Digitale Aktien: Die Tokenisierung hat noch einen schwierigen Weg vor sich

Die Digitalisierung von Firmenanteilen ist in der Schweiz weiterhin ein Nischengeschäft

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Noch fehlen einzelne Teile, damit der Handel von KMU-Aktien über Token markante Vorteile gegenüber den herkömmlichen Lösungen bietet. Bild: zVg

Unbestritten ist, dass die Tokenisierung von Firmenbeteiligungen Vorteile gegenüber der herkömmlichen Verbriefung über Finanzintermediäre wie etwa Banken und Börsenbetreiber bietet. Deren Mitwirken wird reduziert, was zu einer erheblichen Effizienzsteigerung beim Handel führt. Auch die Handelszeiten werden deutlich ausgedehnt. Zudem sinken die Transaktionskosten. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Fehleranfälligkeit, da menschliche Fehler beinahe verschwinden. Die Tokenisierung reduziert die Hürden für Emittenten und Investoren, an den Finanzmärkten teilzunehmen. Zudem entfallen hohe Gebühren für die Emission von Anteilsscheinen, welche durch den Einbezug von Investmentbanken und anderen Parteien anfallen.

Obwohl jüngst rund um das Buzzword «Real World Assets» (RWA) auch grosse Banken und Finanzdienstleister das Thema Tokenisierung entdeckt haben und die neuen Bitcoin-Protokolle Runes und Ordinals Tokenisierung ermöglichen, steckt das Geschäft mit digitalen Firmenanteilen auf der Blockchain in der Schweiz weiter in den Kinderschuhen. Dabei würde nicht nur der Handel günstiger, auch die Verwaltung von Aktienbuch und die Organisation der Aktionärsversammlungen würden deutlich effizienter.

Investoren wissen mehr

Die Entwicklungen um RWA und neue Bitcoin-Protokolle hätten insofern geholfen, als dass die Leute jetzt den Unterschied zwischen tokensierten Aktien, Kryptowährungen und Krypto-ETF kennen würden, sagt Peter Schnürer, CEO von Daura. «Das war vor einigen Jahren anders. Da mussten wir noch erklären, dass die Technologie die gleiche ist, das Produkt und die rechtliche Ausgestaltung aber etwas ganz anderes».

Das sieht auch Nicola Plain, CEO des Tokensierungsexperten Aktionariat so: «Das Bearbeiten des Themas Tokenisierung von RWA durch grosse Banken und andere Finanzdienstleister ist der Kredibilität des Themas sicherlich dienlich. Eine wesentliche Beschleunigung der Tokenisierung von Firmenanteilen in der Schweiz konnten wir aber bislang nicht feststellen». Schweizer Banken tokenisieren bislang vorwiegend Fundanteile, teilweise Anleihen, aber keine KMU-Aktien. Die Nachfrage nimmt aber gemäss Plain tendenziell zu. Runes und Ordinals seien dagegen noch sehr neu und selbst innerhalb der Bitcoin Community umstritten. Davon erwarte er in naher Zukunft noch keinen Effekt.

Neue Branchen werden erreicht

Neue Technologien verbreiten sich in Zyklen, auch wenn sie erfolgreich sind. Folgt nun auf die erste Euphorie eine Konsolidierung? «Von einer Konsolidierung würde ich noch nicht sprechen, offensichtlich machen sich Anbieter von RWA-Tokenisierungen intensiver Gedanken darüber, wie und wann sie damit ausreichend Geld verdienen können», sagt Plain. Nach wie vor scheint es mehr neue Markteintritte als Marktaustritte zu geben. Den grossen Run auf tokenisierte Aktien sieht auch Schnürer derzeit nicht.

«Wir sehen keine Anzeichen einer Konsolidierung. Im Gegenteil, das Modell Equity Crowdfunding gewinnt laufend an Bekanntheit, und das Interesse daran entwickelt sich entsprechend und erreicht auch immer neue Branchen», sagt dagegen Leandro Davies-Sommer, Co-Founder und Co-CEO von Oomnium. Oomnium konzentriert sich auf die Kernkompetenzen Community-Building, Campaigning und Fundraising. Für die anschliessende Tokenisierung arbeitet das Unternehmen mit dem Plattform-Partner Aktionariat zusammen. Das Geschäft von Oomnium werde durch die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Tokenisierung nicht massgebglich beeinflusst, sagt Davies-Sommer.

Noch einige Jahre bis Massenadaption

Die Tokenisierung der ausgegebenen Anteile sei für die meisten Unternehmen, die sich für eine Kampagne mit Oomnium entscheiden, nicht der ausschlaggebende Faktor. Die Firmen interessieren sich in erster Linie für die Möglichkeit einer Finanzierung ihres weiteren Wachstums über ihre Community, statt sich von einzelnen grösseren Geldgebern abhängig zu machen. Dass sich dieses Ziel mittels der Ausgabe digitaler Wertpapiere am besten umsetzen lasse, erfahren sie gemäss CEO im Rahmen des Onboardings bei Oomnium.

Die meisten Tokenisierungs-Anbieter verdienen mit dem Thema noch kein Geld, sagt Schnürer. Er habe den Daura-Shareholdern kommuniziert, dass es bis zu einer Massenadaption noch drei bis fünf Jahre dauern werde. «Wir arbeiten nicht auf eine Maximallösung hin, mit der wir jetzt viel Geld verdienen können, sondern wollen eine Standardlösung für die breite Masse. Wir verfolgen den Plattformgedanken mit einem starken Ökosystem, die Tokenisierung soll eine grössere Integration bringen und die Kosten senken», so Schnürer.

Sein Unternehmen merke kaum eine Veränderung durch die Entwicklung in der übrigen Kryptowelt, sagt Kevin Schmid, CEO von Outlawz. Der Berner Hersteller veganer Fleischersatzprodukte hat rund einen Zehntel des Aktienkapitals über Aktionariat tokenisiert. Das soll helfen, eine Community aufzubauen. «Ein Vorteil ist auf jeden Fall die unkomplizierte und digitalisierte Handelbarkeit von Aktien, der Nachteil sei, dass die Risiken und Schwierigkeiten der Tokenisierung noch kaum sichtbar sind», sagt Schmid. Auch wenn es digital und unkompliziert sei, würde es viele Investoren verwirren, aber er würde es wieder so machen, ergänzt Schmid. Mittlerweile hat er bereits mit dem veganen Backwarenhersteller Bakery Bakery eine erfolgreiche Kampagne mit Oomnium durchgeführt.

Eine alternative Anlageklasse

«Wir verstehen uns als kuratierte Plattform. Unser primäres Ziel ist nicht, möglichst viele Kampagnen abzuwickeln, sondern eine möglichst hohe Erfolgsquote der Kampagnen auf unserer Plattform zu erreichen», ergänzt Davies-Sommer. Diesbezüglich sei Oomnium auf gutem Kurs. Eine Entwicklung, die das Unternehmen über die vergangenen 12 Monate sehe, sei, dass sich das durchschnittliche Ticket pro Investor kontinuierlich erhöhe. Equity Crowdfunding etabliere sich je länger, je mehr nicht nur zu einer alternativen Finanzierungsform für Unternehmen, sondern auch zu einer alternativen Anlageklasse seitens Investoren, glaubt der Co-CEO von Oomnium.

Was auffällt und auch ein Grund ist, dass das Volumenwachstum noch ausbleibt, ist das Fehlen von institutionellen Anlegern. Gerade Pensionskassen, Stiftungen und Family Offices würden über die Anlagevolumen verfügen, um der Tokeniserung zum Siegeszug zu verhelfen. Viele der technischen Voraussetzungen sind gemäss dem Aktionariat-CEO vorhanden: «Dennoch fehlt noch der eine oder andere wichtige Baustein, um das volle Potenzial der Tokenisierung zu nutzen». Das Fehlen von institutionellen Investoren hat gemäss Plain jedoch andere Gründe. Oft fehle es diesen an einer geeigneten Verwahrungsmöglichkeit – obwohl diese vorhanden wären.

Die bessere Technologie gewinnt

Die Transitionsphase, in welcher sich die Branche befindet, braucht Zeit. Sie bedeutet nämlich für Akteure aus den etablierten Finanzmärkten ein paralleles Handling von traditionellen und tokenisierten Vermögenswerten. Das kann aufwendig und komplex sein. «Dies nimmt man nur auf sich, wenn man sich entweder für die Zukunft wappnen möchte oder dank der Tokenisierung Zugang zu Vermögenswerten entstehen, die bislang nicht zugänglich waren», sagt Nicola Plain. Letzteres sei bei institutionellen Investoren kaum der Fall.

Die Tokensierung von Vermögenswerten und die Abwicklung des Handels über eine Blockchain bedeuten einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Das geschieht nicht von heute auf morgen. Die Technologie ist gemäss Plain auch hier nur Mittel zum Zweck. Erfülle die Blockchain-Technologie den Zweck besser als das traditionelle System, werde sich diese disruptive Technologie früher oder später durchsetzen. «Im Endzustand sollte ein Nutzer nicht wissen müssen, auf welcher Technologie ein Finanzinstrument ausgegeben wurde, sie sollte eine einfache Handelbarkeit ermöglichen und ihren Zweck besser erfüllen als die bestehende Technologie.»

Es fehlt ein erfolgreiches Vorzeigeprojekt

Gemäss Daniel Diemers von der SNGLR Group und Co-Founder der Swiss Metaverse Association fehle es nicht an den technischen Lösungen, sondern eher an erfolgreichen, skalierbaren Tokenisierungsprojekten, wo die Organisation, Prozesse, aber eben auch Governance und regulatorische Zustimmung diese auch für institutionelle Anleger interessant machen.

Zahlreiche Anbieter offerieren die Emission von tokenisierten Aktien. Der Primärmarkt funktioniert gemäss Schnürer, was noch nicht funktioniere, seien Sekundärmärkte. Daran wird gearbeitet, es sei aber eine tiefere Integration in die Finanzinfrastruktur nötig. Ohne diese würden die Institutionellen nicht in den Markt kommen. «Diese Investoren wollen mehrheitlich keine Wallets unterhalten, sondern Bankkonto und -depot benutzen», sagt der Daura-CEO. Dadurch würde ein Teil der Effizienz der Tokenisierung verloren gehen. Aber die Institutionellen seien keine Effizienztreiber, die Rendite stünde im Mittelpunkt. Wenn Institutionelle jedoch sehen würden, es geht effizienter und günstiger, dann würden sie die entsprechenden Anpassungen vornehmen.

Noch fehlt es an Sekundärmarkt und Settlement

Für den Siegeszug der tokenisierten Aktien braucht es gemäss Schnürer drei Punkte. Der funktionierende Primärmarkt bestehe bereits. Es brauche aber auch einen Sekundärmarkt, der ins bestehende Finanzsystem eingegliedert ist sowie die Integration von digitalen Zahlungsmitteln und Settlement, sodass eine Verbuchung unmittelbar und ohne T+2 (Verbuchung zwei Tage nach Transaktion) möglich ist.

Schnürer erwartet nicht, dass sich bereits kotierte Unternehmen entscheiden, auch tokenisierte Aktien zu emittieren. Die Entwicklung gehe den umgekehrten Weg, und die klassische Finanzinfrastruktur werde früher oder später wegen Effizienzgewinnen auf DLT (Digital Ledger Technology) wechseln. Daher sei es nicht so, dass kotierte Unternehmen auf die SDX, die digitale Börse der SIX, wechseln werden. Vielmehr werde die SIX vermutlich in einigen Jahren mit DLT betrieben, sodass etablierte Titel wie Roche und Nestlé dann auch tokenisiert sind.

Braucht es den E-Franken?

Aus Sicht von Plain werden die Erhöhung der Interoperabilität, die Vereinfachung der Handhabung sowie geeignete Sekundärhandelsplätze dazu beitragen, die breite Adaption voranzutreiben. «Wir schauen jedoch mit Bedenken in die USA, wo die Börsenaufsicht einen Kampf gegen etablierte Akteure im Blockchain-Bereich führt», räumt der Aktionariat-CEO ein.

Eine gemeinsame, digitale Abrechnungswährung dürfte der E-Franken werden. Die Investoren sind (noch) nicht bereit, in anderen Währungseinheiten abzurechnen. Später können vielleicht einmal direkt Novartis gegen ABB-Aktien gekauft werden. Die SDX wäre in einer guten Ausgangslage, eine zentrale Plattform zu sein, doch bisher sind bei der SIX-Tochter nur Obligationen gelistet. Die Digitalbörse will das eigene Mutterunternehmen nicht konkurrieren und verlangt für tokenisierte Aktien die gleichen Konditionen wie für die «richtige» Börse. Die Unternehmen werden sich aber mit diesen Vorgaben nicht für die digitale Version entscheiden, die deutlich weniger Liquidität aufweist, aber gleich viel kostet.

Mehr als Kapitalaufnahme

Aktionariat wächst gemäss Plain stetig, sowohl in Bezug auf das abgewickelte Handelsvolumen als auch in Bezug auf die Anzahl tokenisierter Unternehmen. «Die Entwicklungen im Unternehmen wie auch in der Branche stimmen uns zuversichtlich», so Plain. Oft sei die Motivation die Kapitalbeschaffung, jedoch nicht ausschliesslich. Aktionariat sieht eine Zunahme an KMU, welche die Lösung für Mitarbeiterbeteiligungen verwenden. Auch Governance-Themen, wie digitale GV, seien gefragt. Diese beschreibt Plain aber als komplementäre Produkte ohne direkten Bezug zur Blockchain.

Oft bestehe auch ein Bedürfnis nach Sekundärtransaktionen – d.h. nach Handel. Hier können Aktientoken einen grossen Nutzen stiften, weil das Aktienbuch automatisiert auf den neusten Stand gebracht wird und Smart Contracts die effiziente Abwicklung der Transaktionen ohne Finanzintermediär sicherstellen können.

Es braucht hybride Lösungen

Daura sieht nach eigenen Angaben ein grosses Interesse von potenziellen Kunden, und das Unternehmen erhalte permanent Anfragen. Der Sales-Zyklus dauere aber bis zu zwei Jahren, wobei es für gewisse Kunden auch schneller gehe. Die Interessenten sind gemäss Schnürer meist Start-ups oder kleinere und mittlere KMU. Es gebe auch Kunden mit Tausenden von Aktionären. «Dabei ist die Frage, wie geht man mit diesen um. Man kann nicht davon ausgehen, dass alle Aktionäre digital-affin sind. Nicht jeder will ein eigenes Wallet verwalten. Deshalb sind hybride Lösungen erforderlich», so Schnürer. Das sei wie in den Neunziger Jahren, als nicht jeder E-Mail hatte, da hätte es auch verschiedene Kommunikationswege gebraucht.

«Die meisten kommen wegen dem Gesamtpaket. Aber der Auslöser ist oft die Erkenntnis, dass das Aktienbuch in keinem guten Zustand ist», antwortet Schnürer auf die Frage, was der Auslöser für die Anfrage der Kunden sei. Die Kapitalaufnahme stehe nicht unbedingt im Zentrum. «Wir sind keine Kampagnenplattform und versprechen Kampagnen, die viele Investoren anlocken. Es ist eher so, dass nach der Tokenisierung die Möglichkeit besteht, Kapital effizient und kostengünstig aufzunehmen», so der Daura CEO.

Emotionale statt reale Rendite?

Ein Blick auf die bisherigen Projekte weckt teilweise den Verdacht, dass nicht immer die reale Rendite im Zentrum steht, sondern dass Unternehmen auch eine «emotionale Rendite» in Aussicht stellen, wie etwa die Teilhabe am Aufbau von nachhaltigen Produkten. Hier widerspricht Plain: «Das Ziel von Aktionariat besteht darin, Aktien zu tokenisieren, welche das Potential besitzen, eine reale Rendite zu generieren.»

Ein strikter Qualitätscheck sei vor einem Jahr eingeführt worden und stelle sicher, dass ein reales Renditepotenzial bestehe. Wo das nicht der Fall ist, führt es zu einer Ablehnung des Interessenten. Projekte mit vorwiegend emotionalen Renditen sollten gemäss Plain entsprechend deklariert und über Crowdfunding-Plattformen abgewickelt werden, wie zum Beispiel Kickstarter. So würden keine keine falschen Hoffnungen bei den Investoren geweckt.

«Rendite ist wichtig, auch bei Equity Crowdfunding. Aber es gibt mehr Aspekte von Rendite als nur der finanzielle – Stichwort gesellschaftliche Rendite», sagt Davies-Sommer. Oomnium versuche das Thema Rendite ganzheitlich zu betrachten. Das umfasse auch die finanzielle Komponente, aber eben nicht nur. Eine Umfrage innerhalb der Community habe gezeigt, dass dieser Ansatz auch effektiv einem Bedürfnis seitens der Retail-Investoren entspreche.

Noch fehlen «Exit» und Standard

Der Experte von Oomnium weist darauf hin, dass Equity Crowdfunding, wie es sein Unternehmen betreibt, erst seit der Einführung des DLT-Gesetzes 2021 überhaupt möglich sei. «Die Leuchtturm-Projekte, die aktuell noch fehlen, sind die Cases, die es über ein Equity Crowdfunding bis hin zum Exit geschafft haben», sagt er. Das werde aufgrund des noch jungen Marktes und der üblichen Dauer der entsprechenden Zyklen wohl noch ein paar Jahre brauchen.

Unter Exit ist am Finanzmarkt in der Regel ein Börsengang (IPO) oder ein Firmenverkauf gemeint. «Präziser müssten wir über eine Exit-Möglichkeit sprechen, zum Beispiel an einem liquiden Sekundärmarkt (Börse/IPO) oder einem neuartigen digitalen Marktplatz (DLT Handelssystem)», sagt Peter Schnürer. Dadurch, dass die Aktien tokenisiert seien, würden sie leichter übertragbar. Das sei schon mal gut, garantiere aber erst eine kleine Liquidität.

«Mit der Tokenisierung sind die Aktien theoretisch handelbar. Praktisch fehlt es uns noch immer an einer Lösung für den Umgang mit dem Hauptproblem der mangelnden Liquidität. Das wird sich in Zukunft ändern, es sind ein paar sehr erfolgsversprechende Lösungen in der Pipeline, aber noch sind wir nicht soweit», erläutert Davis-Sommer. Ein Exit-to-Community, wie ihn wemakeit gemacht habe, sei noch die grosse Ausnahme. Durchgesetzt habe sich zumindest auf Oomnium vielmehr die Finanzierung von Kapitalerhöhungen, bei denen im Normalfall nicht mehr als 20% bis 30% der Unternehmensanteile an ein breites Aktionariat gehen. Die Perspektive eines 100%-Exits bleibe für das Unternehmen bestehen und ist über die tokenisierte Aktie einfach umzusetzen und einer der Hauptmotivatoren für Retail-Investoren, an der Kapitalerhöhung teilzunehmen.

Fazit

Neben dem Fehlen von Liquidität, Sekundärmarkt und Abwicklungsinfrastruktur sowie dem Mangel an publikumswirksamen, grossen «use-cases» bleibt die Standardisierung ein wichtiges Thema. So verwenden etwa Aktionariat und Daura unterschiedliche Tokenstandards. Ein Anwender könnte diese zwar in einem gemeinsamen Metamask-Wallet führen. Doch dies ist bereits eine technische Hürde, die viele Anwender abschreckt. Die Tokenisierung steht also noch am Anfang. Bis digitale Aktien für Anwender zur Selbstverständlichkeit werden, braucht es noch viele Integrationsschritte auf allen Stufen von Handel, Abrechnung und Verwaltung. Helfen würde der Exit eines erfolgreichen «Leuchtturmprojekts». Die Vertreter der Branche gehen davon aus, dass ein solcher auf gutem Weg ist.

1 Kommentar

  1. Darf ich darauf hinweisen, dass die Verwendung des Begriffs „Aktionariat“ für die Firma „Aktionariat AG“ schlicht weg falsch ist und insbesondere nicht zur Leserlichkeit beiträgt?

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