Rigi Bahnen: Ein Berg, ein Team, ein gemeinsamer Erfolg

Neue Strategieperiode 2026–2030 eingeleitet – Zuversicht trotz anspruchsvollem Umfeld

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Karl Bucher, Verwaltungsratspräsident der Rigi Bahnen AG, berichtete von einem Rekordjahr 2025. Alle Bilder: André Grimm

Die Rigi Bahnen AG blickt auf ein Rekordjahr zurück – und richtet den Blick gleichzeitig nach vorne. An der Generalversammlung mit rund 550 anwesenden Aktionärinnen und Aktionären standen neben starken Geschäftszahlen insbesondere zwei Themen im Zentrum: der gelebte Teamgeist und die neue Strategieperiode 2026–2030.

Verwaltungsratspräsident Karl Bucher und CEO Frédéric Füssenich machten deutlich, welche Faktoren hinter der erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre stehen. Neben einer konsequent umgesetzten Qualitätsstrategie sei es vor allem das gemeinsame Verständnis als Team, das den Erfolg trage.

«Wir konzentrieren uns auf das, was wir selbst ändern können», sagte CEO Frédéric Füssenich mit Blick auf geopolitische Unsicherheiten und wirtschaftliche Herausforderungen. Gerade in einem anspruchsvollen Umfeld setzten die Rigi Bahnen ihre Strategie «Qualität schafft Mehrwert» konsequent um.

Rekordzahlen bestätigen den eingeschlagenen Weg

Der Erfolg zeigt sich auch in den Kennzahlen. Mit 1,02 Millionen transportierten Gästen erreichten die Rigi Bahnen 2025 einen neuen Höchstwert. Noch nie zuvor reisten so viele Menschen auf die «Königin der Berge». Auch finanziell markierte das vergangene Geschäftsjahr neue Bestmarken: Der Umsatz stieg auf 39.9 Mio. CHF, der Gewinn erreichte 7.6 Mio. CHF.

Besonders erfreulich sei laut Karl Bucher die Entwicklung auf der Schwyzer Seite des Berges gewesen. Im Jubiläumsjahr «150 Jahre Arth-Rigi-Bahn» habe die Gesellschaft auch dort zusätzliche Gäste gewinnen können.

Frühere Differenzen zwischen den Bahnen gehörten heute der Vergangenheit an. «Man tritt heute als ein Berg und ein gemeinsames Team auf», betonte Bucher. Dieser gemeinsame Auftritt sei ein zentraler Erfolgsfaktor.

Teamgeist als Fundament des Erfolgs

Urs Wulllschleger verabschiedete sich nach 18 Jahren im Verwaltungsrat der Bahnen und ging dabei auf dem Teamgeist der Gruppe ein.

Mehrfach wurde an der Generalversammlung deutlich: Der Erfolg der Rigi Bahnen basiert auf Zusammenarbeit.

Bei der Verabschiedung der langjährigen Verwaltungsräte Urs Wullschleger und Mischa Hasler – nach 18 beziehungsweise 12 Jahren im Gremium – würdigte Karl Bucher deren Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens. Während ihrer Amtszeit vollzogen die Rigi Bahnen den Wandel von einer klassischen Bergbahn hin zu einem integrierten Tourismusunternehmen.

Zu den Meilensteinen zählen unter anderem der Beitritt zum Generalabonnement, der Ausbau des internationalen Geschäfts, die Gründung der Rigi Plus AG, die Bestellung neuen Rollmaterials, der Bau des Hochperrons sowie die Weiterentwicklung von Markenauftritt und Gastronomiekonzept. «Vor 18 Jahren erzielten die Rigi Bahnen einen Umsatz, der in der Höhe unseres letzten EBITDA lag», sagte Bucher und zeigte damit die wirtschaftliche Entwicklung eindrücklich auf.

Auch Urs Wullschleger stellte den Teamgedanken ins Zentrum seiner Abschiedsworte: «Unter Team verstehen wir eben nicht nur die Mitarbeitenden, sondern alle Leistungsträger am Berg und die anderen Stakeholder.» Dass dieser Ansatz bei den Gästen ankommt, zeigen die konstant hohen Zufriedenheitswerte bei Befragungen.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Markus Barth und Samuel Vörös.

Strategie 2026–2030: Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit

Rigi Bahnen-CEO Frédéric Füssenich hob die Vision «Qualität schafft Mehrwert» in seiner Rede hervor.

Mit der neuen Strategieperiode 2026–2030 wollen die Rigi Bahnen ihre Position weiter stärken und gleichzeitig widerstandsfähig gegenüber Krisen bleiben. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Vision «Qualität schafft Mehrwert», eine konsequente Gästeorientierung und eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch künftig der Sicherheit, die weiterhin höchste Priorität hat, erklärte CEO Füssenich. In diesem Zusammenhang verwies er auf die geplante neue Gondelbahn Weggis–Rigi Kaltbad und deren sicherheitstechnische Vorteile. Von behördlicher Seite liegen positive Signale vor, die finale Bewilligung wird bis Ende Juni erwartet.

Ebenfalls Teil der Zukunftsplanung ist eine neue Parkierungsanlage in Weggis, welche heutigen ökologischen Anforderungen entsprechen soll. Beim Thema Nachhaltigkeit verfolgen die Rigi Bahnen konkrete Ziele: Bis 2030 sollen die CO₂-Emissionen im Scope 1 und 2 um 60 Prozent reduziert, erneuerbare Energien ausgebaut und regionale Projekte verstärkt gefördert werden.

Mehr Gäste im Winter, mehr Wertschöpfung pro Besuch

Ein zentrales strategisches Ziel der kommenden Jahre ist die bessere Auslastung in den Wintermonaten. Kooperationen wie das Rigi-Lichtfestival sowie gezielte Marketingmassnahmen sollen zusätzliche Gäste in weniger stark frequentierten Zeiten auf die Rigi bringen. Gleichzeitig will das Unternehmen die Wertschöpfung pro Gast weiter steigern.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich CEO Füssenich vorsichtig optimistisch. Die Zahlen von Januar bis April bewegten sich auf Vorjahresniveau. Die Inlandsnachfrage bleibe trotz eines anspruchsvollen Winters stabil. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen insbesondere im US-Markt sowie in Mittelamerika.

Ob 2026 erneut ein Rekordjahr oder eher ein Jahr der Konsolidierung werde, sei noch offen, erklärte Verwaltungsratspräsident Karl Bucher. Die Zielrichtung sei jedoch klar. «Wir arbeiten als Team gemeinsam daran, die Erfolgsgeschichte der Rigi Bahnen weiterzuschreiben.»

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