SSE Group: Sprengstoffgeschäft soll in französische EPC Groupe integriert werden

Valsynthèse bleibt Bestandteil der SSE Group

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Sprengstoffe für zivile Anwendungen, wie z.B. im Tunnelbau, gehören zum Tätigkeitsgebiet der SSE Group. Bild: www.civil-explosives.com

Das Walliser Sprengstoff- und Feinchemieunternehmen SSE Group hat exklusive Verhandlungen mit der französischen EPC Groupe über eine Zusammenführung ihrer Aktivitäten im Bereich der zivilen Sprengstoffe und Bohr-Sprengtechnik aufgenommen. Dies geht aus einer Medienmitteilung der beiden Unternehmen vom 24. Februar 2026 hervor.

Bereich zivile Sprengstoffe soll in EPC eingebracht werden

Die Transaktion sieht vor, dass SSE ihre Sparte für zivile Sprengstoffe und Bohr-Sprengtechnik in die EPC Groupe einbringt und im Gegenzug eine strategische Beteiligung am kombinierten Unternehmen erhält. Damit würde sich SSE gemäss Mitteilung an der Entwicklung eines führenden europäischen Anbieters in diesem Sektor beteiligen. Die EPC Groupe ist an der Euronext in Paris kotiert. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von knapp 592 Mio. Euro.

Das Marktumfeld sei zunehmend von Innovationsdruck, Nachhaltigkeitsanforderungen und wachsendem Wettbewerb geprägt, heisst es weiter. Vor diesem Hintergrund stelle das Projekt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung der Gruppe dar. Die angestrebte Transaktion basiere auf einer starken industriellen, technologischen und geografischen Komplementarität der beiden Unternehmen. Erwartet werden eine höhere Innovationskraft, eine erweiterte Marktpräsenz sowie zusätzliche langfristige Wachstumsperspektiven auf globaler Ebene.

Valsynthèse bleibt Bestandteil der SSE Group

Nicht Teil der Transaktion ist die Feinchemiesparte von SSE. Die Holding wird die Division rund um die Valsynthèse SA in Gamsen (VS) behalten, die sich weiterhin eigenständig entwickeln soll. Operativ soll sich gemäss der Mitteilung vorerst nichts ändern. Der Geschäftsbetrieb werde unverändert fortgeführt, und es seien keine Auswirkungen auf die Arbeitsplätze zu erwarten, heisst es weiter.

Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan spricht von einer «Chance, ein neues Kapitel in der Entwicklung der SSE Group aufzuschlagen». Der Schritt ermögliche es, «unsere industrielle Expertise zu nutzen und aktiv an der europäischen Konsolidierung der Branche teilzunehmen, ohne unsere Wurzeln in der Schweiz aufzugeben», so Loretan.

Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Due-Diligence-Prüfung sowie der üblichen Bedingungen. Die Generalversammlung soll frühestens im Juni 2026 über den Abschluss befinden. Über wesentliche Entwicklungen will das Unternehmen zu gegebener Zeit informieren.

Der Aktienkurs der SSE Holding hat sich in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt. Chart: otc-x.ch

Die Aktien der SSE Holding AG werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 6’250 CHF für eine Aktie bezahlt, was einer Marktkapitalisierung von 183.8 Mio. CHF entspricht. Die Marktkapitalisierung von EPC liegt bei 531 Mio. Euro.

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