Parkresort Rheinfelden AG: setzt aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fort

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Das Parkresort Rheinfelden mit der Wellness-Welt sole uno und dem Parkhotel am Rhein. Bild: www.parkresort.ch
Das Parkresort Rheinfelden mit der Wellness-Welt sole uno und dem Parkhotel am Rhein. Bild: www.parkresort.ch

Die Aktionäre der Parkresort Rheinfelden Holding AG können sich freuen. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Bäder- und Klinik-Gruppe mit 47.5 Mio. CHF einen Rekordumsatz. Auch der Gewinn legte kräftig auf 3.1 Mio. CHF zu. An der Generalversammlung vom 24. Juni 2014 sollen die Aktionäre daher eine Dividende von 25 CHF pro Aktie beschliessen, die zur Hälfte aus dem Agio und damit steuerfrei ausgeschüttet werden soll. VR-Präsident Thomas Kirchhofer hatte diesen Schritt bereits im November 2013 in einen Interview mit „schweizeraktien.net“ angekündigt. Auch in Zukunft können die Aktionäre – einen stabilen Geschäftsgang vorausgesetzt – mit einer Erhöhung der Ausschüttungen rechnen. Mittelfristig sollen nach den Vorstellungen des VR-Präsidenten und Hauptaktionärs Kirchhofer bis zu 75% des jährlichen Konzerngewinns als Dividende ausgezahlt werden. Derzeit liegt die Ausschüttungsquote bei etwas mehr als einem Drittel des Reingewinns.

Nach den massiven Investitionen der vergangenen Jahre kommt die Gesellschaft nun offenbar in eine Art „Erntephase“. Mit dem Bäderbetrieb erzielte die Gesellschaft bei einem Rekordumsatz von über 16 Mio. CHF (+ 3.7%) einen Cashflow von 5.1 Mio. CHF und einen Reingewinn von 1.8 Mio. CHF. In der Wellness-Welt „sole uno“ zählte die Tochtergesellschaft Bad Rheinfelden AG im letzten Jahr 559’260 Eintritte (+ 5.7%). Dies geht aus dem Geschäftsbericht 2013 hervor. Der Bruttoertrag der Salina Medizin AG, die eine Rehaklinik betreibt sowie Facharztleistungen und Therapien anbietet, stieg um mehr als 17% auf 13.5 Mio. CHF. Nach einer „schwarzen Null“ im Vorjahr konnte der Medizinbereich in 2013 einen Gewinn von 534’000 CHF zum Gruppenergebnis beisteuern. Verbessert hat sich auch die Auslastung im Park-Hotel am Rhein. Bei einer Zimmerauslastung von 60.7% (Vorjahr: 58.5%) erzielte der Betrieb mit Logement- und Restaurationsumsätzen einen Ertrag von 11.1 Mio. CHF. Unter dem Strich verblieb hier ein Gewinn von 638’000 CHF. Auch die Bäderbetriebe in der deutschen Stadt Baden-Baden, an der die Parkresort-Gruppe über die Carasana Bäderbetriebe GmbH mit 50% beteiligt ist, entwickelte sich positiv und erzielte einen Gewinn von 387’000 EUR. Dieser wurde allerdings durch Aufwendungen für Revisionsarbeiten negativ beeinflusst. Sämtliche Zahlen zeigen, dass sich alle Tochtergesellschaften innerhalb der Parkresort Rheinfelden-Gruppe positiv entwickelten. Dies unterstreicht auch ein Blick in die Bilanz, die bisher eine hohe Verschuldung aufwies. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnte die Gesellschaft das Fremdkapital um 5 Mio. CHF reduzieren. Die übrigen Hypothekarschulden in Höhe von 40 Mio. CHF wurden nach Auskunft von Thomas Kirchhofer in Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten gestaffelt, so dass die aktuell niedrigen Zinsen für die nächsten zehn Jahre gesichert sind. Sofern sich die Ertragssituation in den kommenden Jahren weiterhin auf dem heutigen Niveau entwickle, könne die Parkresort-Gruppe in dieser Frist die Schulden komplett amortisieren, so Kirchhofer. Er fügt allerdings hinzu: „Vorausgesetzt, wir investieren nicht wieder.“

Angesichts der guten finanziellen Performance stellt sich die Frage, ob und wo es für die Gesellschaft noch Wachstumsmöglichkeiten gibt. Im Bäderbereich werden heute an guten Tagen schon die Kapazitätsgrenzen erreicht. Schwache Tage sollen daher besser ausgelastet und der Umsatz pro Gast durch Zusatzleistungen erhöht werden. Auch im Medizinbereich und der Hotellerie ortet Kirchhofer noch Verbesserungspotenzial. Er hält im Parkhotel am Rhein eine Auslastung von 80% für möglich. Auch im Immobilienbereich hat er noch Wachstumspläne. Auf dem Baufeld „Parkplatz“ könnten einst 24 Wohnungen entstehen. Trotz der möglichen Projekte und Optimierungsmöglichkeiten ist sich der Verwaltungsratspräsident bewusst, dass sich das Wachstum in Rheinfelden in den kommenden Jahren verlangsamen wird. Im laufenden Geschäftsjahr 2014 bewegten sich die Eintritte im Bäderbereich auf Vorjahresniveau, während im Medizinbereich ein leichtes Wachstum zu verzeichnen sei, so Kirchhofer. Auch die Auslastung des Hotels liege um 4% über den Vorjahreswerten. Für das Gesamtjahr sind daher Zahlen mindestens auf Vorjahresniveau zu erwarten.

Der Aktienkurs der Parkresort Rheinfelden-Aktie bewegte sich auf der Handelsplattform OTC-X der Berner Kantonalbank (BEKB) über mehrere Jahre bei geringen Umsätzen in einer Bandbreite zwischen 480 und 600 CHF. Seit der Publikation des Jahresabschlusses 2013 hat die Aktie um mehr als 10% zugelegt und wird derzeit für 655 CHF gesucht und zu 800 CHF angeboten. 2013 gingen nur 203 Aktien auf OTC-X um. Auf der Basis des letztbezahlten Kurses von 660 CHF errechnet sich, bei einem Gewinn/Aktie von 63.1 CHF für 2013, ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von moderaten 10.5. Die Rendite beträgt bei einer Ausschüttung von 25 CHF rund 3.7%. Verglichen mit den anderen ausserbörslich gehandelten Bädergesellschaften Bad Schinznach AG (KGV: 6 inkl. a.o. Erträge aus Landverkauf, Div.-Rendite: 1.6%) und Thermalbad Zurzach AG (KGV: 16, Div.-Rendite: 2.5%) ist ein Investment in die Gesellschaft für langfristig orientierte Anleger bei Kursen um die 660 CHF attraktiv. Dies insbesondere, da in Zukunft mit weiter steigenden Ausschüttungen zu rechnen ist. Allerdings sind die Umsätze in dem Titel sehr gering, so dass Aufträge unbedingt limitiert werden sollten.

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