BEKB: Wachstum und höherer Gewinn im Halbjahr – Andreas Schafer neu in der GL

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Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat im ersten Halbjahr das Geschäftsvolumen ausgeweitet und unter dem Strich mehr verdient. Nach wie vor drücken aber die tiefen Zinsen auf die Margen der Bank.

Die für das operative Geschäft massgebliche Kerngrösse, der Geschäftserfolg, nahm im Halbjahr um gut einen Fünftel auf 79,7 Mio. CHF zu, wie die BEKB am Freitag mitteilte. Ohne den positiven Effekt, der durch die Auflösung von Wertberichtigungen entsteht, und ohne den Erfolg aus dem Verkauf von Finanzanlagen, zog der Geschäftserfolg mit 2,3% nicht ganz so stark an.

Den Halbjahresgewinn steigerte die BEKB derweil um 1,1 Mio. oder 1,8% auf 59,1 Mio. CHF.

Getragen wurden die Ergebnisse durch die Entwicklung im wichtigsten Geschäftszweig, dem Zinsengeschäft. Dort kletterte der Erfolg um 11 Mio. auf 146,7 Mio. CHF. Genau hier hat die BEKB mit Blick auf die im anhaltenden Tiefzinsumfeld gesunkenen Geschäftsrisiken deutlich mehr Reserven auflösen können.

Allerdings halte der Druck auf die Zinsmargen und auf die Erträge aus Finanzanlagen weiter an, schreibt die Bank. Um sich vor den Auswirkungen allenfalls steigender Zinsen zu schützen, bestünden Absicherungen. Die Kosten dafür belasteten das Zinsergebnis im Halbjahr mit 32,6 Mio. CHF nach 36,0 Mio. im Jahr davor.

Weiter erwirtschaftete die BEKB im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft einen Erfolg in Höhe von 51,8 Mio. CHF. Dieser lag leicht unter Vorjahr. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm um 2,6% auf 11,2 Mio. und der übrige Erfolg um knapp 11% auf 12,0 Mio. zu.

Insgesamt weist die Bank einen Geschäftsertrag in Höhe von 221,7 Mio. CHF gegenüber zuvor 210,5 Mio. aus. Auf der Gegenseite konnte der Geschäftsaufwand leicht auf 125,2 Mio. verringert werden.

Hypothekenbestand wächst

In der Bilanz der BEKB setzte sich das Wachstum der letzten Jahre fort. Im Hypothekargeschäft nahmen die Ausleihungen um 2,9% auf 22,2 Mrd. CHF zu. Das hat auch damit zu tun, dass die BEKB Anfang Jahr das „Family Net“-Hypothekarportfolio, welches in Partnerschaft mit der Mobiliar aufgebaut wurde, übernommen hat.

Auf der Gegenseite stiegen die Kundengelder um 1,1 Mrd. auf 23,1 Mrd. CHF an, und die von der BEKB betreuten Vermögenswerte erhöhten sich um knapp 1 Mrd. auf 18,4 Mrd. Zulegen konnte man etwa im Verkauf der BEKB-Fonds.

Für das laufende Jahr erwartet die BEKB ein Anhalten der Tiefzinsphase. Ausserdem habe sich die Konjunktur hierzulande mit Blick auf die globale Entwicklung abgeschwächt. Gleichwohl rechnet die Bank für 2019 mit einem Ergebnis, welches mindestens im Rahmen des Vorjahres ausfällt.

Seit gut einem Monat hat ausserdem Armin Brun die Geschäftsleitung der Bank von Hanspeter Rüfenacht übernommen. Neu in die Geschäftsleitung aufgenommen wird im Dezember Andreas Schafer. Er tritt dann die Nachfolge von Brun als Leiter Anlagekunden und Grosskunden an.

Die Aktien der BEKB sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 227 CHF für eine Aktie bezahlt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um 16% zugelegt.
mk/kw
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