Zug Estates: Höherer Gewinn vor Neubewertung – mehr Dividende

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Aktie der Zug Estates. Quelle: moneynet

Das Immobilienunternehmen Zug Estates hat im Jahr 2017 unter dem Strich aufgrund tieferer Neubewertungsgewinne weniger verdient, bleibt operativ aber in der Spur. Den Aktionären wird eine höhere Dividende zur Auszahlung vorgeschlagen. Ausserdem soll mit dem bereits angekündigten Rücktritt von Heinz Buhofer aus dem Verwaltungsrat die Aktionärsstruktur angepasst werden, teilte das Unternehmen mit.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das auf die Region Zug fokussierte Unternehmen einen um 2,7% höheren Betriebsertrag von 62,9 Mio CHF. Dabei stieg der Liegenschaftsertrag um 4,6% auf 40,1 Mio, wobei sich die im Marktvergleich bereits sehr tiefe Leerstandsquote zum Vorjahr um weitere 0,3 Prozentpunkte auf 1,5% verbessert hat. Das Konzernergebnis ohne Neubewertungserfolg stieg um 8,7% auf 26,1 Mio.

Der Erfolg aus der Neubewertung von Renditeliegenschaften hat sich netto allerdings auf 8,7 Mio CHF von 28,1 Mio im Jahr 2016 klar reduziert. Derweil stieg das Finanzergebnis aufgrund der höheren Aktivierung von Bauzinsen und Fremdkapitalaufwendungen um 1,6 Mio auf 5,5 Mio, und der Steueraufwand sank um 2,6 Mio auf 5,7 Mio.

Der tiefere Neubewertungserfolg hat zur Folge, dass das operative Ergebnis auf Stufe EBIT um 28% auf 45,7 Mio CHF und der Konzerngewinn um 29% auf 34,4 Mio zurückgingen.

Den Aktionären soll mit Blick auf das solide Ergebnis ohne Neubewertungen eine um 11% auf 25,50 CHF erhöhte Dividende je Namenaktie Serie B ausbezahlt werden. Dies entspreche einer Ausschüttungsquote von 49,3%, so die Mitteilung.

Wie bereits bekannt, wird Heinz Buhofer anlässlich der Generalversammlung 2018 aus dem Verwaltungsrat zurücktreten. Mit dem Rücktritt Buhofers plant die Gruppe gleich auch eine Änderung der Aktionärsstruktur.

Den Stimmrechtsaktionären soll nun ein freiwilliges Umtauschangebot der nicht kotierten Namenaktien Serie A (Stimmrechtsaktien) in kotierte Namenaktien B vorgeschlagen werden. Die Restriktionen der Lex Koller seien erfüllt, und innerfamiliäre Nachfolgelösungen würden ermöglicht. Damit werde der Publikumscharakter der Gesellschaft verstärkt.

Im Ausblick rechnet Zug Estates im laufenden Jahr mit einem leicht besseren Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung, und auch das Konzernergebnis ohne Neubewertung werde steigen. Zurzeit befänden sich Entwicklungsvorhaben im Umfang von 250 Mio CHF im Bau. Drei Viertel dieser künftigen Mietflächen seien bereits mit langfristigen Verträgen abgesichert. Diese Projekte würden ab 2018 zu einer Ertragssteigerung führen, verspricht die Gruppe.

Die Aktie der Zug Estates wird an der Six Swiss Exchange gehandelt und kostete zuletzt 1’775 CHF.

mk/ra

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