Selecta: Gerüchte über Börsengang

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Selecta will nach 1997 zum zweiten Mal an die Börse. Bild: Selecta Coffee Station. selecta.ch

Der Snackautomaten-Betreiber Selecta könnte Insidern zufolge schon bald an die Schweizer Börse zurückkehren. Der Finanzinvestor KKR bereite einen Börsengang der Schweizer Firma an der SIX vor.

Die Transaktion könnte ab dem zweiten Halbjahr 2018 über die Bühne gehen, sagten mit der Situation vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Einer der Personen zufolge dürften Aktien im Wert von rund einer Milliarde Franken zum Verkauf stehen. Den Gesamtwert der Firma einschliesslich Schulden bezifferte die Person auf über drei Milliarden Franken.

Selecta betreibt europaweit 455’000 Verkaufsautomaten für Schokoriegel, kalte Getränke, Gummibärchen und Kaffee in Büros, an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen. Die Firma mit rund 4000 Mitarbeitern und Sitz in Cham erwirtschaftete im zweiten Quartal 2018 einen Umsatz von 378 Millionen Euro.

Geschichte von Selecta begann 1957

Die Geschichte von Selecta hatte 1957 als Einmann-Unternehmen begonnen. Joseph Jeger sah, laut Angaben auf der Firmen-Webseite, auf einer Geschäftsreise in den USA zum ersten Mal einen Verpflegungsautomaten in einer Fabrik und kopierte die Idee in der Schweiz. Die erste Verpflegungsstation mit dem Namen Selecta entstand in einer kleinen Garage in Jegers Wahlheimat Murten.

1969 übernahm Selecta die Schweizerische Automatengesellschaft (SAG). 1985 wurde das Unternehmen selber geschluckt, vom Konsumgüterkonzern Valora. 1997 erfolgte der Börsengang, ehe 2001 die Aktionäre das Kaufangebot der britischen Compass Group annahmen. Im Juli 2007 ging Selecta dann an ACP bzw. acht Jahre später an KKR.

Beim erneuten Börsengang werde KKR von Lazard beraten, sagten die Insider gegenüber Reuters. Lazard habe bereits bei anderen Banken sondiert, ob sie bei der Transaktion mitarbeiten wollten. KKR wollte sich nicht äussern, Lazard war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

kw/

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