Obseva: Im zweiten Quartal mit höherem Verlust

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Das Biopharmaunternehmen Obseva hat im zweiten Quartal 2019 den Verlust ausgeweitet. Allerdings hat das auf die Frauenheilkunde spezialisierte Unternehmen auch noch kein Produkt auf dem Markt. Das erste Medikament gegen Unfruchtbarkeit soll Ende 2020 kommen. Gleichzeitig kündigte Obseva an, sich eine Kreditlinie über 75 Mio. US-Dollar gesichert zu haben.

Für das zweite Quartal weist Obseva unter dem Strich einen Verlust von 34,8 Mio. US-Dollar aus nach 18,2 Mio.US-Dollar im Vorjahr. Insgesamt hat Obseva 34,6 Mio. ausgegeben (VJ 18,2 Mio.).

Der Grossteil floss in die Forschung und Entwicklung. Hierfür gab Obseva 28,4 Mio. aus. Im Vorjahresviertel hatte Obseva 14,7 Mio. in F&E investiert, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Darin spiegeln sich nicht zuletzt die beiden neu gestarteten Phase-III-Programme mit dem Produktkandidaten Linzagolix wider, die Obseva aufgegleist hat.

Das Unternehmen verfügt per Ende Juni über Barmittel in Höhe von 98,5 Mio.. Ende des ersten Quartals standen noch 117,3 Mio. zur Verfügung.

Um die zahlreichen Forschungsprogramme zu finanzieren, hat sich Obseva zudem eine Kreditlinie über 75 Mio. US-Dollar gesichert. Beim Kreditgeber Oxford Finance handelt es sich den Angaben zufolge um eine Spezialfinanzierungsgesellschaft, die vorrangig Schulden für Unternehmen im Bereich Biowissenschaften und Gesundheitsdienstleistungen bereitstellt.

Der Ertrag aus der Finanzierung soll dazu verwendet werden, die Entwicklungspipeline von Obseva im Spätstadium voranzubringen, einschliesslich Phase-III-Studien mit Nolasiban bei Patienten, bei denen ein Embryotransfer (ET) auf Basis einer In-vitro-Fertilisation (IVF) erfolgt und mit Linzagolix zur Behandlung von endometriosebedingten Schmerzen und starken Menstruationsblutungen aufgrund von Gebärmutterfibroiden. Zudem sollen die ersten Vermarktungskosten für Nolasiban damit gestemmt werden.

Pipeline-Projekte auf Kurs

Mit Blick auf die Pipeline heisst es, man habe im zweiten Quartal wie geplant die Patientenrekrutierung in der IMPLANT-4-Studie für das Fruchtbarkeitsmittel Nolasiban abgeschlossen. Weiterhin plant Obseva, im vierten Quartal 2019 zu berichten, ob die Ziele erreicht wurden. Sollten die Ergebnisse gut ausfallen, plant das Unternehmen den Angaben zufolge, Ende 2019 einen europäischen Zulassungsantrag (MAA) einzureichen.

Gleichzeitig werde man in den USA ein aktualisiertes Phase-III-Studienprotokoll für das Phase-III-Programm IMPLANT 3 bei der dortigen Zulassungsbehörde FDA einreichen und hoffe, die Studie anschliessend im vierten Quartal 2019 oder im ersten Quartal 2020 zu starten.

Für den Produktkandidaten Linzagolix erwartet Obseva, die Ergebnisse der derzeit laufenden PRIMROSE-2-Studie im vierten Quartal vorzulegen. Hier wird der Kandidat zur Behandlung des Uterusmyom eingesetzt, einem gutartigen Tumor. Im ersten Halbjahr 2020 wolle man zudem die Daten aus der PRIMROSE-1-Studie veröffentlichen. Ende des kommenden Jahres hoffe man, Zulassungsanträge hierfür zu stellen.

Die Aktien von Obseva werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Zuletzt wurden Kurse von 10.80 CHF für eine Aktie gezahlt.

hr/kw

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