Weiss+Appetito: Umsatz stabil, Cashflow legt im 1. Semester zu – Positive Betriebsergebnisse in allen Sparten

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Die Weiss+Appetito-Gruppe war für die Bodenbeläge des neuen Einkaufszentrums Welle7 in Bern verantwortlich. Bild: www.welle7.ch
Die Weiss+Appetito-Gruppe war für die Bodenbeläge des neuen Einkaufszentrums Welle7 in Bern zuständig. Bild: www.welle7.ch

Der Baudienstleister Weiss+Appetito informierte in einem Aktionärsbrief über einen erfreulichen Start ins laufende Geschäftsjahr 2016. In den ersten sechs Monaten habe sich der Umsatz mit 53 Mio. CHF auf Vorjahreshöhe und etwa 1.6 Mio. CHF über dem Budget bewegt, schreibt das Unternehmen. Auch der Cashflow (EBITDA) konnte mit 2.0 Mio. CHF den Vorjahreswert übertreffen. Im ersten Halbjahr 2015 erzielte das Unternehmen nur einen Cashflow von 1.7 Mio. CHF. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, konnten schon im Juni alle sechs Sparten positive Betriebsergebnisse ausweisen. Auch die Cash-Situation habe sich in der 1. Jahreshälfte weiterhin erfreulich entwickelt, so dass weitere Kredite hätten amortisiert werden können.

Nasser Frühling belastet etwas

In der Sparte Bausanierungen machten sich nach Angaben der Gesellschaft die Abkühlung im Baugewerbe und der lange, nasse Frühling in den Margen bemerkbar. In das zweite Halbjahr sei man mit einer guten Auftragslage gestartet, so Weiss+Appetito. Die Sparte Böden+Beläge konnte in der ersten Jahreshälfte Grossprojekte wie die Welle7 am Bahnhof Bern erfolgreich abschliessen. Der Ausblick in die zweite Jahreshälfte sei positiv. Im Rohrleitungs- und Anlagenbau hätten die im letzten Jahr eingeleiteten Restrukturierungen erste positive Resultate gezeigt. Obwohl die Margensituation gemäss der Gesellschaft anspruchsvoll bleibe, sollen mit technischen Innovationen der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ausgebaut und für 2017 neue Geschäftsfelder erschlossen werden. In der Sparte Spezialdienste mit Saug- und Blasfahrzeugen hat der nasse Frühling ebenfalls zu einem schwachen Start geführt. Mit dem Sommer sei die Auftragslage angestiegen.

Durch den Ausbau der Dienstleistungen für Dritte konnte das Technik-Center die Ertragslage leicht verbessern. Allerdings fungiert das Technik-Center vor allen Dingen als Dienstleister für die übrigen Sparten der Gruppe, um die hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge und des Maschinenparks garantieren zu können. Gute Nachrichten gab es aus der Sparte Telekom: der Bau von Anlagen für Mobilfunknetze war lange Zeit das Sorgenkind der Gesellschaft. „Die Auftragslage hat sich stabilisiert, die Marge wurde verbessert, und neue Kunden konnten gewonnen werden“, schreibt Weiss+Appetito in ihrem Aktionärsbrief. Zurzeit befänden sich neue Dienstleistungen in der Entwicklung, um das Geschäft breiter abzustützen und neue Märkte im Bereich Mobilität, Energieversorgung und „smart cities“ zu erschliessen.

Die Aktien der Weiss+Appetio-Gruppe werden ausserbörslich auf der Plattform OTC-X der BEKB gehandelt. Zuletzt wurden Kurse um die 290 CHF für eine Namenaktie A gezahlt. Eine gleichbleibende Dividendenzahlung von 8 CHF vorausgesetzt, liegt die Rendite bei 2.8%. Angesichts der publizierten Informationen zum 1. Halbjahr deutet nichts darauf hin, dass das Ergebnis für 2016 schwächer als im Vorjahr ausfallen wird. Auch der Cashflow sollte eine Ausschüttung auf Vorjahresniveau zulassen. Hinzu kommt, dass die Stimmrechtsmehrheit in den Händen von Management und Mitarbeitern liegt, die wiederum auch an einer Ausschüttung interessiert sein dürften. Der Buchwert pro Namenaktie lag per Ende 2015 bei 461 CHF und damit deutlich über den zuletzt bezahlten Kursen.

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