Branchentalk Banken: Mitarbeiter stehen bei den regional tätigen Banken im Fokus

Ergebnisse der Umfrage Regional tätige Banken 2019

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Die Umfrage unter regional tätigen Banken wird von der Zern & Partner GmbH bereits seit 2014 jährlich durchgeführt, in den Vorjahren als Regionalbanken-Umfrage. Im sechsten Jahrgang wurden die bisherigen Adressaten, die Regionalbanken, um weitere regional aktive Banken erweitert. Viele Fragen blieben, wie gewohnt, unverändert, zeigen sie doch über die Jahre, wie sich bei den befragten Bankdirektoren die Befindlichkeiten und Prioritäten ändern oder plötzlich Themen aus dem Hintergrund in den Vordergrund treten, oder auch umgekehrt. So ist die Setzung des Schwerpunkts im diesjährigen Fragenkatalog – der Kulturwandel in den regional tätigen Banken – aus den vielfältigen Kommentaren zu den letztjährigen Fragestellungen entstanden, denn überraschend viele Teilnehmer beschäftigten sich 2018 genau mit diesem Themenkomplex.

Mitarbeitende sind wichtigstes Kapital

Für einen Extremwerte bei der Umfrage sorgten die Antworten auf die Frage, was vor allem wichtig ist für die Transformation zur nachhaltig erfolgreichen Bank des 21. Jahrhunderts. 95% der Umfrageteilnehmer stimmten überein, dass „Mitarbeitende als wichtigstes Kapital anzusehen“ sind. Immerhin die Hälfte der Teilnehmer will „gezielt von den Erfahrungen anderer Industrien im Wandel lernen und Querdenker fördern“, und nur 9% wollen „so weitermachen wie bisher“.

Zinsmarge bleibt grösste Sorge

Mit einem Wert von 8,59 auf der von 1 bis 10 reichenden Skala bleibt die Zinsmarge die mit Abstand grösste Herausforderung für die regional tätigen Banken – weit vor IT-Kosten, Regulierungsdichte und Wettbewerb durch Banken und Nicht-Banken. Das hängt definitiv mit der aktuellen Einschätzung zur weiteren Zinsentwicklung in der Schweiz zusammen. Denn – ein weiterer Extremwert – volle 91% der Befragten rechnen mit einer weiteren Verengung, 9% erwarten keine Änderung, und keiner der Teilnehmer sieht eine Ausweitung voraus. Noch im Vorjahr hatten immerhin 10% mit einer Ausweitung gerechnet und 25% keine Änderung erwartet.

Eingetrübte Einschätzung der Lage

Die Lage der regional tätigen Banken wird 2019 deutlich schlechter als im Vorjahr eingeschätzt, der Durchschnittswert sank von 7,4 Punkten 2018 auf jetzt 6,4 Punkte. Auch die Lage des eigenen Instituts wird schlechter als im Vorjahr eingeschätzt; allerdings hat sich die positive Differenz zur Einschätzung der Lage der Branche von 0,4 Punkten auf 0,8 Punkte verdoppelt. Dem entspricht auch die durchaus optimistische mittelfristige Einschätzung der Umfrageteilnehmer, denn eine Mehrheit von 55% plant für die kommenden drei Jahre mit Wachstum.

Schwerpunkt Kulturwandel im Unternehmen

Kulturwandel – aber wie? Bekanntlich können viele Wege zum Ziel führen, und die Umfrageteilnehmer ignorieren keinen. 25% bezeichnen sich als „experimentierfreudig“, 31% als „Follower“. Fast alle Teilnehmer setzen auf „Kommunikation und Diskussion“, viele gehen „mit gutem Beispiel voran“, und eine Mehrheit will den „Team-Spirit stärken“. Die gesamte Auswertung und Interpretation der spannenden und teilweise überraschenden Umfrageergebnisse finden Sie hier.

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