Invision: 20 Jahre als Partner von KMU und Investoren

Neuer Fonds in Vorbereitung - Büro in München geplant.

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Invision
Die Partner von Invision, Marco Martelli, Martin Staub und Frank Becker, mit SRF-Moderator Florian Inhauser. Bild: Sandra Blaser

Die Finanzindustrie durchlebte in den letzten 20 Jahren Höhen und Tiefen: erst Ende der 90er den New-Economy-Boom, der mit dem Platzen der Dotcom-Blase endete. Anschliessend den Boom am US-Immobilienmarkt und die Subprime-Krise. Und seit mehr als fünf Jahren einen nicht enden wollenden Boom an den Kapitalmärkten, befeuert durch das billige Geld der Nationalbanken.

Höhen und Tiefen in der Finanzbranche gut überstanden

Während dieser 20 Jahre tauchten in der Finanzbranche immer neue Player auf, die nach wenigen Jahren wieder verschwanden. Dem Platzen der Dotcom-Blase und der Subprime-Krise fielen auch einige renommierte Finanzhäuser zum Opfer. Umso erfreulicher war es für die Partner der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Invision, dass sie am 17. November ihr 20-jähriges Jubiläum feiern konnten. Im Restaurant und der Bar „Rüsterei“, einem ehemaligen Industriegebäude auf dem Sihlcity-Areal, begrüsste Managing Partner Frank Becker rund 200 Gäste aus der Finanzbranche und der Unternehmerwelt. „Unter den Gästen sind viele Menschen, die uns schon seit Jahren begleiten“, so Becker. Er wies dabei besonders auch auf die zahlreichen Unternehmer hin, die mit Invision in den letzten Jahren einen Teil ihres Weges zurückgelegt hatten.

Partner für KMU und Wachstum

Drei von ihnen holte der bekannte SRF-Tagesschaumoderator Florian Inhauser auf das Podium, um von ihnen zu erfahren, warum sie sich für den Verkauf ihrer Firmen an Invision entschieden hatten. Thomas Kirchhofer, CEO der Parkresort Rheinfelden-Gruppe, räumte zu Beginn seines Statements ein, dass er sich eigentlich nicht hätte vorstellen können, sein Lebenswerk an ein Beteiligungsunternehmen zu verkaufen. Darüber hinaus sei er auch noch nicht im Alter gewesen, in welchem sich eine Nachfolge aufgedrängt hätte. Daher habe er schon kurz nach der Kontaktaufnahme durch Invision Erkundigungen im Kreise befreundeter Unternehmen eingeholt. „Ich habe 20 andere Unternehmer zu Invision gefragt, und alle haben sich positiv geäussert. Das ist aussergewöhnlich und war für mich der Grund, die Gespräche fortzusetzen.“, meinte Kirchhofer, der das Gesundheitsunternehmen heute noch als VR-Delegierter führt.

Florent Rondez
Florent Rondez, CEO der Swiss Education Group. Bild: Sandra Blaser

Ähnliche Erfahrungen haben auch Florent Rondez von der Hotelfachschule Swiss Education Group (SEG) und Frank Litz vom Online-Tonerhandel Tonerpartner gemacht. SEG wollte erst gar nicht verkaufen, so Florent Rondez. Doch die Partner von Invision hätten den Eigentümer schlussendlich überzeugt, dass der gemeinsame Weg noch erfolgreicher sein könnte als der Alleingang. Dies hat sich nun auch bewahrheitet. Ins operative Geschäft redet ihm bis heute keiner der Invision-Partner rein. Und so können die Schüler aus der ganzen Welt an der Hotelfachschule heute immer noch eine Ausbildung durchlaufen, die der CEO der SEG als „Lebensschule“ bezeichnet.

Auf Wachstum setzt Frank Litz von Tonerpartner. „Wir erleben derzeit im Onlinehandel eine Revolution“, so Litz. Um schnell reagieren zu können, brauchte das Unternehmen einen starken Partner an seiner Seite. Gemeinsam mit Invision will Tonerpartner nun wachsen und weitere Unternehmen aus seiner Sparte hinzukaufen. Alle drei resümierten: „Am Schluss sind die Menschen bei Invision ausschlaggebend gewesen.“

Zufriedene Investoren sichern eine erfolgreiche Zukunft

Das Kapital, das den Unternehmen zufliesst, stammt aber nicht von Invision selbst. Invision managt das ihr von institutionellen Investoren wie Pensionskassen zur Verfügung gestellte Kapital. Florian Inhauser befragte daher auch die Kapitalgeber nach ihren Gründen, warum sie in einen der bisher sechs Fonds von Invision investiert haben. Über 750 Mio. Euro sind in den letzten 20 Jahren in mehr als 50 Firmen geflossen. Nathalie von Niederhäusern von der Finanzgesellschaft BlackRock erklärte, dass BlackRock die Beteiligung an einem Invision-Fonds im Rahmen einer Fusion übernommen habe. „Erst waren wir skeptisch und wollten uns von den Anteilen trennen“, so von Niederhäusern. Doch nach den Gesprächen mit den Partnern von Invision blieb BlackRock investiert und ist heute sehr zufrieden mit der Entwicklung der Invision-Fonds. Auch Nathalie von Niederhäusern betonte, dass am Ende die Menschen entscheidend seien.

Dass Invision nicht nur global agiert, sondern auch regional verankert ist, zeigte ein Statement von der Luzerner Kantonalbank. Diese hatte es geschafft, Invision davon zu überzeugen, nicht nur mit Grossbanken zusammenzuarbeiten. Offenbar hat sich diese Zusammenarbeit für beide Seiten bewährt: Sie besteht nun schon seit 17 Jahren.

Eine lange Partnerschaft besteht ebenfalls mit LGT Capital Partners, einem Tochterunternehmen der Private Banking und Asset Management Gruppe des Fürstenhauses von Liechtenstein, das über 25 Mrd. Franken in den Private-Equity-Sektor investiert hat. Andreas Hellmann erklärte, dass der Grossteil des Kapitals von institutionellen Investoren stamme. Trotz hoher Bewertungen am Kapitalmarkt seien Investments in privat gehaltene Firmen immer noch attraktiv für Investoren. Entscheidend für den Erfolg ist schlussendlich die Qualität der Unternehmen und die Qualität des Managements, welche unabhängig von Marktzyklen Werte schaffen.

Grundstein für die nächsten 20 Jahre gelegt

Auch für die geschäftsführenden Partner von Invision ist die Zusammenarbeit mit Menschen der Erfolgsfaktor. Es seien nicht nur die Kennzahlen entscheidend für Investitionen, sondern auch das Vertrauen in die Menschen hinter dem Unternehmen. Darauf wiesen Martin Staub, Marco Martelli und Frank Becker zum Abschluss der Jubiläumsfeier nochmals hin. Immerhin sind es mehr als 5’000 Firmen, welche Invision in den letzten Jahren angeschaut hat – aber nur in rund 1 Prozent davon wurde investiert. Frank Becker gab auch einen Blick in die Zukunft: «Wir werden nicht stehen bleiben», versprach er und kündigte an, im kommenden Jahr einen neuen Fonds zu lancieren und ein Büro in der bayerischen Landeshauptstadt München zu eröffnen.

Mit der Ankündigung des neuen Fonds hat Invision auch gleich ein Statement für die Zukunft abgegeben. Da Fonds von Beteiligungsgesellschaften wie Invision in der Regel für 10 bis 15 Jahre laufen, dürfte damit auch der Grundstein für die nächsten 20 Jahre und das 40-jährige Jubiläum gelegt sein.

Hier finden Sie weitere Fotos von der Invision-Jubiläumsfeier.

Rund 200 Geschäftspartner feierten mit Invision das Jubiläum. Bild: Sandra Blaser

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