmendhubel mit einem Minus der Winterfrequenzen um 5.6%.

Gastronomie profitiert von Mehrfrequenzen

Die Mehrfrequenzen bei den Transportanlagen liess auch die Einnahmen der Restaurants ansteigen. So verzeichneten die beiden Betriebe Piz Gloria und das Bistro auf Birg einen Umsatzanstieg von 5.2%. Mit zum Plus beigetragen haben die Erneuerung des Gipfelrestaurants und der Ausbau des Brunch-Angebots. Im Hotel Alpenruh gelang es, die Vorjahreswerte beim Umsatz zu erreichen, obwohl der Betrieb im Herbst für acht Wochen geschlossen war. In dieser Zeit wurde die erste Phase der umfassenden Sanierung des Gebäudes durchgeführt. Die Notwendigkeit dieser Massnahme, die im laufenden Jahr fortgesetzt wird, zeigt die Entwicklung der Hotelzahlen auf. So gingen die Logiernächtezahlen im 2017 erneut zurück, während die Restaurationsumsätze zulegten. Weiterhin auf der Erfolgswelle schwamm der Geschäftsbereich Merchandising & Shops mit einem Umsatzplus von 10.2% auf annähernd 2 Mio. CHF.

Ausbau der Beschneiungsanlage und Sanierung des Hotels Alpenruh

Im laufenden Jahr werden die Beschneiungsanlagen weiter ausgebaut. So ist insbesondere die Erstellung von Schneeanlagen entlang der Pisten der Sesselbahn Winteregg geplant. Diese sollen die Anbindung des Skigebiets an die wichtige Zubringerachse Lauterbrunnen-Grütschalp-Winteregg sichern. Um die Wasserversorgung der Anlagen sicherstellen zu können, ist ein Reservoir mit einer Pumpstation oberhalb der Station Mürren geplant. Fortgesetzt wird die Sanierung des Hotels Alpenruh. Im Herbst werden weitere Zimmer renoviert und der Speisesaal aufgefrischt. Schliesslich will die Schilthornbahn das Schulhaus Stechelberg, das von der Einwohnergemeinde an die Gesellschaft verkauft wurde, zu einer Lodge mit 90 Betten umbauen. Die Eröffnung ist für Dezember 2018 geplant.

Die Entwicklung der Besucherfrequenzen auf den Bahnen und die deutliche Umsatzsteigerung in den Gastronomiebetrieben und beim Merchandising lassen für die Schilthornbahn im Jubiläumsjahr 2017 ein Rekordergebnis erwarten. Es kann somit als sicher angesehen werden, dass die Aktionäre zumindest eine Dividende in der Höhe der Ausschüttung des Vorjahres exklusive der Sonderzahlung für das 50-Jahr-Jubiläum erwarten können. Auch wenn es wenig wahrscheinlich erscheint, dass die Ausschüttung wiederum 50 CHF pro Aktie beträgt, erscheint eine Dividende in der Grössenordnung von 40 CHF als durchaus denkbar.

Die Aktien der Schilthornbahn AG werden auf der ausserbörslichen Handelsplattform OTC-X der Berner Kantonalbank (BEKB) gehandelt. Auf der Basis der letztbezahlten Kurse von 1’500 CHF für eine Aktie lässt sich somit eine zumindest im aktuellen Tiefzinsumfeld attraktive Rendite von 2.4% bei einer Zahlung von 36 CHF respektive von 2.7% bei einer Dividende von 40 CHF ermitteln. Zudem erhalten Aktionäre ein Gratisbillet für die Fahrt aufs Schilthorn, das in der Woche der Generalversammlung gültig ist.

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