Titlis Bergbahnen: Besucherrekord mit 1.24 Mio. Fahrgästen, aber weniger Gewinn in 2018/19

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Der Bergbahnbetreiber Titlis hat im Geschäftsjahr 2018/19 bei den Besucherzahlen den Rekord aus dem Vorjahr übertroffen. Dennoch bleiben der Betriebsertrag und vor allem die Gewinne hinter den Rekordwerten aus dem Vorjahr zurück. Der Start in die Wintersaison 2019/20 sei derweil erfreulich verlaufen.

In konkreten Zahlen: Mit 1.24 Mio. Fahrgästen wurde wie schon im Vorjahr ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Das Geschäftsergebnis sank allerdings um 1,8% auf 77.6 Mio. CHF. Das leichte Minus sei entstanden, weil im Titlis Resort im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Wohnungen zum Verkauf standen, teilte der Bahnbetreiber am Donnerstag mit.

Die Auslastung sei mit 628’287 Besuchern im Sommerhalbjahr und 610’612 im Winter sehr ausgeglichen gewesen. Dabei hätten die Bereiche Schneesport und Einzelreisende leicht zugelegt, während das Segment Gruppenreisen leicht rückläufig gewesen sei.

Gewinne deutlich unter Vorjahr

Die positive Gästeentwicklung schlug sich allerdings nicht auf die Gewinnebene nieder. So sank das EBITDA um 7,8% auf 30.5 Mio. CHF. Und unter dem Strich resultierte ein um knapp 24% tieferer Reingewinn von 13.3 Mio. CHF.

Die Gründe für das schwächere Abschneiden sind auf den Schneesportbetrieb zurückzuführen. Durch den späten Wintereinbruch seien insbesondere die Strom- und Wasserkosten für die technische Beschneiung gestiegen, heisst es im Communiqué. Und die grossen Schneemengen Mitte Saison hätten dann wiederum höhere Räumungskosten verursacht.

Zudem nahmen die Abschreibungen wie erwartet auf 15.3 Mio. CHF zu (+16,5%), weil namentlich die Kosten für das Projekt Titlis 3020 über eine kurze Dauer abgeschrieben würden.

Die Aktionäre sollen dennoch in den Genuss einer Dividende auf Vorjahresniveau von 9,40 CHF je Anteilsschein kommen.

Geglückter Start in die Wintersaison

Mit dem Start in die Wintersaison 2019/20 zeigen sich die Titlis Bergbahnen derweil zufrieden. Trotz wenig Schnee seien die Pistenverhältnisse dank technischer Beschneiung sehr gut gewesen, heisst es. Und das „Prachtswetter“ sowie die günstig gelegenen Feiertage hätten über Weihnachten zu Rekordzahlen geführt.

Zudem sei mit der Eröffnung der Sesselbahn Engstlen das Winterangebot attraktiver geworden. Von Anfang November bis Ende Januar liegen die Ersteintritte auch um 7,7% über der Vergleichsperiode des Vorjahres und um 12,4% über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Rückschläge wegen Coronavirus „im Rahmen“

Mit Blick auf die Situation rund um das Coronavirus geht der Bergbahnbetreiber davon aus, dass sich die Rückgänge im Rahmen halten. Am 24. Januar erliessen die chinesischen Behörden wegen des Virus ein Verbot zum Verkauf von Pauschalreisen. Dies komme einem Reiseverbot gleich, so die Titlis Bergbahnen.

Die Monate Februar und März seien allerdings keine traditionellen Reisemonate in China; sollte sich die Situation jedoch auf andere Überseemärkte ausdehnen und länger als die Wintersaison andauern, sei mit grösseren Einbussen zu rechnen.

Die Aktien der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 333 CHF für eine Aktie bezahlt.

jl/kw

 

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