Tamedia: „Annabelle“ baut 14 Stellen ab

Chefredaktorin Silvia Binggeli tritt ab

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Frauenzeitschriften wie die „Annabelle“ verzeichneten seit 2013 einen Rückgang des Bruttowerbedrucks um mehr als 50%. Bild: tamedia.ch

Die Frauenzeitschrift „Annabelle“ spricht 14 Kündigungen aus. Aufgrund massiv sinkender Werbeeinnahmen ändert die Zeitschrift der Mediengruppe Tamedia ihr Redaktionsmodell. Chefredaktorin Silvia Binggeli tritt im Laufe des Jahres ab.

Künftig werde die Zeitschrift sowie das Onlineportal von einer gemeinsamen Redaktion bespielt, teilte Tamedia am Dienstag mit. Es würden aber nach wie vor 18 gedruckte Ausgaben pro Jahr erscheinen.

Seit 2013 verzeichne der Bruttowerbedruck laut Media Focus im Segment der Frauen- und People-Zeitschriften einen Rückgang um mehr als 50%, davon 21% allein 2018. Überdies sind auch die Einnahmen aus dem Lesermarkt rückläufig. Um das Fortbestehen des Titels zu sichern, werde nun die Funktionsweise der Redaktion komplett umgestellt.

So würden künftig vermehrt Leistungen von externen Lieferanten und freischaffenden Journalisten bezogen. Die „Annabelle“ werde zudem den Fokus stärker auf Partnerschaften mit anderen Titeln legen. Der angekündigte Stellenabbau dauert voraussichtlich bis Juli 2019.

Silvia Binggeli tritt im Sommer 2019 als Chefredakteurin der „Annabelle“ ab. Bild: tamedia.ch

Chefredaktorin Binggeli hat sich entschieden, ihre aktuelle Funktion nach Umstellung des neuen Redaktionsmodells auf Sommer 2019 abzugeben. Sie sehe in der Umstellung für sich nach 20 Jahren den richtigen Zeitpunkt, „etwas Neues anzupacken“.

Die Aktie der Tamedia ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und notierte zuletzt bei 115.50 CHF. 

ra/ys

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