Sattel-Hochstuckli: Streit um Zukunft des Skigebiets

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Die Sattel-Hochstuckli AG will zwei Skilifte schliessen. Die Skilifte Bärenfang und Hochstuckli werden nicht mehr betrieben. Das hat die Sattel-Hochstuckli AG am Donnerstag vor zwei Wochen mitgeteilt. Das Skigebiet nehme eine strategische Neupositionierung vor und verstehe sich künftig im Winter als «Kompetenzzentrum für Schneesportbeginner», teilt das Unternehmen mit.

Das Wintersportgebiet Sattel-Hochstuckli liegt auf einer Höhe von weniger als 1600 Meter über Meer. Der Schneemangel ist denn auch ein Grund für die Schliessung der beiden Skilifte. Der letzte Winter sei wirtschaftlich sehr anspruchsvoll gewesen, und der bisherige Winterbetrieb lasse sich wirtschaftlich nicht mehr rechtfertigen. So würde das Unternehmen als Ganzes gefährdet werden, sagt die Sattel-Hochstuckli AG. 

Räumlich konzentriere sich das neu auf Anfänger ausgerichtete Angebot auf das Gebiet Mostelberg-Engelstock. Der Skilift Engelstock nahe der Bergstation und die Kinderlifte blieben in Betrieb. Das Gebiet werde gemäss dem Verwaltungsrat zum «Schneeberg für alle» mit sanftem und naturnahen Angebot.

Gar nicht mit der Schliessung einverstanden sind rund 50 Aktionäre um den frühreren Sattel-Hochstuckli Verwaltungsrat Ruedi Marty. Er hoffe, dass der Gesamtverwaltungsrat zurücktrete, wird Marty in Pilatus Today zitiert. Die Forderung nach Rücktritt des Verwaltungsrats will Marty an der nächsten Generalversammlung, die am 2. August 2023 stattfindet, traktandieren lassen.

Die Aktie der Sattel-Hochstuckli AG ist auf otc-x gelistet und kostete zuletzt 140 CHF.

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