
Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2025, in dem die Kursaal Interlaken Gruppe erneut einen Gewinn von 981’000 CHF erzielen konnte, steht das Unternehmen vor einem «herausfordernden Jahr». Auf eine Dividende müssen die Aktionärinnen und Aktionäre daher auch in den kommenden Jahren verzichten.
Mehr Angebote für Einheimische und Touristen
Verwaltungsratspräsident Urs Kessler zeigte sich mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 zwar zufrieden, machte jedoch gleichzeitig deutlich, dass sowohl bei der Kongresstochter CKI als auch dem Casino Interlaken grössere Investitionen anstehen. Operativ sollen wieder mehr Angebote für die lokale Bevölkerung geschaffen werden. Dazu gehört auch ein «Magic Parc», der während der Wintermonate vielfältige Aktivitäten rund um den Kursaal für Einheimische und Touristen bieten soll.
Zudem plant der Kursaal die Anschaffung eines multifunktionalen Pavillons für Kulturveranstaltungen und Konzerte. Im Casinobereich stehen Investitionen in die Erneuerung des Casinos an. Ziel ist es, mehr Gäste für das Glücksspiel sowie für weitere Entertainmentangebote zu gewinnen.
Für das laufende Geschäftsjahr dämpfte Geschäftsführer Jonas Siepmann vor den 115 anwesenden Aktionärinnen und Aktionären die Erwartungen etwas. Zwar führe man gute Gespräche mit zahlreichen Veranstaltern und habe das Salesteam verstärkt. Bis die entsprechenden Verträge umgesetzt würden, dauere es jedoch teilweise zwei bis drei Jahre. Angesichts dieser Ausgangslage war auch klar, dass der Verwaltungsrat keine Dividende für 2025 beantragt hatte und auch in den kommenden Jahren keine Ausschüttung in Aussicht stellt.
Veränderungen im Verwaltungsrat
An der Generalversammlung wurden schliesslich drei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt: Mit dem Juristen Luca Maria Antonini und dem Casinoberater Michele Salvatore Marinari wird die Spielbanken-Expertise im Verwaltungsrat gestärkt. Michel Keusch, CFO der börsenkotierten AEVIS Victoria Gruppe, bringt zusätzliche Finanzexpertise in das Gremium ein. Keusch betonte zudem, dass er sich für eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Grandhotel Victoria Jungfrau einsetzen werde, das zur AEVIS Victoria Gruppe gehört.
Die Aktien der Kursaal Interlaken Holding werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 900 CHF je Aktie bezahlt.





