
Nach dem Rekordjahr 2024/2025 konnten die Arosa Bergbahnen ihre Ergebnisse im Geschäftsjahr 2025/2026 erneut verbessern und damit das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte verbuchen. Die Gästeeintritte in der Sommersaison erreichten mit 158‘000 einen der höchsten Werte der letzten Jahre – ein Plus von 8,2% gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich dazu gingen die Wintereintritte leicht um 0,3% auf 1.42 Mio. Gäste zurück, trotz eines schneearmen Winters. In allen Kerngeschäftsbereichen – Verkehrsertrag, Berggastronomie, Beherbergung – verzeichneten die Arosa Bergbahnen Wachstum.
Rekordwerte bei Ertrag, EBITDA und Gewinn
Der Betriebsertrag des Bündner Bergbahnunternehmens erreichte mit 38.46 Mio. CHF einen neuen Höchstwert – ein Plus von 3,8% gegenüber dem Vorjahr. Dazu beigetragen hat insbesondere die Berggastronomie, deren Erträge um 7,9% auf 10.40 Mio. CHF gestiegen sind. Erstmals wurde in der Gastronomie die 10-Mio.-CHF-Marke überschritten. Viele Sonnentage und attraktive Terrassenbedingungen hätten dazu beigetragen, so die Arosa Bergbahnen in ihrer Mitteilung. Trotz eines um 2,8% gestiegenen Betriebsaufwands konnten in verschiedenen Bereichen Effizienzsteigerungen erzielt werden, sodass sich das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA um 5,3% auf 14.89 Mio. CHF verbesserte. Die EBITDA-Marge legte leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 38,7% zu. Unter dem Strich verblieb ein Jahresgewinn von 3.65 Mio. CHF – 52,7% mehr als im Vorjahr. Der Cashflow des Unternehmens erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025/2026 um 4,1% auf 13.67 Mio. CHF.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung erneut eine Ausschüttung von 4% auf dem Nominalwert vor, was 4.00 CHF pro Aktie entspricht – unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Wie im April angekündigt, wird Philipp Holenstein Ende 2026 sein Amt als CEO an Stefan Reichmuth übergeben, der ab dem 1. November die Geschäftsführung übernehmen wird.
Die Generalversammlung der Arosa Bergbahnen AG findet am 26. September 2026 im Sport- und Kongresszentrum Arosa statt.
Fazit
Der erste Eindruck des Geschäftsjahres 2025/2026 ist äusserst positiv für die Arosa Bergbahnen. In mehreren Geschäftsbereichen hat sich das Unternehmen gesteigert, was sich auch in den Finanzzahlen widerspiegelt. Anleger dürften damit etwas mehr Ruhe im Hinblick auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens finden – dies gerade angesichts des Grossprojekts im Hörnli-Gebiet, das nach aktuellem Projektstand rund 67 Mio. CHF kosten soll. Im Geschäftsjahr 2026/2027 sind Investitionen in Höhe von rund 10 Mio. CHF vorgesehen – 2.5 Mio. CHF mehr als im vergangenen Geschäftsjahr.
Was die Medienmitteilung nicht ausweist, sind die Bilanzzahlen. Der Finanzaufwand ist 2025/2026 um 16,8% gesunken, was auf eine höhere Eigenkapitalquote und eine niedrigere Verschuldung hindeuten könnte. Eine endgültige Bestätigung ist dies jedoch nicht – erst mit dem Geschäftsbericht wird sich zeigen, wie sich die Bilanz tatsächlich entwickelt hat.

Die Aktien der Arosa Bergbahnen AG werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 130 CHF für eine Aktie bezahlt. Bei einem Gewinn/Aktie von 23.36 CHF beträgt das Kurs-/Gewinn-Verhältnis tiefe 6. Auch die Dividendenrendite ist bei einer Ausschüttung von 4 CHF je Aktie mit 3,1% attraktiv.





