LURAG Luzerner Raststätten AG: Baumassnahmen werden zu Umsatzeinbussen führen

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Das Holdiday In Express-Hotel an der Luzerner Raststätte in Neuenkirch. Bild: www.luzerner-raststaette.ch
Das Holdiday Inn Express-Hotel an der Luzerner Raststätte in Neuenkirch. Bild: www.luzerner-raststaette.ch

Die LURAG Luzerner Raststätten AG konnte ihr 30-jähriges Bestehen 2013 mit einem Rekordergebnis feiern. Die Eigentümerin der Raststätten Luzern-Neuenkirch West und Ost profitierte 2013 von der erhöhten Reisefreudigkeit der Kunden, deren Bereitschaft mehr Geld auszugeben sowie einer zweimonatigen Schliessung der Raststätte Gunzgen. Das Zusammenspiel dieser Faktoren führte zu einem um 5.8% höheren Nettoertrag von 24.1 Mio. CHF, einem EBITDA von 2.4 Mio. CHF (plus 10.5%) und einem deutlich höheren Reingewinn von 1.2 Mio. CHF (plus 34%) (siehe auch Blog-Beitrag vom 12. Juni 2014).

Das Geschäftsjahr 2014 wird gemäss dem Management aber weniger erfolgreich ausfallen. Ein Grund dafür ist der im 2013 aufgetretene Sondereffekt bezüglich der für zwei Monate geschlossenen Raststätte Gunzgen. Ein weiterer Grund liegt in der im Herbst 2014 gestarteten Komplettsanierung der Seite West (Basel-Luzern). Dabei wird der Eingangsbereich, der Tankstellen-Shop sowie der Auftritt von Luzern Tourismus erneuert. Auch das neue Restaurantkonzept wird erstmals umgesetzt. So entstehen ein Burger King und ein Marché Bistro. Die Eröffnung der Westseite wird per Ende März 2015 erfolgen. Die Höhe der Einbussen gegenüber dem Vorjahr lässt sich nach Auskunft der LURAG noch nicht beziffern. In den kommenden Jahren stehen weitere Sanierungen an. Die Seite Ost (Luzern-Basel) soll voraussichtlich 2016/2017 renoviert werden. Ebenfalls 2016 erfolgen Sanierungsarbeiten am Holiday Inn Express-Hotel.

Gemessen an den Zahlen von 2013 bewegte sich die Bewertung der LURAG im Vergleich zu anderen Raststätten im Rahmen (siehe Peer-Group-Vergleich am Ende des Artikels). Aufgrund des schwächer ausfallenden Geschäftsjahr 2014 sowie dem Kursanstieg um 12% binnen Jahresfrist ändert sich das Bild aber. Bei einem, gemäss der neusten Unternehmensanalyse von OTC-X Research, erwarteten Reingewinn von rund 850’000 CHF sowie einem Aktienkurs von 1’500 CHF resultiert ein hohes Kurs/Gewinn-Verhältnis von 24.1. Der ausgewiesene Buchwert beträgt für 2014 gemäss der Analyse 678.6 CHF je Aktie, was zu einem Kurs/Buchwert-Verhältnis von 2.2 führt. Dank der vorausschauenden Geschäftspolitik des Verwaltungsrates dürfte die Ausschüttung von 50 CHF je 500 CHF-Namenaktie aber auch in diesem Jahr gesichert sein. Dies führt zu einer ansprechenden Dividendenrendite von 3.3%. Die Studie von OTC-X Research kommt zum Schluss, dass die Aktie damit in der aktuellen Niedrigzinsphase ein Obligationenersatz mit hoher Substanz bleibt. Aufgrund der Kursgewinne im letzten Jahr sind allerdings Kurssprünge nach oben nicht wahrscheinlich. Die Aktie eignet sich daher vor allem für langfristig denkende Investoren.

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