Patiswiss: Erfolgreicher Generationenwechsel – Verkaufszahlen liegen über Vorjahr

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Kerne wie Nüsse und Mandeln gehören ebenso zu den Produkten von Patiswiss wie Schokolade-, Mandel- und Nougatmassen. Abnehmer sind Confiserien, die Gastronomie und die Lebensmitteindustrie. Bild: Patiswiss Geschäftsbericht 2018

Der Generationenwechsel bei der Patiswiss AG ist im laufenden Jahr erfolgreich über die Bühne gegangen. Seit Anfang 2019 leitet Stefan Geller als CEO das Unternehmen, das Rohwaren und Halbfabrikate für Confiserien, die Gastronomie und Industrie liefert. Im Verwaltungsrat löste an der GV im Mai 2019 Alexander Reinhard den langjährigen Verwaltungsrat Peter Speck an der Spitze des Nahrungsmittelherstellers ab.

Kehrtwende erst im Sommer

Wie das Unternehmen nun in einem Aktionärsbrief schreibt, begann das Geschäftsjahr 2018 zwar verhalten, und die Umsätze lagen bis zum Juli unter dem Vorjahresniveau. Doch mit der neuen Führungsmannschaft sei im Sommer die Kehrtwende gelungen. Bereits im August habe man den Vorjahresumsatz kumuliert übertreffen können, so das Unternehmen. «Mit der aktuellen Auftragslage werden wir den Vorsprung bis Ende Jahr sogar noch etwas ausbauen können», heisst es weiter.

Als Gründe für die gute Entwicklung nennt Patiswiss den im Vergleich zum Vorjahr weniger heissen Sommer, der zu einer weiterhin hohen Nachfrage nach den Halbfabriken geführt habe. Konkret bedeutet dies, dass wegen der weniger heissen Sommertage mehr Schokolade- und Confiserieprodukte als im Sommer 2018 konsumiert wurden. Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft geht das Unternehmen davon aus, die Vorjahresumsatzzahlen übertreffen zu können.

Effizientere Strukturen

Positiv haben sich gemäss Aktionärsbrief auch die Veränderungen in Strukturen und Prozessen ausgewirkt. Diese erlaubten es der neuen Führungsmannschaft, effizienter und effektiver Kundenkontakte zu pflegen und gezielter und schneller auf die Marktbedürfnisse einzugehen. Patiswiss spricht in dem Aktionärsbrief von einer «richtiggehenden Aufholjagd in der zweiten Jahreshälfte».

Aufgrund der positiven Entwicklung kündigte das Unternehmen an, den Aktionären auch für 2019 eine Dividende in Vorjahreshöhe ausschütten zu können. Für 2018 lag diese bei 7.50 CHF.

Fazit

Kennt offenbar nur eine Richtung: der Aktienkurs von Patiswiss. Chart: moneynet.ch

In 2018 erzielte Patiswiss einen Nettoumsatz von 15.7 Mio. CHF. Bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 1.16 Mio. CHF konnte ein Reingewinn von 301’851 CHF ausgewiesen werden.

Aufgrund der Angaben aus dem Aktionärsbrief ist für 2019 mit einer Umsatzsteigerung sowie einer Margenverbesserung zu rechnen, was sich auch im Reingewinn positiv niederschlagen dürfte. Allerdings kennt der Aktienkurs seit dem Listing der Gesellschaft im Jahr 2009 nur eine Richtung: aufwärts. Auch in diesem Jahr stieg der Kurs auf OTC-X weiter an und erreichte mit 565 CHF neue Höchststände. Zuletzt wurden 540 CHF für eine Aktie gezahlt.

Damit liegt die Marktkapitalisierung bei über 16 Mio. CHF. Gemessen an den klassischen Kennzahlen KGV (57), KBV (2.5) und EV/EBITDA (17) sind die Aktien, selbst bei der zu erwartenden Verbesserung der Ergebniszahlen in 2019, recht hoch bewertet. Dieses Premium könnte auf die nachhaltige Ausrichtung zurückzuführen sein. Denn frühzeitig setzte Patiswiss auf palmölfreie Produkte aus fairem Anbau sowie Bioprodukte. Mit einer Dividendenrendite von 1,4% sind die Titel auch aus Renditeoptik nicht sehr interessant. Die Kursentwicklung der letzten Jahre und die gute Positionierung lässt allerdings auch keine grossen Rückschläge erwarten.

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