Auto AG Group: Die Pipeline mit Zukunftsprojekten ist gut gefüllt

Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte - Dividende auf 15 CHF je Aktie erhöht

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168 Aktionärinnen und Aktionäre sowie rund 50 Gäste fanden den Weg an die GV der Auto AG in Rothenburg. Alle Bilder: Sandra Blaser

Gegründet vor 108 Jahren als regionales Transportunternehmen für die Region Luzern, hat sich die Auto AG zu einer Unternehmensgruppe entwickelt, die heute schweizweit Nutzfahrzeuge verkauft, Werkstätten betreibt, öffentlichen Verkehr fährt, Gewerbeimmobilien vermietet und Schülertransporte organisiert. An der jüngsten Generalversammlung vom 6. Mai präsentierten Verwaltungsratspräsident Walter Huber und CEO Marc Ziegler mit 5.05 Mio. CHF nicht nur das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Sie zeigten auch auf, welche Zukunftsprojekte die Gruppe in der Pipeline hat. Die Aktionärinnen und Aktionäre dürfte dies freuen, denn als zuverlässiger Dividendenzahler verfügt das Unternehmen weiterhin über Wachstumspotenzial.

Rentabilität deutlich erhöht

Die 108. Generalversammlung der Auto AG Holding verlief wie gewohnt speditiv – ganz so, wie man es aus dem Automobilgeschäft kennt. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Marc Ziegler, den Walter Huber als «Zugpferd» der Gruppe bezeichnete. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz aufgrund des Verkaufs der Camper- und Karosserieaktivitäten mit 176.7 Mio. CHF zwar unter dem Vorjahreswert. Dafür stieg die Rentabilität deutlich. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Gruppe kletterte von 6.2 Mio. CHF auf 7.2 Mio. CHF. Alle Bereiche entwickelten sich gut. Lediglich im Nutzfahrzeuggeschäft verzeichnete die Gruppe tiefere Verkaufszahlen.

Zweistelliges Wachstum bei Schülertransporten

Positiv hob Marc Ziegler die Schülertransporte der Tochtergesellschaft Auto AG Bus hervor: «Nach der Aufbauphase sind wir in die Optimierung übergegangen, sodass der Bereich der privaten Personentransporte ein starkes Resultat lieferte», sagte Ziegler. Seit sechs Jahren wachse der Bereich organisch zweistellig. Künftig wolle man nur noch selektiv wachsen und Kunden mit hohem Qualitätsanspruch berücksichtigen, erklärte der CEO. Damit machte er deutlich, dass sich das Unternehmen nicht an einem Preiskampf beteiligen will.

CEO Marc Ziegler zeigte die im Geschäftsjahr 2025 erzielten Erfolge der Gruppe auf.

Erwähnt wurden von Ziegler auch die Fortschritte im Importgeschäft über die BF Import AG, die hohe Auslastung der Immobilien als stabiler Ertragspfeiler sowie die fortschreitende Elektrifizierung des Fuhrparks im öffentlichen Personentransport. Ab 2027 sollen sämtliche 12-Meter-Busse in Rothenburg elektrifiziert sein.

Fit für die Zukunft

Zum Abschluss der Generalversammlung skizzierte Walter Huber die Zukunftsvisionen der Gesellschaft. Die Gruppe wolle fit sein, um im Nutzfahrzeuggeschäft Marktanteile zu gewinnen. Eine wichtige Rolle soll dabei auch die BF Import AG spielen. Ebenso wolle man die Voraussetzungen schaffen, um weitere Übernahmen im Bereich Nutzfahrzeughandel und -service tätigen zu können. In den vergangenen Jahren hatte sich die Auto AG Group mit den Übernahmen von Nater in der Ostschweiz und Nepple im Baselbiet und Tessin vergrössert. «Die Konsolidierung in unserer Branche wird weitergehen», sagte Huber mit Blick auf die sich daraus ergebenden Chancen.

VRP Walter Huber stimmte die Aktionärinnen und Aktionäre auf die Zukunftsprojekte ein.

Wachstumspotenzial ortet der Verwaltungsratspräsident auch bei den privaten Personentransporten der erst 2019 lancierten Auto AG Bus. Dabei verwies er auf die Software und die Disposition, mit denen täglich Transporte von 2700 Schülerinnen und Schüler sicher organisiert werden. Die Technologie und das Netzwerk seien erst der Anfang neuer Mobilitätslösungen, welche die Auto AG Group künftig in der Region anbieten könne, deutete er an.

Als weiteres Wachstumsfeld nannte Huber zudem das Immobilienportfolio der Gruppe. «Wir haben spannende Projekte in Wigoltingen und Frenkendorf in der Pipeline», sagte er. Natürlich könnten nicht alle Projekte sofort realisiert werden. Dies sei jedoch auch nicht das Ziel. Vielmehr wolle die Gruppe künftig Schritt für Schritt solide wachsen, ohne das Ergebnis zu belasten.

CFO Walter Odermatt verabschiedet

An der Generalversammlung verabschiedet wurde zudem Walter Odermatt, der das Unternehmen während mehr als 30 Jahren als Finanzchef geprägt hat. «Es wurden nur Projekte genehmigt, wenn Walter diese positiv beurteilt hat», hob Huber hervor. Derzeit verfüge die Auto AG Holding über ein tragfähiges Fundament, um auch die Turbulenzen zu überstehen, die sich aus dem anspruchsvollen geopolitischen Umfeld ergeben würden.

Der langjährige CEO Walter Odermatt (l.) wurde von Marc Ziegler mit einem Präsent verabschiedet.

Walter Huber zeigte sich zudem erfreut, dass er das Versprechen einer Dividendenerhöhung, das er vor zwei Jahren an der Generalversammlung abgegeben hatte, nun erfüllen konnte. Die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre stimmten der Ausschüttung von 15 CHF je Aktie sowie allen weiteren Traktanden grossmehrheitlich zu. Anschliessend genossen sie das feine Nachtessen in der Turnhalle Chärnsmatt in Rothenburg.

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