CasaInvest Rheintal AG: Reingewinn übersteigt erstmals 4 Mio.-Franken-Grenze

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CasaInvest hat im Herbst 2013 diese Gewerbe- und Logistikhalle in Salez erworben. Bild: CasaInvest
CasaInvest hat im Herbst 2013 diese Gewerbe- und Logistikhalle in Salez erworben. Bild: CasaInvest

Die im St. Galler Rheintal tätige Immobiliengesellschaft CasaInvest Rheintal AG konnte auch im Geschäftsjahr 2013 wieder moderat wachsen. Der Reingewinn übertraf mit knapp 4.2 Mio. CHF erstmals die 4 Mio.-Franken-Marke. Zudem sicherte sich die Gesellschaft in 2013 dank einer erfolgreichen Kapitalerhöhung über 41’800 Aktien frische Mittel in Höhe von 10.6 Mio. CHF, welche für neue Projekte zur Verfügung stehen. Die Aktionäre sollen für 2013 statt einer Dividende eine (steuerfreie) Ausschüttung aus der Kapitaleinlage in Höhe von 6 CHF je Aktie erhalten.

Insgesamt gibt sich Geschäftsführer Matthias Hutter angesichts der erreichten Ziele im letzten Jahr auch für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich. Allerdings weist er daraufhin, dass die CasaInvest vor allen Dingen qualitativ wachsen möchte. Der Rheintaler Immobilienmarkt funktioniere nach wie vor gut, so Hutter. Jedoch seien die anhaltend robuste Bautätigkeit und die damit verbundene Angebotsausweitung spürbar. Er betrachtet daher die Portfolioausweitung im Bereich der Wohnliegenschaften bei den derzeitigen Marktverhältnissen als schwierig. Oftmals würden Transaktionspreise bezahlt, welche für CasaInvest nicht nachvollziehbar seien. Daher konzentriert sich das Unternehmen auf gewerblich genutzte Immobilien. Im Geschäftsjahr 2013 wurde in der Ortschaft Salez eine Produktions- und Lagerhalle mit Baulandreserven in einem Industriegebiet (siehe Foto) erworben. Das 161.2 Mio. CHF schwere Portfolio der CasaInvest umfasst derzeit mit einem Anteil von 49.3% Gewerbeliegenschaften, 34.3% Wohnliegenschaften und 16.4% Entwicklungsprojekte.

Im Geschäftsjahr 2013 stieg der Ertrag aus Vermietungen um knapp 2% auf 7.5 Mio. CHF. Da allerdings auch der Liegenschaftsaufwand mit 1.2 Mio. CHF deutlich zulegte, erreichten die Nettoerlöse aus der Vermietung mit knapp 6.3 Mio. CHF nur das Vorjahresniveau, wie aus dem Geschäftsbericht der Gesellschaft hervorgeht. Während Finanz- und Betriebsaufwand nur leicht über den Werten des Vorjahres lagen, wies dies Gesellschaft mit 1.9 Mio. CHF (Vorjahr: 1.3 Mio. CHF) einen höheren Wert für den Erfolg aus der Neubewertung der Liegenschaften aus. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 4.2 Mio. CHF. Durch die Aktienkapitalerhöhung verbesserten sich die Bilanzrelationen. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 55.5 Mio. CHF oder 33.4% der Bilanzsumme. Wie Matthias Hutter bereits früher in einem Interview mit schweizeraktien.net sagte, finanziert die Gesellschaft Objekte stets mit 35% Eigenkapital und 65% fremden Mitteln. Im Bezug auf den Jahresabschluss weist Hutter auch wieder auf die konservative Bewertung des Immobilienportfolios durch einen unabhängigen Schätzer hin. Angesichts des stark zunehmenden Angebots an Wohnimmobilien im Rheintal bleibt das Unternehmen bei der Bewertung des Portfolios vorsichtig. Von der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative erwartet der CasaInvest-CEO eine „dämpfende Wirkung“ auf den Immobilienmarkt in der Grenzregion zu Österreich und Deutschland. Wie stark diese ausfalle, hänge allerdings von der Ausgestaltung und den Kontingenten für das Rheintal ab, so Hutter. Aufgrund der teilweise hohen Preise für Wohnimmobilien sieht Matthias Hutter für die Casainvest vor allen Dingen Chancen mit eigenen Entwicklungsprojekten.

Durch die Kapitalerhöhung im August 2013 hat sich die Gesellschaft Kapital für weiteres Wachstum beschafft und zugleich die Eigenmittelquote verbessern können. Mit 33.4% ist diese Branchenvergleich allerdings immer noch recht tief. Positiv zu werten ist auch, dass mit dem Betriebswirtschafts-Professor Roland Waibel an der Generalversammlung vom 17. April eine unabhängige Person als Ersatz für Gabriel Hutter in den Verwaltungsrat der Gesellschaft gewählt werden soll. Derzeit werden die Aktien der CasaInvest Rheintal AG auf der Plattform OTC-X der Berner Kantonalbank (BEKB) zu Preisen von 273 CHF gehandelt. Damit notieren sie leicht über dem inneren Wert von 266 CHF je Aktie. Die Dividendenrendite liegt bei 2.2%. Verglichen mit anderen ausserbörslich gehandelten oder börsenkotierten Immobilien-AGs wie Espace Real Estate oder Fundamenta, welche teilweise mit einem Abschlag zum inneren Wert (NAV) gehandelt werden, sind die Papiere höher bewertet. Sie eignen sich daher vor allen Dingen für Investoren, die gezielt in ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio u.a. mit Gewerbeliegenschaften im St. Galler Rheintal investieren möchten.

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