Peach Property: Gewinnsprung im 2017 – Mietertrag soll dank Zukäufen steigen

"Bestes Jahr der Unternehmensgeschichte".

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Die Aktie von Peach Property konnte in den letzten zwölf Monaten um 80% zulegen. Chart. moneynet.ch

Für Peach Property ging es im Jahr 2017 kräftig vorwärts. Das Immobilienunternehmen hat zahlreiche Portfolios hinzugekauft, und das grosse Entwicklungsprojekt „Wollerau Park“ steht kurz vor dem Abschluss. Entsprechend stiegen Mietertrag und Gewinn deutlich gegenüber dem Vorjahr.

Vom „besten Jahr der Unternehmensgeschichte“ sprach CEO Thomas Wolfensberger am Dienstag vor den Medien. Aber so profitabel das Jahr auch war, eine Dividende wolle man noch nicht beantragen. „Wir wollen derzeit die Wachstumsoptionen nutzen, anstatt eine Dividende zu zahlen“, so der Firmenchef. Mittelfristig soll das Portfolio auf 9’000 von aktuell rund 7’000 Einheiten ausgebaut werden. Finanzchef Marcel Kucher erklärte noch, dass Peach in absehbarer Zukunft aber durchaus darauf hinarbeite, dividendenfähig zu werden.

Kräftiger Anstieg bei Ertrag und Gewinn

Beim Betriebsertrag legte das Unternehmen um 64% auf 115,9 Mio CHF zu. Insbesondere der Ertrag aus Entwicklungliegenschaften konnte kräftig zulegen und wurde auf 55,6 Mio mehr als verdoppelt. Aber auch die Neubewertungen legten um 26% auf 42,6 Mio CHF zu, was insbesondere durch die Einwertungen der neu erworbenen Liegenschaften erkärt wurde.

Die Mieteinnahmen kletterten um 83% auf 16,3 Mio. Die Leerstandsquote inklusive der Liegenschaften, die sich derzeit in der Sanierung befänden, ging auf 16,3% von 20,3% im Vorjahr zurück. Diese Entwicklung soll sich fortsetzen, da derzeit ein starkes Gewicht auf einer raschen Sanierung liege, so dass viele Objekte neu vermietet werden könnten.

Auch das Immobilienportfolio legte durch die Zukäufe deutlich an Wert zu. Der Marktwert des gesamten Portfolios liegt nun bei 520,3 Mio nach 328,5 Mio CHF im Vorjahr. Derweil fiel die Eigenkapitalquote nach IFRS auf 41,6% von 43,5% Ende 2016.

Beim EBIT verbuchte Peach ein Plus von 79% auf 51,3 Mio CHF. Unter dem Strich stand ein mehr als verdreifachter Gewinn von 41,9 Mio. Hier spielten auch positive Währungseffekte in Höhe von rund 7 Mio eine Rolle.

Mietertrag soll steigen – Ausblick positiv

Beim Ausblick gibt sich das Unternehmen zuversichtlich. Das Wachstum soll fortgesetzt werden, und durch die vollkonsolidierten Akquisitionen dürfte der Mietertrag auf rund 29 Mio CHF steigen. Entwicklungsprojekte sollen weiter reduziert werden – so wurde beim „Wollerau Park“ bereits mit der Übergabe an die Eigentümer begonnen.

Der Fokus auf Wohnimmobilien in deutschen B-Städten dürfte sich durch die bereits im laufenden Jahr getätigten Zukäufe nochmals verstärken, und man prüfe bereits weitere Portfolio-Zukäufe. Finanziell sei das Unternehmen gut aufgestellt, die Fälligkeitsstruktur sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich langfristiger. Auch die durchschnittlichen Zinskosten gingen auf 2,48% von 4,42% Ende 2016 zurück.

Die Aktien werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Zuletzt wurden Kurse von 31,20 CHF für eine Aktie gezahlt.

(AWP/dm/uh)

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