Aevis Victoria: Beteiligungsgesellschaft kann sich im Spital- und Hotelgeschäft verbessern

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Die Beteiligungsgesellschaft Aevis Victoria Holding hat im ersten Halbjahr sowohl im Spital- als auch im Luxushotelgeschäft zugelegt. Beide Sparten wiesen bessere Umsatz- und operative Ergebniszahlen aus. Unter dem Strich gelang wegen des Verkaufs der auf medizinische Infrastruktur spezialisierten Tochter Infracore ein Gewinnsprung.

Die Netto-Einnahmen schossen auf 501.2 Mio. CHF nach oben von 280.6 Mio. im Vorjahressemester. Darin enthalten sei ein Gewinn aus dem Verkauf von Infracore in Höhe von 193.8 Mio. CHF, teilte Aevis Victoria am Freitag in ihrem Halbjahresbericht mit.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte von 31.8 Mio. auf 230 Mio. CHF. Das EBIT legte von 5.9 Mio. auf 201.1 Mio. CHF zu.

Wie Aevis bereits vor einer Woche bekannt gegeben hatte, stand unter dem Strich ein Reingewinn von 202.1 Mio. CHF. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Reinverlust von 1.6 Mio. CHF ausgewiesen.

Spitalgeschäft mit Gewinnsprung

Der Umsatz aus dem operativen Geschäft erhöhte sich um 10,3% auf 345.1 Mio. CHF. Dabei habe sich das Spitalsegment positiv entwickelt. Der Netto-Umsatz (ohne Arztgebühren) stieg hier um 9,8% auf 268.9 Mio. CHF. Das EBITDA kletterte um die Hälfte auf 23.8 Mio. CHF.

Die Gruppe hat im ersten Halbjahr zwei Spitäler und zwei Gesundheitszentren übernommen. Das organische Wachstum habe sich bei den Gesamteinnahmen auf 6,8% belaufen, und dies trotz tieferer Tarmed-Tarife, welche vor einem Jahr eingeführt worden waren, wie Aevis weiter schrieb. Die Expansion geht weiter. Auf den 1. Oktober werde die von der Hirslanden-Gruppe übernommene Schaffhauser Klinik Belair in Aevis integriert, hiess es.

Die Geschäftsaktivitäten würden gegenüber 2018 signifikant zulegen. Deshalb erwarte Aevis im Spitalgeschäft einen neuen Rekordumsatz im Gesamtjahr 2019. Die neu dazu erworbenen Spitäler und Gesundheitszentren sollen ihre Integration fortsetzen und dieselbe operative Performance wie die bisherigen Spitäler erreichen.

Höhere Zimmerpreise in Luxushotels

Bei den Luxushotels der Victoria-Jungfrau Collection stieg der Umsatz um 3,5% auf 29.2 Mio. CHF. Der durchschnittliche Zimmerpreis sei auf 383 CHF pro Nacht erhöht worden von 364 CHF zuvor. Der Betriebsverlust (EBITDA) verkleinerte sich auf 1.4 Mio. CHF von 1.7 Mio. CHF vor einem Jahr.

Im zweiten Halbjahr sollte das Ergebnis positiv beeinflusst werden vom guten Sommer und saisonalen Effekten, hiess es. Zudem werde im Dezember das Hotel Eden au Lac in Zürich wieder eröffnet, dessen Renovationsarbeiten leichte Verspätung haben. Damit werde man wieder vier Hotels haben, was Umsatz und Margen verbessern werde, hiess es.

Die Aktien der Aevis Victoria Holding sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 12.80 CHF für eine Aktie bezahlt.

jb/ra

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