Walliser Kantonalbank: Wachstum mit Hypothekengeschäft

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Die Walliser Kantonalbank (WKB) wächst und hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Das Institut steigerte den Gewinn laut einer Mitteilung vom Mittwoch um 4,7% auf 67.1 Mio. CHF. Der Geschäftserfolg legte um 3,1% auf 116 Mio. zu. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 3.35 CHF je Aktie erhalten. Das sind 20 Rappen mehr als im Jahr zuvor.

Der Walliser Staatsbank steigerte ihre Erträge um 2,1% auf 242.2 Mio. CHF. Dabei nahm der Bruttoerfolg im wichtigsten Teil, dem Zinsengeschäft, um 1,1% auf 161 Mio. ab. Belastet hätten die Negativzinsen sowie der Margendruck, heisst es. Der Nettoerfolg erhöhte sich jedoch um 3,4%, dies dank einem positiven Effekt bei den Wertberichtigungen.

Gut lief das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo die WKB den Erfolg um 1,4% auf 40 Mio. CHF steigerte. Der Erfolg im Handelsgeschäft, der sich hauptsächlich aus den Erträgen im Devisengeschäft zusammensetzt, blieb mit 26.9 Mio. auf Vorjahresniveau.

Die Kosten habe man im Griff, erklärte die Bank weiter. Den Geschäftsaufwand senkte die WKB im Berichtsjahr um 2.8 Mio. auf 112 Mio. CHF. Zwar erhöhten sich die Personalkosten, da die lokale Präsenz gestärkt worden sei. Der Sachaufwand ging hingegen zurück. Im Vorjahr hatte die Bank zahlreiche Veranstaltungen zum Jubiläum des 100-jährigen Bestehens durchgeführt.

Hypothekengeschäft wächst

Die Bilanzsumme lag Ende 2018 bei 16.1 Mrd. CHF, das sind 555 Mio. mehr als im Vorjahr. Zulegen konnte man bei den Kundenausleihungen mit 5,4%. Dabei erhöhten sich die Hypothekarforderungen um 5,1% auf 9.92 Milliarden. Auf der Passivseite wuchsen die Kundeneinlagen um 3,3% auf 9.86 Milliarden.

Dank dem guten Ergebnis habe man die Eigenmittel gestärkt, heisst es weiter. Die Kernkapital-Quote (CET1) liegt jedoch mit 17,5% leicht unter jener aus dem Vorjahr.

Für das Jahr 2019 rechnet die Bank mit ähnlichen Resultaten wie 2018, sofern sich die Wirtschaftslage nicht deutlich verschlechtere.

Nichts schreibt die Bank zum Fall Papilloud. Gegen den ehemaligen CEO und Verwaltungsratspräsidenten hatte sie im Dezember eine Zivilhaftungsklage eingereicht. Dabei geht es um einen Kredit, den die WKB an die im Jahr 2013 in Konkurs gegangene Firma Alkopharma vergeben hatte.

Dieser Kredit hatte bei der WKB einen Schaden in Höhe von 21.6 Mio. CHF verursacht, der zulasten der Rechnungen der Jahre 2011 und 2012 gegangen war. Papilloud war damals der Chef der Bank. Von ihm fordert die WKB nun Schadenersatz.

Die Aktie der Walliser Kantonalbank wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt und kostete zuletzt 121.50 CHF.

mk/ra

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