Regiobank Solothurn: Stabiles Wachstum und leicht gesteigerter Jahresgewinn

Jubiläumsdividende zum 200-jährigen Bestehen

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Die Regiobank Solothurn hat im Geschäftsjahr 2018 den Reingewinn leicht gesteigert. Dazu hat unter anderem eine weitere Verbesserung des Zinsgeschäfts beigetragen. Belastet wurde das Ergebnis durch einen einmaligen Effekt durch einen Wechsel der Pensionskasse.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis reduzierte sich um gut 11% auf 14.2 Mio. CHF, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Hier ist eine einmalige Belastung von 2.3 Mio. enthalten, welche durch einen Wechsel der Krankenkasse entstanden ist. Die Regiobank wechselte „zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber“ vom Leistungsprimat zum moderneren Beitragsprimat und dabei von einer Pensionskasse in Zürich zu einer in Luzern. Der operative Geschäftserfolg unter Ausklammerung dieses Effekts zog um knapp 3% auf 16.5 Mio. an.

Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, erhöhte sich der Nettoerfolg um 2,4% auf 30 Mio. CHF. Die Regiobank verweist dazu auf das „qualitativ hochwertige Wachstum und ein erfolgreiches Management der Refinanzierungsstruktur“. Tiefer als im Vorjahr fielen die Ergebnisse des Kommissions- und des Handelsgeschäfts aus, was mit dem schlechten Börsenjahr 2018 begründet wurde.

Sonderdividende zum Firmenjubiläum

Dank des bis auf den Pensionskassenbeitrag stabilen Aufwands und auch dank eines ausserordentlichen Ertrags aus dem Verkauf einer Tochtergesellschaft erhöhte sich der Reingewinn der Bank um knapp 2% auf 7.6 Mio. CHF. Die ordentliche Dividende soll um 2 auf 68 CHF je Aktie erhöht werden. Wegen des Jubiläums zum 200-jährigen Bestehen der Bank soll zudem eine Jubiläumsdividende von 4.40 CHF je Aktie ausgeschüttet werden, dies aus Reserven aus Kapitaleinlagen und damit steuerfrei.

Die Bilanzsumme legte um knapp 4% auf 2.79 Mrd. CHF zu, was auf verschiedene breit diversifizierte Finanzierungen zurückgeführt wird. Die Kundengelder erhöhten sich leicht, obwohl die Bank bewusst einige teurere Kundeneinlagen aufgelöst hat, um keine Negativzinsen an die Schweizerische Nationalbank zahlen zu müssen. Etwas über dem Vorjahresstand lagen per Ende Jahr auch die Hypothekarforderungen.

Zum Ausblick heisst es, dass 2019 ein anspruchsvolles Jahr werden dürfte. Die Lage am Geld- und Kapitalmarkt bleibe angespannt. Dennoch werde auch im laufenden Jahr ein gleichmässiges und qualitativ solides Wachstum angestrebt. Ausserdem sollen die Ertragslage weiter gestärkt und die Eigenmittel erneut erhöht werden. Insgesamt zeigt sich das Unternehmen aber „optimistisch“ und erwartet erneut ein leicht besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Die Aktie der Regiobank Solothurn wird auf der ausserbörslichen Plattform OTC-X der BEKB mit einem Kurs von zuletzt 4’140 CHF gehandelt.
cf/kw

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