Luftseilbahn Grindelwald Pfingstegg: Und wieder ein Rekordjahr

Das Unternehmen legt sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn kräftig zu

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Die Luftseilbahn Grindelwald Pfingstegg will 2025 neue Kabinen in Betrieb setzen. Bild: pfingstegg.ch unter Verwendung einer Visualisierung der Garaventa Group

Die LSB Grindelwald Pfingstegg konnte im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn gegenüber 2022 nochmals deutlich steigern. So stieg der Betriebsertrag von 2.5 Mio. CHF auf 3.1 Mio. CHF, ein Plus von über 25%.

Schon zu Beginn der Saison im Mai erlebte die LSB Grindelwald Pfingstegg eine beeindruckende Resonanz auf den Ausflugsberg, schreiben die Verantwortlichen im Geschäftsbericht. Ab Ende Mai bis zum Abschlusstag im Oktober habe durchgehend Hochsaison geherrscht. Dieser Zustrom an Besuchern zeige, dass die Pfingsteggbahn ein beliebtes und gefragtes Ausflugsziel sei und bestätige die Position als wichtiger Akteur im regionalen Tourismus, so die Berner Oberländer.

Eindrucksvolle Entwicklung der Besucherzahlen

Die Entwicklung der Besucherzahlen ist in der Tat eindrucksvoll. 2023 benutzten nochmals über 30% mehr Gäste die LSB als 2022, im Fünfjahresvergleich stieg die Frequenz sogar um fast 90%.

Nicht nur die Luftseilbahn, sondern auch Rodelbahn und Flyline haben die Frequenzen gegenüber den Vorjahren deutlich gesteigert. Grafik: pfingstegg.ch

Auch die Sommerrodelbahn und die seit 2019 operierende Flyline konnten die Besucherzahlen jeweils um über 30% steigern. Im 2023 habe die Flyline einen beachtlichen Umsatzbeitrag von 0.49 Mio. CHF geleistet, das Nebengeschäft im Ganzen liefere mittlerweile 36% des Gesamtumsatzes, schreibt das Unternehmen. Die grosse Anzahl an Individualgästen und nur wenigen Gruppen, gepaart mit dem schönen Wetter, habe eine optimale Mischung zur Generierung des Rekordumsatzes ergeben.

EBITDA bei 50% des Betriebsertrages

Die Aufwendungen für den Unterhalt sind im Berichtsjahr von 253’000 CHF im Vorjahr um 127.5% auf CHF 575’000 CHF angestiegen. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass die Stütze im Frühjahr 2023 durch Spezialisten des Seilbahnbauers Garaventa ertüchtigt werden musste.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA sei mit 1.54 Mio. CHF sehr erfreulich ausgefallen, schreiben die Verantwortlichen. Es beträgt knapp 50% des Betriebsertrages. Unter dem Strich konnten die Grindelwaldner den Gewinn fast verdoppeln, 601’000 CHF stehen zu Buche (Vorjahr 312’000 CHF).

Ausblick

Die Pfingsteggbahn beabsichtigt den Bau eines Parkdecks und will damit weitere, zentrumsnahe Parkplätze für Grindelwald schaffen. Ein enstprechendes Baubewilligungbegehren sei in der Prüfung. In diesem Zusammenhang soll auch das Betriebsgebäude mit der Talstation um Lagerräume und eine grössere Kasse erweitert werden. Das Parkdeck ist mit 1.8 Mio. CHF veranschlagt und soll 2026 fertiggestellt werden.

Ein weiteres Projekt, das im Frühjahr 2025 umgesetzt werden soll, ist der Umbau der Luftseilbahn. Dabei sollen Seilschuhe bei den Stationen eingebaut sowie automatische Türen installiert werden. Gleichzeitig ist die Anschaffung neuer Kabinen geplant.

Fazit

Bergbahnen und Outdoor-Vergnügen sind vom Wetter abhängig. Wenn das mitspielt, wie im Sommerhalbjahr 2023, kommen die Tourismusanbieter voll auf ihre Kosten. So auch die Luftseilbahn Grindelwald Pfingstegg, die ausschliesslich Sommer-, aber keinen Winterbetrieb anbietet.

Mit dem Gewinn von gut 600’000 CHF stieg der Eigenkapitalanteil in der Bilanz wieder an. Er beträgt jetzt 58%, im Vorjahr lag die Quote bei 54%. Das Unternehmen schüttet weiterhin keine Dividende aus, weil es Notkredite in Folge von Corona bezogen hatte.

Die Aktie der Luftseilbahn Grindelwald Pfingstegg wird auf OTC-X gehandelt. Zuletzt kostete eine Aktie 1’201 CHF.

Der Kurs der LSB Grindelwald Pfingstegg kennt in den letzten füfnf Jahren mit der Ausnahme des Kurseinbruchs durch Corona nur den Weg nach oben. Quelle: otc-x.ch

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