Cembra: 2018 in allen Sparten zugelegt

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Die Cembra Money Bank hat im Geschäftsjahr 2018 ein neues Rekordergebnis erzielt. Die auf die Vergabe von Konsumkrediten spezialisierte Bank konnte im vergangenen Jahr in allen ihren Sparten zulegen, stärkster Wachstumstreiber war aber erneut das Kreditkartengeschäft.

Der Reingewinn kletterte im vergangenen Jahr auf den Höchstwert von 154.1 Mio. CHF, wie die Cembra Money Bank am Freitag mitteilte. Der Nettoertrag lag um 11% über dem Vorjahreswert bei 438.8 Mio. CHF.

Die Aktionäre profitieren von dem guten Geschäftsgang über eine Erhöhung der Dividende auf 3.75 CHF je Aktie nach 3.55 CHF im Vorjahr.

Steigende Privatkredite

Die Nettoforderungen der Konsumkreditbank gegenüber ihren Kunden stiegen im vergangenen Jahr um 5% auf einen weiteren Höchstwert von 4.81 Mrd. CHF an. Getrieben war dies von der Vergabe von Privatkrediten – hier stiegen die Nettoforderungen gegenüber den Kunden um 6% an. Im Bereich Fahrzeugfinanzierung erhöhten sich die Nettoforderungen um 2%.

Am schnellsten legte das Kreditkartengeschäft zu, wo die Cembra Money Bank unter anderem mit der Migros die Cumulus-Karten herausgibt. Hier erhöhten sich die Nettoforderungen gar um 13%. Die Anzahl der von der Cembra Money Bank herausgegebenen Kreditkarten belief sich Ende des Jahres auf 892’000, was einem Anstieg von 11% gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Wachsende Kommissionserträge

Der Zinserfolg kletterte um 9% auf 309.2 Mio. CHF. Neben den Ertragssteigerungen im Privatkredit- und Kreditkartengeschäft konnte die Bank auch von einem rückläufigen Zinsaufwand profitieren. Der Ertrag aus Kommissionen und Gebühren stieg dagegen dank der steigenden Erträge im Kreditkartengeschäft um 15% auf 129.6 Mio. CHF.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im vergangenen Jahr allerdings ebenfalls mit einem Plus von 15% auf 193.0 Mio. CHF deutlich. Das Unternehmen erhöhte im vergangenen Jahr den Personalbestand und tätigte laut Mitteilung vor allem im zweiten Halbjahr Investitionen in Technologie- und Wachstumsinitiativen. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge auf 44,0% (VJ 43,1%).

Mit den Ergebnissen hat die Bank die Erwartungen von Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Betriebsertrag von 428 Mio. CHF sowie einen Gewinn von 153 Mio. erwartet. Die Dividende hatten sie im Durchschnitt bei 3.68 CHF prognostiziert.

Weitere Investitionen

Auch im laufenden Geschäftsjahr will Cembra investieren und zusätzliche Wachstumsinitiativen einleiten. Darunter fallen auch neue Angebote der 2017 übernommenen Tochtergesellschaft Swissbilling. Die Bank rechnet hierfür in den nächsten drei bis vier Jahren mit Kosten in der Höhe von insgesamt rund 40 Mio. CHF.

Für 2019 geht Cembra nun unter Annahme eines unveränderten ökonomischen Umfelds von einem Ergebnis zwischen 5.40 CHF und 5.70 CHF pro Aktie (2018: 5.47 CHF) aus. Das Management erwartet, dass das anhaltende Wachstum im Kreditkartengeschäft den Rückgang des Zinsertrags im Bereich Privatkredite kompensieren wird.

Die Aktie der Cembra Bank ist auf SIX Swiss Exchange kotiert und notierte zuletzt bei 91.30 CHF. 
Nicht mehr weit vom Alltime-High von 94.35 CHF entfernt: Kurs der Cembra-Aktie. Quelle: six-group.com

tp/uh

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