Clientis Banken: Positives erstes Semester 2017 für Regionalbanken-Gruppe

Zinserfolg wächst stärker als die Ausleihungen – Neue Software-Plattform auf Kurs

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Andreas Buri, CEO Clientis AG
Andreas Burri, CEO der Clientis AG, kann von einem erfolgreichen 1. Semester berichten. Bild: zvg

Die Gruppe der Clientis Banken konnte im ersten Semester 2017 weiter wachsen. So erhöhten sich die Volumen der Ausleihungen bei der Gruppe von 15 Regionalbanken im Berichtszeitraum um 1.8% auf 12.26 Mrd. CHF. Nur ein kleiner Teil der Kredite wird nicht für hypothekarische Zwecke vergeben. Deren Volumen ging denn auch um 3.3% auf 0.7 Mrd. CHF zurück, während das für die Gruppe wichtige Hypothekarvolumen um 2.1% auf 11.57 Mrd. CHF anwuchs. Andreas Burri, CEO der Clientis AG, lässt sich in einer Medienmitteilung zum Semesterabschluss zitieren: „Das Kreditportfolio ist unverändert qualitativ sehr gut unterlegt.“ Zuzulegen vermochte die Gruppe auch bei den Kundengeldern, trotz der anhaltend tiefen Zinsen. So stiegen deren Volumina um 2.5% auf 10.27 Mrd. CHF an. Zeitgleich erhöhte sich der Deckungsgrad der Ausleihungen durch eigene Gelder von bereits hohen 83.3% nochmals auf 83.8%. Die Clientis Banken haben ihren Kunden auch im abgelaufenen Halbjahr keine Negativzinsen belastet. Leicht rückläufig waren hingegen die Volumina der Kundendepots, die um 1.4% auf 3.12 Mrd. CHF sanken.

Gutes Kommissionsgeschäft lässt Erträge wachsen

Die gute Börsenstimmung im ersten Semester liess den Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 11% anschwellen. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Zinserfolg mit einem Plus des Nettowerts um 2.6% auf 84.6 Mio. CHF. Mit einem Anteil von 78% an den Gesamterträgen nach 79.2% im Vorjahr stellt das Zinsdifferenzgeschäft bei der Clientis-Gruppe wie beim Gros der schweizerischen Regionalbanken die Haupteinnahmequelle dar. Aufgrund des starken Anstiegs des Erfolgs aus dem zinsindifferenten Geschäft um 10.2% auf 23.8 Mio. CHF legten die Gesamteinnahmen um 4.3% auf 108.4 Mio. CHF zu. Dank zusätzlicher Synergien innerhalb der Clientis Gruppe gelang es, die Kostensteigerung auf 0.7% zu begrenzen. Daher verbesserte sich die Cost/Income-Ratio (CIR) nochmals deutlich um 1.8% auf 60.7%. So legte denn auch der Geschäftserfolg um 10.2% auf 38.2 Mio. CHF zu. Positiv auf den Reingewinn wirkten sich Rückzahlungen aus dem RBA-Hilfsfonds aus, die zu einem Anstieg des ausserordentlichen Ertrags um 3.7 Mio. CHF führten. Unter dem Strich stieg der Reingewinn trotz der um 8.1% auf 7.6 Mio. CHF höheren Steuern um 22% auf 37.2 Mio. CHF an.

Neues IT-Projekt auf Kurs

Die Clientis AG betreibt das Plattform-Management für alle 15 Clientis Banken. Ab 2018 wird die Firma Inventx zum neuen Provider für den Betrieb der Rechnungszentren aller Häuser werden und so zu einem Multiprovider mutieren. Damit kann ein grosser Teil der gesamten IT-Services der Clientis Gruppe gemeinsam an einem Ort erbracht werden. Dies soll es der Gruppe erlauben, die stetig steigenden Herausforderungen an die Flexibiliät und Qualität der Dienstleistungen ebenso wie die weiter zunehmenden regulatorischen Anforderungen zu meistern. Die Zusammenführung der Leistungen soll auch dazu beitragen, die Kosten zu senken. Die IT-Kosten bilden den grössten Kostenblock der gesamten Sachaufwendungen. Beibehalten wird auch das Angebot an andere Banken, Leistungen der Clientis AG in den Bereichen Compliance, Vertrieb und Anlegen zu beziehen. Die Anzahl der bestellten Pakete legte im ersten Semester 2017 weiter zu.

Der Konzernabschluss der Clientis Gruppe für das erste Semester 2017 fällt erfreulich aus. Analog dem Gros der Regionalbanken konnte die Gruppe von der positiven Börsenentwicklung profitieren. Zu keinerlei Sorgen Anlass geben auch die Kennzahlen der Bilanz. Die Gruppe ist solide finanziert, was auch durch das beste Rating der Gruppe vom unabhängigen Bewerter Moodys bestätigt wird. Im Mai 2017 wurde das Rating für die langfristigen Verbindlichkeiten auf A1 angehoben. Damit attestiert die Ratingagentur der Clientis Gruppe die Stellung einer sicheren Anlagemöglichkeit mit einer geringen Ausfallwahrscheinlichkeit. Auch zeigt das Ergebnis, dass sich mit den 15 Banken nun eine stabile Eigentümerstruktur etabliert hat, die eine zukunftsträchtige Entwicklung der Gruppe möglich macht. 

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