Clientis Banken: Betriebserfolg steigt im ersten Halbjahr auf 110.6 Mio. CHF

Cost/Income Ratio mit 58,2% auf bestem Stand seit zehn Jahren

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Unter dem Dach der Clientis-Gruppe finden sich 15 unabhängige Regionalbanken, so auch die Sparkasse Oftringen. Bild: zVg.

Die Clientis Banken, die Vereinigung von 15 unabhängigen Regionalbanken, erhöhten den Betriebserfolg (Erfolg aus dem ordentlichen Bankgeschäft) im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 2,0% auf 110.6  Mio. CHF. Dabei entwickelten sich alle Ertragspfeiler positiv. Da sich gleichzeitig der Geschäftsaufwand um 1,3% auf 63.1 Mio. CHF reduzierte, erhöhte sich der Geschäftserfolg um 3,7% auf 39.6 Mio. CHF.

Cost/Income Ratio erstmals seit 10 Jahren unter 60%

«Unsere Banken konnten damit ihre operative Effizienz erfreulicherweise weiter steigern», so Andreas Buri, CEO der Dachgesellschaft Clientis AG, in der heute veröffentlichten Mitteilung. Die Cost/Income Ratio, das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, verbesserte sich entsprechend um weitere 2,5 Prozentpunkte auf 58,2%. Die Quote blieb damit erstmals seit zehn Jahren unter 60%.

Weil der Sondereffekt der Rückzahlung aus dem RBA-Hilfsfonds (Vorjahresperiode: CHF 6,3 Mio.) wegfällt, nahm der Halbjahres-Konzerngewinn um 10% auf CHF 33,5 Mio. ab. Im Vergleich der letzten zehn Jahre handelt es sich gleichwohl um den zweithöchsten Semestergewinn.

Bilanzsumme von knapp 15 Milliarden CHF

Die Kundengelder wuchsen in den ersten sechs Monaten 2018 um 2,6% auf 10.7 Mrd. CHF an. Mit den Kundengeldern wurden 84% der Ausleihungen finanziert, was im Branchenvergleich eine hohe Quote darstellt.

Die Ausleihungen an die Kunden stiegen um 2,1% auf 12.8 Mrd. CHF. Davon entfielen 95% oder 12.1 Mrd. CHF auf das Kerngeschäft Hypotheken (+2,0%). Die Clientis Banken wuchsen damit stärker als der Gesamtmarkt. Die Bilanzsumme steigt um 2,7% auf  14.9 Mrd. CHF an. Mitte Juni erläuterte Andreas Buri gegenüber Schweizeraktien.net die Bedeutung des Hypothekargeschäfts für die in der Clientis-Gruppe zusammengefassten Regionalbanken.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet die Clientis Gruppe mit einem gegenüber dem Vorjahr besseren operativen Resultat und – wegen des wegfallenden Sondereffekts RBA-Hilfsfonds – mit einem deutlich geringeren Konzerngewinn.

Positives Fazit zu IT-Grossprojekt

Seit Anfang 2018 ist die Inventx AG neuer Provider für die umfangreiche und komplexe Banken-Informatik. «Die Bilanz zum Projektabschluss fällt für alle drei Schlüsselbereiche, nämlich Termine, Qualität und Kosten, sehr positiv aus», stellt Andreas Buri fest. Dem Providerwechsel der 15 Clientis Banken haben sich 10 weitere Regionalbanken angeschlossen. Mit 25 Banken handelte es sich um die grösste IT-Transition der letzten Jahre in der Schweiz.

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