
Die Schweizer Energieunternehmen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Beteiligungen eingegangen, um sich den Zugang zur Produktion erneuerbarer Energien zu sichern. Zu den Beteiligungsgesellschaften gehören auch die Aventron AG und Swisspower Renewables. Beide Unternehmen gaben am 7. Januar 2026 in einer Medienmitteilung bekannt, dass sie «die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit prüfen».
Synergien nutzen, Potenzial für erneuerbaren Ausbau erschliessen
Ziel sei es, Synergien besser zu nutzen, um die aktuellen Herausforderungen der Energiebranche erfolgreich zu bewältigen und das Potenzial für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion zu erschliessen, heisst es in der Medienmitteilung. Wie diese Zusammenarbeit konkret aussehen könnte, wird nicht ausgeführt. Über die weitere Entwicklung soll zu gegebener Zeit informiert werden.
Auf Nachfrage von schweizeraktien.net erklärt Aventron-CEO Eric Wagner, dass es noch keine weiteren Informationen gebe, da man noch ganz am Anfang des Prozesses stehe. Der Grund für die Medienmitteilung sei gewesen, dass man die Öffentlichkeit von Beginn an transparent informieren wolle.
Bern und Winterthur bei Aventron und Swisspower dabei
Aventron kauft und betreibt Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke in der Schweiz, Deutschland, Italien, Norwegen, Frankreich und Spanien. Per Ende Juni 2025 umfasste die installierte Leistung des Aventron-Kraftwerksparks 826 MW. Die Aventron AG mit Sitz in Münchenstein gehört über die Aventron Holding zu 63,3% der Primeo Greenpower AG, der ewb Natur Energie AG sowie der Stadt Winterthur; die Primeo Gruppe hält gemäss Geschäftsbericht der Aventron AG die Mehrheit der Beteiligungsrechte. Die übrigen Aktien befinden sich im Besitz des UBS Clean Energy Infrastructure Fund II (7,1%) und von Crédit Mutuel Equity (5,9%). Rund 4,8% der Aktien werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt.
Bei der Swisspower Renewables AG mit Sitz in Zug handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft, die elf Swisspower-Stadtwerken sowie einem Fonds von Swiss Life Asset Management gehört. Unter den elf Stadtwerken finden sich auch ewb in Bern und die Stadtwerke Winterthur. Swisspower Renewables hat gemäss Medienmitteilung in Deutschland und Italien ein Portfolio von Produktionsanlagen für erneuerbaren Strom aufgebaut. Dieses besteht ebenfalls aus den Bereichen Wasser-, Wind- und Sonnenenergie. Die installierte Gesamtleistung wird mit 311 MW angegeben.
Kursrückgang auf OTC-X
In den vergangenen Jahren ist die Aventron AG durch regelmässige Kapitalerhöhungen stark gewachsen. Die letzte Kapitalerhöhung im Juni 2024 spülte Aventron nochmals 60 Mio. CHF in die Kassen. Diese sollen in den weiteren Aufbau von Beteiligungen investiert werden. Als Ziel gab das Unternehmen eine installierte Gesamtleistung von 1’000 MW bis Ende 2030 aus.

Die Aktien wurden seinerzeit zu 12.50 CHF ausgegeben. Zwischenzeitlich hat der Aktienkurs auf OTC-X mehr als 30% verloren. Zuletzt wurden 8 CHF je Aktie bezahlt. Bei einer konstanten Ausschüttung je Aktie von 32 Rappen, die für 2024 ausbezahlt wurde, beträgt die Dividendenrendite 4,0 %.






Die AVENTRON-Aktie rentiert sich, denn die Sonne scheint – sogar im Winter – und auch der Wind weht