Cosmo: Reinverlust im 2017

Aufbau von US-Vertriebsorganisation

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Aktienkursentwicklung von Cosmo in den letzten 12 Monaten. Quelle: money-net.ch

Das an der Schweizer Börse kotierte Pharmaunternehmen Cosmo ist im Geschäftsjahr 2017 in die roten Zahlen gerutscht. Die Gesellschaft hat im vergangenen Jahr hohe Ausgaben für den Aufbau einer Vertriebs- und Marketingorganisation zur Vermarktung seiner Produkte in den USA getätigt. Auch im laufenden Jahr erwartet Cosmo noch einmal einen Verlust, bevor das Unternehmen für 2019 wieder einen Gewinn vorsieht.

Der Umsatz lag mit 67,2 Mio EUR (VJ 67,7 Mio) etwa auf Vorjahreshöhe, wie den am Montag publizierten Jahresergebnissen zu entnehmen ist. Unter dem Strich resultierte für das Geschäftsjahr ein Reinverlust von 32,4 Mio EUR nach einem Gewinn von 19,3 Mio im Jahr davor. Eine Dividende wird in der Mitteilung nicht erwähnt, nachdem im Vorjahr noch eine Ausschüttung von 1,50 EUR je Titel erfolgt war.

91 Mitarbeitende für Vertriebsorganisation

Die Betriebsausgaben fielen mit 76,8 Mio EUR (VJ 33,8 Mio) mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Dabei stiegen die Herstellungskosten mit 22,0 Mio EUR (VJ 19,9 Mio) und die Forschungs- und Entwicklungskosten mit 9,0 Mio EUR (VJ 8,3 Mio) nur moderat an. Dagegen schnellten die Vertriebs- und Administrationskosten (SG&A) auf 46,3 Mio EUR (VJ 15,7 Mio) klar in die Höhe. Der Zuwachs sei überwiegend für den Aufbau der Marketing- und Vertriebsorganisation in den USA sowie Lancierungskosten für Eleview zurückzuführen, schreibt Cosmo in der Mitteilung. Im Verlust enthalten ist auch ein Währungsverlust von 18,7 Mio EUR auf der USD-Liquiditätsposition. Im Rahmen des Aufbaus einer Vertriebs- und Marketingorganisation zur Vermarktung seiner Produkte stellte Cosmo zum Jahresende 91 Mitarbeitende ein, davon 67 im Bereich Marketing und Vertrieb und 12 im Bereich „Medical & Scientific Liaisons“, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen per Ende Jahr 301 Personen. Das Unternehmen wies per Ende Jahr Bargeld und Obligationen in Höhe von 247,2 Mio EUR aus, was einen Zuwachs von 28 Mio EUR gegenüber 2016 darstellt und nicht zuletzt die Privatplatzierung von Aktien des Unternehmens widerspiegle, so Cosmo. Die Barmittel (und Ähnliches) lagen per Ende Jahr bei 144,9 Mio EUR nach 117,6 Mio EUR per Ende 2016.

Verlust von 40 Mio. CHF für 2018 erwartet

Der weitere Aufbau einer eigenen Spezialitätenvertriebsorganisation in den USA werde mittelfristig der „wesentliche Treiber für die Wertschöpfung der Aktionäre“, wird CEO Alessandro Della Chà in der Mitteilung zitiert. Für das laufende Geschäftsjahr richtet Cosmo das Augenmerk – vorbehältlich der behördlichen Genehmigung – auf die Einführung des Diagnostik-Medikaments Methylenblau MMX in den USA sowie auf den weiteren Ausbau der Vertriebs- und Marketingkapazitäten in den USA. Ebenfalls im Fokus sein werde die Fortführung der vorkommerziellen Aktivitäten des Antibiotikums Rifamycin, die Einreichung des Sedierungs-Wirkstoffs Remimazolam als neues Arzneimittel und die Weiterentwicklung der Phase-II-Studie für Rifamycin SV MMX. All diese Aktivitäten dürften laut der Mitteilung 2018 zu einem operativen Verlust von rund 40 Mio EUR führen. Im Jahr 2019 will Cosmo dann wieder profitabel sein.

Die Aktien von Cosmo wurden zuletzt zu einem Kurs von CHF 127.00 an der SIX Swiss Exchange gehandelt.

(AWP/tp/rw)

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