Schweizer Aktien: zCapital-Fonds mit Dividendenstrategie nach drei Jahren besser als der Markt

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Anlässlich des dreijährigen Bestehens des zCapital Swiss Dividend Fund veröffentlichten die Asset Manager auch gleich eine umfangreiche Studie zur Outperformance von Schweizer Dividendentiteln generell und insbesondere zu den Ergebnissen verschiedener Anlagestrategien im Universum der Schweizer Dividenden-Aristokraten. Die Autoren verstehen ihr Handwerk und belegen dies mit einer klaren Outperformance ihres Fonds sowohl im Vergleich zum SPI als auch zu Konkurrenzprodukten. Der zCapital Swiss Dividend Fund brachte seinen Anlegern der ersten Stunde über die drei Jahre 47.3% oder 13.8% p.a. und schlug damit den SPI um 5.6%, trotz oder gerade wegen der defensiven Strategie.

Risiko und Rendite

Im Umfeld des seit Jahren niedrigen Zinsniveaus lenkt die Studie den Blick auf die wichtigsten Einflussgrössen bei der Anlageentscheidung. Während die Obligationen heute eine negative Rendite von minus 0.2% aufweisen, d.h. der Käufer bezahlt für das Privileg, Staatsanleihen zu halten, ist der Schweizer Aktienmarkt mit einer Dividendenrendite von 3.3% vergleichsweise attraktiv bewertet. Beim Blick auf das Kurssteigerungspotenzial erscheinen Obligationen nicht weiter interessant, da die Zinsen kaum wesentlich niedriger gehen können. Bei Aktien sind dagegen aufgrund der gesunden Gewinnentwicklung der SPI-Unternehmen weitere Kurssteigerungen eher wahrscheinlich.

Und wie Abb. 3 zeigt, sind insbesondere dividendenstarke Aktien geeignet, die breite Marktentwicklung über längere Zeiträume deutlich zu schlagen, und dies bei geringer Volatilität.

US-Studien belegen Erfolg von Dividendenstrategie

Diverse Studien, die in den USA auch über lange Zeiträume angestellt wurden, belegen, dass seit den 1950er Jahren dividendenorientierte Anlagestrategien zu einer klaren Outperformance vs. den relevanten Marktindizes geführt haben. Und zwar in verschiedenen Inflationsszenarien. Sowohl im low-inflation environment (unter 10% p.a.) als auch in Deflationsphasen performen Dividendenaktien besser als der breite Markt, lediglich in Hochinflationsszenarien mit über 10% jährlicher Preissteigerungsrate sind Dividendentitel demnach die schlechteren Performer. Angesichts der globalen Entwicklungen, die Disinflation geht in immer mehr Ländern in Deflation über, so auch in der Schweiz, ist mit einem solchen Szenario gegenwärtig und auf absehbare Zeit allerdings nicht zu rechnen, weshalb die Dividendenstrategie auch weiterhin Erfolg versprechend ist.

Schweizer Aktienmarkt ist dividendenstark

Mit 3.3% durchschnittlicher Dividendenrendite rangiert die Schweiz vor allen relevanten Vergleichsmärkten wie USA, UK, Deutschland. Und die Voraussetzungen für weitere Dividendenerhöhungen sind in der Schweiz gut, denn die Unternehmen verfügen in bester Schweizer Tradition über starke Bilanzen und, darüber hinaus, auch über steigende Free Cashflows (FCF). Diese sind seit 2012 von 42 Mrd. CHF kontinuierlich gestiegen und dürften 2017 bei über 60 Mrd. CHF liegen. Die FCF-Rendite des SPI liegt bei 5% und damit weit höher als bei Vergleichsindizes wie S&P 500, Eurostoxx 50 und Nikkei 225. Aufgrund der spezifischen Struktur der Schweizer Unternehmenslandschaft bleiben die Perspektiven für die SPI-Unternehmen ungeachtet des schwierigen Fahrwassers für die Weltwirtschaft relativ gut. Die hochgewichteten Titel kommen überwiegend aus defensiven Industrien wie Pharma, Food, Telecom, Energieversorgung und Versicherungen. Dazu kommt, dass die Schweizer Unternehmen oft Weltmarktführer sind, wie Nestlé und Novartis, die eben auch Pricing Power haben.

Herausforderungen für Banken und Energieversorger

Wegen des Strukturwandels in der Energiewirtschaft stehen die Versorger vor enormen Investitionen, welche die Kapazität zu weiteren Dividendenerhöhungen vorerst dämpfen: eine direkte Folge des Klimawandels. Ähnlich ist die Lage bei den Banken, die wegen der schärferen Regulierung mehr Eigenkapital vorhalten müssen und ebenfalls hohe Investitionen zu tätigen haben. Auch hier erscheint trotz hoher FCFs das Potenzial für Dividendenerhöhungen beschränkt.

Gute Perspektiven für Asset Manager und Versicherungsindustrie

Demgegenüber zeichnen sich einige der börsennotierten Vermögensverwalter durch steigende Gewinne und Dividendenzahlungen aus. So beträgt das durchschnittliche jährliche Dividendenwachstum von Partners Group seit 2008 beeindruckende 10.4%, bei VZ Vermögenszentrum sogar 12.9%. Auch Versicherungen erzielen aufgrund ihres sehr speziellen Geschäftsmodells hohe und steigende FCFs und profitieren ebenso wie Asset Manager vom monetären Umfeld.

SPI – hohe Cashbestände, gesunkene Verschuldung

Seit 2012 halten die SPI-Unternehmen mehr Cash als sie Schulden haben, was zeigt, wie solide die Bilanzen sind. Die Verschuldung wurde in den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut, und das, obwohl Novartis, ABB und Nestlé milliardenschwere Aktienrückkaufprogramme durchführen.

 

Bewertungsparameter stimmen positiv

Obwohl die Schweizer Börse auch im internationalen Vergleich über die letzten Jahre eine imposante Entwicklung zeigt, sind die Aktien hier, im Gegensatz zu den meisten anderen Märkten, nicht überbewertet, weil die Entwicklung von Gewinnen und FCFs der SPI-Unternehmen eine solide Untermauerung bilden. Dies zeigt sich in dem Verhältnis von Verbindlichkeiten zu EBITDA in Abb. 12 der Studie. Und obwohl die Pay-out Ratio als Prozentsatz des FCF seit Jahren steigt, ist sie mit 55% durchaus noch steigerungsfähig.

Verschiedene Dividendenstrategien

Die Dividendenstrategie mag vordergründig simpel erscheinen, im Grunde liegt aber der Analyse der Aktien genau das Zahlenwerk zugrunde, das bei jeder Analyse, ob qualitativ oder quantitativ, durchleuchtet wird. Die Autoren zeigen auf, dass die „Dow-Dogs“ Strategie insofern zu kurz greift, als nur die Zahlen der Vergangenheit in die Entscheidungsfindung Eingang finden. Die Dow-Dogs sind diejenigen Aktien mit der höchsten Dividendenrendite und werden bei der Strategie einfach zum Ende jeden Jahres entsprechend im Portfolio ausgetauscht. Diese Strategie hat sich über die Jahrzehnte zwar als weit besser als viele andere erwiesen, berücksichtigt aber nicht, dass hohe Dividendenrenditen in Folge einer schwachen Aktienperformance auch ein Warnsignal sein können für anstehende Dividendenkürzungen oder gar -streichungen, die wiederum oft Anlass für weitere Kursabstürze der Aktie sind. Eine weiter entwickelte Strategie ist „Dividend Value“, wobei der Schwerpunkt der Betrachtung auf die Kontinuität der Dividendenzahlung gelegt wird. Die dritte Dividendenstrategie ist „Dividend Growth“. (Abb. 15) Nestlé mit einer über 50-jährigen Historie von nie gekürzten Dividendenzahlungen ist hier der leuchtende Stern an der Schweizer Börse. Seit 2008 stieg die Dividende bei Nestlé um durchschnittlich 8,8% p.a..

Schliesslich und letztlich gibt es noch „Mehrfaktor“ Strategien, bei denen bestimmte Kriterien als Filter gesetzt werden, z.B. Dividendenhistorie, Verhältniskennzahlen oder gewichtete Kapitalkosten (WACC). Das Konkurrenzprodukt zum zCapital Fonds, der SPI Select Dividend 20, ist ein Vertreter der letztgenannten Strategie, konnte jedoch den SPI soweit nicht schlagen.

Die Studie von zCapital dokumentiert in anschaulicher und nachvollziehbarer Weise, warum ausgesuchte und aktiv gemanagte Dividendenaktien den Anlegern eine Über-Rendite bringen und wieso die Voraussetzungen hierfür insbesondere am Schweizer Aktienmarkt sehr gut sind. Der eigene analytische Ansatz wird als aus den Elementen Dividend Value, Dividend Growth und fundamentale Aktienanalyse bestehend beschrieben, denn die Outperformance des Portfolios hänge entscheidend davon ab, Aktien mit überdurchschnittlichem Dividendenerhöhungspotenzial auszuwählen. Dies ist dem zCapital Swiss Dividend Fund in den ersten drei Jahren seit Auflage überzeugend gelungen. Mögen die Manager auch weiterhin besonnen und weitsichtig agieren.

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