Weiss+Appetito: Verbesserte Ertragslage gegenüber Vorjahr

Umsatz steigt auf 54.9 Mio. CHF.

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Saug- und Blasfahrzeuge von Weiss+Appetito im Einsatz. Bild: www.weissappetito.ch

Für den Baudienstleister Weiss+Appetito lief es im 1. Semester des Geschäftsjahres 2017 offenbar rund. Wie das Unternehmen mitteilte, liegen die Zahlen für den Halbjahresabschluss über dem Budget. Zudem habe sich die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert.

EBITDA steigt um 75% auf 3.5 Mio. CHF

Insgesamt erreichte der konsolidierte Umsatz 54.9 Mio. CHF und liegt damit um rund 1.9 Mio. CHF über dem Vorjahreswert. Eine klare Verbesserung meldete das Unternehmen beim Cashflow bzw. dem Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA): Dieser stieg um rund 75% auf 3.5 Mio. CHF. Wie Weiss+Appetito weiter mitteilte, konnten fast alle Sparten per Ende Juni positive Betriebsergebnisse ausweisen. Die Cash-Situation sei analog 2016 stabil geblieben und die Optimierung der Finanzierung schreite planmässig voran, so das Unternehmen.

Neue Geschäftsfelder erschliessen

Als Gründe für das gute Abschneiden im 1. Semester nennt Weiss+Appetito die gute Auslastung im 1. Quartal sowie geringere Betriebskosten. Um eine langfristig positive Entwicklung der Gruppe sicherstellen zu können, entwickle die Gesellschaft die bestehenden Geschäftsfelder weiter und erschliesse neue in den Kompetenzbereichen der Weiss+Appetito-Gruppe. Das Unternehmen verfügt derzeit über 6 Geschäftsbereiche. Wie CEO Andrea Wucher im März in einem Interview mit schweizeraktien.net erklärte, seien die Synergien zwischen den einzelnen Bereichen gross. Zudem würden durch die Diversifikation konjunkturelle Schwankungen ausgeglichen. Wucher deutete in dem Interview auch an, dass die Automatisierung der Baustelle und die Digitalisierung wichtige Zukunftstrends darstellen würden.

Der Aktienkurs von Weiss+Appetito hat binnen Jahresfrist um rund 30% zugelegt. Zuletzt wurden auf OTC-X 366 CHF für eine Aktie bezahlt. Damit antizipiert der Kurs die operativen Verbesserungen auf Unternehmensseite. Sollte sich der positive Trend fortsetzen, dürften auch noch höhere Kurse möglich sein. Gemessen am Kurs/Buchwert-Verhältnis von 0.8 sind die Aktien nicht zu teuer. Allerdings gilt es, die spezielle Aktionärsstruktur zu berücksichtigen: 8 Partner und weitere Kadermitarbeiter halten über die Namenaktien (zu nominal 195 CHF) 55% an der Gesellschaft und damit die Mehrheit; der Rest liegt bei anderen Mitarbeiter und einigen Publikumsaktionären. 

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