Casinos: Baden, Davos, Luzern und Pfäffikon reichen Gesuch für Online-Konzession ein

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Im letzten Jahr wehrten sich die Schweizer Casinogesellschaften erfolgreich gegen ausländische Online-Casinos. Diesen wurde nach einer Volksabstimmung zum Geldspielgesetz der Riegel vorgeschoben, sprich eine Netzsperre soll ab Mitte 2019 verhindern, dass Schweizer Spieler auf ausländischen Webseiten ihr Glück versuchen. Seit Anfang 2019 können nun alle Gesellschaften, die ein landbasiertes Casino in der Schweiz betreiben, auch eine separate Online-Konzession beantragen. Wie dem Bundesblatt vom 24. April zu entnehmen ist, haben nun die ersten vier Casinos ein solches Gesuch für eine Online-Konzession bei der Spielbankenkommission (ESBK) eingereicht.

Stadtcasino Baden mit zwei Gesuchen dabei

Die Stadtcasino Baden-Gruppe ist gleich mit zwei Gesuchen dabei: für das Grand Casino Baden (100% im Besitz der Stadtcasino Baden AG) und für die Casino Davos AG (45,73% im Besitz der Stadtcasino Baden AG). In Baden läuft bereits seit Sommer 2018 das Social Casino «Jackpots», bei dem bisher ohne Einsatz von Geld gespielt werden kann. Erfreulich ist, dass auch das Grand Casino Luzern zu den ersten Gesuchstellern gehört. Denn das Unternehmen hat sich schon seit rund zwei Jahren auf ein Online-Projekt vorbereitet. Wegen der damit verbundenen Investitionen verzichteten die Aktionäre im letzten Jahr auch auf die Ausschüttung einer Dividende, was sich nun mittelfristig auszahlen könnte. Auch das Casino Pfäffikon, das zu 100% im Besitz der privaten Swiss Casinos Holding AG ist, hat ein Online-Konzessionsgesuch gestellt.

Eröffnung der ersten Internet-Spielbank schon im Sommer?

Weitere Gesuche von Bern, Montreux, Interlaken oder Bad Ragaz wurden bisher noch nicht bei der ESBK eingereicht. Dies bedeutet aber nicht, dass die genannten Casinos auf ein Gesuch verzichten. Denn es ist den konzessionierten landbasierten Schweizer Casinos jederzeit möglich, ein Gesuch für eine Online-Konzession einzureichen. Theoretisch können daher alle 21 Betriebe noch ein Gesuch einreichen. Allerdings haben die vier Casinos die grösste Chance, als erste die Türen zu ihrer Internet-Spielbank öffnen zu dürfen. Sofern der Bundesrat innerhalb der nächsten zwei Monate die Konzessionen erteilt, wäre ein Start bereits im Sommer möglich.

Die Aktien der Stadtcasino Baden AG und Kursaal-Casino AG Luzern werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 530 CHF für eine Aktie der Stadtcasino Baden AG und 315 CHF für eine Aktie der Kursaal-Casino AG Luzern gezahlt.

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