Comet: Höhere Dividende für 2017 und weiteres Wachstum erwartet

Reingewinn erreicht einen Rekordwert von 35,5 Mio. CHF.

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Der Hauptsitz von Comet in Flamatt. Bild: www.comet-group.com

Die Comet-Gruppe hat im vergangenen Jahr 2017 das Wachstum beschleunigt und das Ergebnis gesteigert. Alle Regionen und Segmente trugen zum Umsatzanstieg bei. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer höheren Dividende kommen, für das laufende Jahr wird weiteres Wachstum erwartet. Der Investitionsbedarf bleibe allerdings weiterhin hoch.

„Wir haben ein starkes profitables Wachstum erreicht. Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt, und unsere Finanzsituation ist solide“, sagte CEO René Lenggenhager an der Bilanzmedienkonferenz am Donnerstag in Zürich. Für die Innovationen, neuen Produkte und Anwendungen sowie die nötige Kapazitätsausweitung seien aber auch weiter hohe Investitionen nötig.

Die Eckwerte für 2017 wurden bereits Mitte Februar publiziert. Die Gruppe steigerte den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 32% auf 438,4 Mio CHF, und der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA wuchs um knapp 40% auf 50,9 Mio CHF. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,5% von zuvor 14,3%. Der Reingewinn schliesslich legte um rund 30% auf den Rekordwert von 35,5 Mio CHF zu. Die Dividende soll auf 1,50 CHF pro Aktie (VJ 1,20 CHF) angehoben werden.

PCT mit starker Nachfrage aus dem Halbleitermarkt

Plasma Control Technologies (PCT) erzielte mit einem Umsatzplus von 53% auf 210,5 Mio CHF das fünfte Rekordjahr in Folge, heisst es weiter. Das Segment habe vom Ausbau der Produktionskapazitäten im Halbleitermarkt profitieren und sein Geschäft in den USA ausgebaut. Das Wachstum und die Kosteneinsparungen in der Supply Chain sorgten für eine höhere Profitabilität. Das EBITDA stieg um 80% auf 55,7 Mio und die Marge entsprechend deutlich auf 26,5% (VJ 22,5%). Dies trotz Investitionen in neue Produkte und in die Produktionsinfrastruktur in Shanghai und San José.

X-Ray Systems (IXS) verzeichnete ein Umsatzwachstum um 13% auf 137,3 Mio. Hier sei daran gearbeitet worden, das Produktportfolio zu erneuern, Komplexität zu reduzieren und so eine wichtige Voraussetzung für künftiges profitables Wachstum zu schaffen, heisst es weiter. Durch die Investitionen in neue Modelle und die verstärkte Marktbearbeitung sank die EBITDA-Marge auf 6,1% (VJ 9,4%).

Bei Industrial X-Ray Modules (IXM) stieg der Umsatz um 13% auf 78,8 Mio. Hier wurde ein neuer IoT-fähiger Röntgengenerator lanciert. Durch das Wachstum und Produktivitätsverbesserungen wuchs das EBITDA um 9% auf 18,0 Mio. Währungseinflüsse und der Wechsel der Vorsorgepläne in der Schweiz hätten aber einen negativen Effekt gehabt. Auch hier sank die EBITDA-Marge entsprechend auf 22,8% (VJ 23,7%).

Ebeam Technologies (EBT) erzielte eine Umsatzsteigerung um 75% auf 29,5 Mio. Investitionen, die Überarbeitung des Produktportfolios und hohe Kosten im Systemgeschäft hätten hier jedoch das Ergebnis belastet und zu einem Verlust auf Stufe EBITDA von 16,5 Mio (VJ -9,1 Mio) geführt. Comet will das Segment durch die Entwicklung neuer Anwendungen weiterentwickeln und investiert in die Projekte mit Partnern. Die Technik kommt etwa bei der Trocknung von Druckfarben, der Inaktivierung von Trockennahrung oder der Sterilisierung von Getränkeverpackungen zum Einsatz.

2018 Umsatz von bis zu 490 Mio. CHF erwartet

Auch im laufenden Jahr wird Wachstum erwartet. Der Umsatz soll auf 460 bis 490 Mio CHF steigen und die Rendite auf das investierte Kapital (ROCE) 17% bis 20% betragen. Daraus ergibt sich eine EBITDA-Marge zwischen 14% und 16%. Bereits 2019 soll der Umsatz 500 Mio betragen und eine EBITDA-Marge von 16% bis 18% erreicht werden.

Mit den geplanten Investitionen seien die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt, heisst es weiter. Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Produktionskapazitäten in Flamatt würden nach Plan verlaufen, und der Bezug soll im Spätsommer 2018 erfolgen.

Die Comet-Aktien zeigen sich von den Aussagen kaum bewegt und notieren am Mittag mit 0,1% im Plus auf 145,30 CHF.

yr/tp
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