Bondpartners: Aktien werden neu auf OTC-X gehandelt

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Der Firmensitz der Bondpartners in Lausanne. Bild: www.bpl-bondpartners.ch
Der Firmensitz der Bondpartners in Lausanne. Bild: www.bpl-bondpartners.ch

Seit dem 8. Juli werden die Aktien des in Lausanne ansässigen Finanzdienstleisters Bondpartners SA auf der OTC-X Plattform der Berner Kantonalbank (BEKB) gehandelt. Bisher waren die Valoren des 1972 gegründeten Brokerhauses, das sich auf den Handel mit Fremdwährungsobligationen und Aktien spezialisiert hat, an der SIX Swiss Exchange kotiert. CEO Christian Plomb begründet den Wechsel in das nichtkotierte Segment mit der geringen Grösse seines 30 Mitarbeiter zählenden Unternehmens. „Wir sind zu klein, um an der SIX kotiert zu bleiben“, so Plomb. Die regulatorischen Vorgaben an der SIX seien für die grossen SMI-Gesellschaften gemacht, aber nicht für kleinere Unternehmen, so der CEO weiter. Daher habe man sich entschieden, auf OTC-X zu wechseln. Die Umsetzung der Minder-Initiative sei für Bondpartners allerdings nicht der Hauptgrund für den Wechsel gewesen.

Ihr Reporting gegenüber den Aktionären will die Gesellschaft nach dem Abschied von der SIX allerdings nicht ändern. Für das erste Semester 2015 berichtet Plomb von einer schwierigen Lage, welche durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses ausgelöst worden sei. Rund 90% der Erträge stammen aus dem Bondhandel in EUR oder USD. Konkrete Angaben zum ersten Semester will die Gesellschaft in rund einer Woche machen. Im Geschäftsjahr 2014 erzielten Bondpartners einen konsolidierten Reingewinn in Höhe von 3.2 Mio. CHF (+64%). Im Zinsdifferenzgeschäft steigerte Bondpartners den Ertrag um 1.5% auf 2.5 Mio. CHF, während im Kommissionsgeschäft die Erträge um 2% auf 1.8 Mio. CHF anstiegen. Aufgrund des guten Ergebnisses wurde die Dividende für 2014 auf 35 CHF je Inhaberaktie erhöht.

An der Schweizer Börse SIX wurden die Titel zuletzt für 685 CHF gehandelt. Die ersten Geldkurse auf OTC-X lagen bei 680 CHF. Damit beträgt das KGV auf Basis der 2014er Gewinne 13, und die historische Dividendenrendite erreicht 5.1%. Aufgrund der unsicheren Aussichten wegen der Euroschwäche ist für das laufende Geschäftsjahr ein deutlich geringeres Ergebnis zu erwarten, das auch Auswirkungen auf die Ausschüttung haben könnte. Konkrete Aussagen dazu sowie eine Einschätzung der Aktie werden wir nach Vorlage der Semesterzahlen vornehmen.

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