Komax: Kurzarbeit wegen Umsatz- und Gewinnrückgang

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Komax hat 2019 unter der Schwäche auf dem Automobilmarkt gelitten. Die Innerschweizer erwirtschaften rund acht von zehn Umsatzfranken mit Kunden aus dieser Branche. Das Unternehmen greift nun zur Kurzarbeit und schliesst einzelne Kündigungen nicht aus.

Der Umsatz ging mit rund 415 Mio. CHF um etwa 13% zurück, wie Komax am Dienstag mitteilte. Noch schwächer entwickelte sich beim Maschinenhersteller der Bestellungseingang: Das Unternehmen wurde mit neuen Aufträgen im Wert von 408.7 Mio. CHF bedacht. Das sind 17,7% weniger als im Rekordjahr 2018.

Und weil unerwartete, hohe Zusatzaufwendungen für einzelne Kundenprojekte die Rechnung belasteten, sackte auch der Gewinn bei Komax ab. Das Unternehmen rechnet noch mit einer Gewinnmarge (EBIT) von rund 5,5%, nach 14% im Vorjahr.

Damit habe man die eigenen Erwartungen nicht erfüllt, erklärte Komax. Noch im Sommer hatte das Management eine EBIT-Marge im Bereich von 8 bis 9% in Aussicht gestellt. Auch die Schätzungen der Analysten wurden verfehlt.

Kurzarbeit und Strukturprüfung
Komax spricht von einem herausfordernden Jahr. Die Kunden würden nach wie vor Projekte verschieben und Investitionen zurückhalten. Und es sei unklar, wann der Aufwärtstrend wieder einsetzen werde.

Diese Zeit nutze Komax, um die eigenen Strukturen zu überprüfen. Denn das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen. Wo nötig, werde man organisatorische und personelle Anpassungen vornehmen. Dabei seien einzelne Kündigungen nicht ausgeschlossen.

An den drei Schweizer Standorten Dierikon, Rotkreuz und Küssnacht am Rigi plane man zudem, ab 1. März 2020 in Kurzarbeit zu gehen. Mit dieser Massnahme sollen möglichst viele Arbeitsplätze gesichert werden.

Auch die Mittelfristziele werden auf den Prüfstand gestellt. Der Verwaltungsrat werde in den nächsten Wochen die finanziellen Ziele überprüfen. Diese sehen heute vor, in 2021 einen Umsatz von 500 bis 600 Mio. CHF zu erwirtschaften, und das bei einer EBIT-Marge von mehr als 15%.

Weniger Risiko eingehen

Komax gibt sich auch einsichtig: Man habe aus den 2019 gemachten Erfahrungen die Lehren gezogen. Das Unternehmen werde sich in Zukunft im Projektgeschäft wieder auf risikoärmere Aufträge fokussieren.

Die detaillierten Gewinnzahlen zu 2019 wird Komax am 17. März bekannt geben.

Komax konzentriert sich auf Lösungen in der Kabelverarbeitung, insbesondere für die Automobilzulieferer. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 2’200 Mitarbeitende.

Die Aktien von Komax sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 187.80 CHF für eine Aktie bezahlt.

ra/rw

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