Ascom: Erholung im zweiten Halbjahr, aber eigene Ziele verfehlt

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Das Technologieunternehmen Ascom hat sich im zweiten Halbjahr gesteigert, die eigenen Ziele für das Gesamtjahr aber gleichwohl verfehlt.

Im Jahr 2018 sei ein Umsatz von rund 318.5 Mio. CHF erzielt worden, teilte Ascom am Donnerstag mit. Dies entspricht einem Plus von 2,8% resp. von 1,7% zu konstanten Wechselkursen. Das Unternehmen hatte eine Umsatzsteigerung von 3 bis 6% in Aussicht gestellt.

Die Betriebsgewinn-Marge (EBITDA-Marge) kam derweil bei rund 12% zu liegen, wie die Gesellschaft weiter mitteilte. Ursprünglich war ein Wert von rund 15% in Aussicht gestellt worden. Im Vorjahr wurden 14,1% ausgewiesen.

Besser als erstes Halbjahr

Das Unternehmen relativierte die rückläufige Profitabilität. Diese habe im zweiten Halbjahr verbessert werden können, nachdem die Marge in den ersten sechs Monaten nur bei 6,5% gelegen habe, wurde betont.

Zufrieden zeigte sich das Management auch mit den Fortschritten des zentralen Healthcare-Geschäfts, welches überdurchschnittlich gewachsen sei. Hingegen habe sich der Enterprise-Bereich weiterhin langsam entwickelt, und das OEM-Geschäft sei unter den „sehr starken Vergleichswerten“ des Vorjahres geblieben.

Zurück in der Spur ist das Nordamerika-Geschäft. Es habe ein „starkes zweites Halbjahr“ hinter sich, hiess es. Trotz des Rückgangs im ersten Halbjahr sei im Gesamtjahr 2018 ein insgesamt zweistelliges Umsatzwachstum erreicht worden.

Enttäuschung bei den Analysten

Die ZKB, welche den Titel mit ‚Marktgewichten‘ einstuft, spricht von einer „Gewinnwarnung mit enttäuschender Profitabilität“. Das Unternehmen habe die eigenen hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen können, so der zuständige Analyst. Er gehe nun von Gewinnschätzungsrevisionen im zweistelligen Bereich aus.

Ähnlich klingt es bei Vontobel (‚Hold‘). Die Resultate seien eine Enttäuschung und bestätigten die Einschätzung, dass die Strategieumsetzung mehr Zeit brauche als ursprünglich erwartet. Der zuständige Analyst sieht nun auch die Mittelfristziele 2020 in Gefahr.

Der Experte der UBS kann sich nun gut vorstellen, dass diese Mittelfristziele nach hinten geschoben werden. Dies werde vom Markt in gewissem Ausmass auch schon erwartet. Insgesamt sieht er sich in seiner ‚Sell‘-Einstufung bestätigt.

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