Bernerland Bank: Gewinn steigt – auch dank höherer Zinsmarge

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Dank einer erstmals seit der Finanzkrise leicht gestiegenen Zinsmarge konnte die Bernerland Bank leicht rückläufige Geschäftsvolumen 2019 kompensieren. Da zusätzlich auch der Geschäftsaufwand zurückging, resultierte unter dem Strich ein um 2,9% höherer Gewinn.

Steigende Erträge bei sinkenden Kosten

Wie die Bank mit Hauptsitz in Sumiswald am Dienstag in einer Medienmitteilung bekanntgab, haben sich die Kundenausleihungen im Vorjahresvergleich bei 1.34 Mrd. CHF ungefähr die Waage gehalten. Die Hypothekarforderungen als grösste Aktivposition stiegen leicht auf 1.27 Mrd. CHF (+0,3%). Leicht gesunken sind dafür die Kundengelder, welche neu bei 1.18 Mrd. CHF notieren (-2,6%). Erfreulich ist der Anstieg der Vermögensverwaltungs- und Kundendepots um 20% auf 232 Mio. CHF. So relativiert Geschäftsführer Peter Ritter den vermeintlichen Stillstand des Kundengeschäfts damit, dass die Kunden ihre Anlagen und Finanzierungen wegen den tiefen Zinsen beachtlich verändert hätten. Auch Finanzberatungen würden viel öfter nachgefragt werden.

Während viele Regionalbanken durch höhere Geschäftsvolumen, vor allem im Hypothekarbereich, sinkende Zinsmargen zu kompensieren versuchen, stieg die Zinsmarge der Bernerland Bank erstmals seit der Finanzkrise sogar wieder leicht an. So fiel auch der Erfolg aus dem Zinsengeschäft 2019 trotz annähernd konstanten Volumen mit 19.11 Mio. CHF (+2,0%) erfreulich aus. Da auch die übrigen Erfolgspositionen insgesamt um 16% zunahmen und der Geschäftsaufwand gleichzeitig um gut 2% sank, resultiert unter dem Strich ein Gewinn von 4.17 Mio. CHF. Dies entspricht einem Plus von 2,9%. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung am 16. Mai, welche ohne Publikum stattfinden wird, eine unveränderte Dividendenzahlung von 10.50 CHF je Aktie vor.

Eine Prognose für 2020 wagt die Regionalbank aufgrund der ungewissen Lage nicht. Momentan läuft der Betrieb in allen 11 Standorten im Emmental und Oberaargau unter Einhaltung der Hygienevorschriften des Bundes weiter.

Veränderungen auf Führungsebene

Nach fast 16 Jahren als Geschäftsführer der Bernerland Bank gibt Peter Ritter seinen Posten im Oktober 2020 ab. Sein Nachfolger Michael Elsaesser nahm seine Arbeit als Mitglied der Geschäftsleitung am 1. April auf und wird nach sechsmonatiger Einarbeitungs- und Übergabezeit die operative Leitung übernehmen. Ritter wird der Generalversammlung als neues Verwaltungsratsmitglied vorgeschlagen, nachdem Richard Meister seine Demission per 16. Mai eingereicht hat.

Die Aktien der Bernerland Bank werden auf der ausserbörslichen Handelsplattform OTC-X gehandelt. Der letztbezahlte Preis liegt bei 495 CHF.

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