Sustainability Leaders an der SIX: Effiziente und nachhaltige Lösungen seit 200 Jahren – Bucher Industries

Innovative Maschinen und Fahrzeuge schonen Ressourcen

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Bucher Industries ist ein breit diversifizierter Industrie-Konzern, dessen Produkte in kritischen Bereichen wie Nahrungsmittelproduktion, Landwirtschaft und Müllentsorgung zum Einsatz kommen. Entsprechend der Unternehmensphilosophie sind die Innovationen stets davon gekennzeichnet, dass sie Effizienz, Produktivität und Profitabilität der Kunden erhöhen und gleichzeitig die Umweltbelastung auf vielfältige Weise reduzieren. Die Aktie ist ein solider Langfrist-Performer.

Was 1807 als Schmiede begann, ist heute ein breit diversifiziertes und globales Industrie-Unternehmen. Bereits im ersten Handelsregistereintrag von 1874 ist als Spezialisierung die Fertigung mechanischer Bestandteile für landwirtschaftliche Maschinen genannt. Es folgten als Innovationen für die Agrar-Wirtschaft ab 1895 in kurzen Intervallen: der Gabelheuwender, die erste hydraulische Obstpresse mit Hochdruck-Presspumpe und der erste Exportschlager „Luna“, die Zentrifugal-Jauchepumpe. Auch die ersten Einachs-Traktoren und weitere innovative Landmaschinen sorgten für Erfolge. Die erste Übernahme im Ausland fand bereits 1946 in Frankreich statt. Kommunalgeräte werden seit 1966 produziert. 1984 wurde eine Holding-Struktur etabliert, 1986 ging Bucher dann an die Schweizer Börse. Zahlreiche weitere Übernahmen in In- und Ausland komplettieren das Tätigkeitsspektrum. 2006 kommt der Markteintritt in Indien, 2012 in China.

Aktivitäten-Spektrum

Heute ist Bucher Industries in fünf Divisionen unterteilt: Spezialisierte Landmaschinen, Kommunalfahrzeuge, hydraulische Komponenten, Produktionsanlagen für die Glasbehälter-Industrie sowie Bucher Specials mit diversen Aktivitäten wie Anlagen für Fruchtsaft-, Wein- und Bierherstellung, Handel mit Traktoren und Landmaschinen sowie Steuerungslösungen für die Automatisierungstechnik. Erst der genauere Blick zeigt, warum und wie die Bucher-Aktivitäten nachhaltig ausgerichtet sind.

Quelle: bucherindustries.com

Nachhaltige Innovationen für den Markt

Das 2018 lancierte neue Seitenlader-Müllfahrzeug „SPORT Gen 6“ reduziert dank der adaptiven Hydraulik nicht nur den Lärm, sondern auch den Kraftstoffverbrauch um 7%, verdichtet weiterhin den Müll besser und erfordert neben dem Fahrer kein weiteres Personal. Darüber hinaus steigt die Produktivität um 20%, weil die präzisere Greiftechnik mehr Mülleimerentleerungen ermöglicht.

Im Bereich Hydraulik sorgen die innovativen servohydraulischen Verdrängersteuerungen gegenüber den herkömmlichen Drosselsteuerungen für Energieeinsparungen und eine Reduzierung des CO2-Ausstosses von jeweils 50% bis 70%, indem nur soviel Druck und Volumenstrom produziert wird, wie es der Antrieb auch tatsächlich benötigt. Da nur das effektive Pendelvolumen abgedeckt wird, sinkt auch der Einsatz von Hydrauliköl um bis zu 90%.

Mitarbeiter als Erfolgskomponente

Die seit langem verfolgte Nachhaltigkeitspolitik von Bucher bezieht sich nicht nur auf die Produkte, sondern auch deren Herstellung, die Lieferketten und die Bedingungen für Mitarbeiter. Ein Beispiel ist die Stromsenkungs-Initiative am Standort Malaysia. Durch LED-Beleuchtungssysteme und den Austausch kleiner Ventilatoren gegen industrielle konnte der Stromverbrauch trotz 12% höherer Produktionszeit um 10% gesenkt werden.

Bucher zählt 13’100 Mitarbeitende weltweit. Die Fähigkeit unterschiedliche hoch qualifizierte Mitarbeitende anzuziehen und nicht zuletzt durch hervorragende Aus- und Weiterbildung zu halten, wird bei Bucher als eine der höchsten Prioritäten angesehen. Ebenfalls wesentlich sind Vielfalt und Chancengleichheit sowie die Fähigkeit, Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation auch in Zeiten der Veränderung hochzuhalten. Eine weitere spezifische Priorität bei Bucher ist das Wettbewerbsrecht und die Korruptionsvermeidung. Die Mitarbeitenden werden geschult und sind verpflichtet, gesetzeskonform vorzugehen.

Globale Präsenz

Alle Divisionen nehmen jeweils eine global führende Position ein. Bucher ist an mehr als 40 Standorten auf allen Kontinenten vertreten. 2018 verteilte sich der Umsatz von 3.1 Mrd. CHF zu 62% auf Europa, zu 24% auf Nord- und Südamerika, zu 9% auf Asien und die verbleibenden 5% verteilen sich auf Afrika und Australien. Auf die Schweiz entfallen noch 3% des Umsatzes. Die EBIT-Marge bewegte sich während der letzten Jahre zwischen 7,1% und 9,2% und lag zuletzt bei 9,1%.

Quelle: bucherindustries.com

2018 stiegen der Umsatz um 15,8%, der Auftragseingang um 11,7% und das EBIT um 22,6%. Der Gewinn je Aktie nahm um 23,6% zu. Daran sind in geringerem Umfang auch Wechselkursveränderung beteiligt sowie die getätigten Akquisitionen. Tatsächlich ist Bucher ein eifriger Käufer von passenden Unternehmen oder Teilaktivitäten, allein seit Anfang 2018 waren es sieben Transaktionen, davon drei in China.

Quelle: bucherindustries.com

Gutes erstes Halbjahr 2019

Der gute Geschäftsgang setzte sich auch im ersten Halbjahr 2019 mit einem Umsatzanstieg um 6,5% fort, der Auftragseingang jedoch sank vom hohen Vorjahresniveau um 4,7%. Das Konzernergebnis stieg um 3,8%. Die Zahlen sind jedoch nur begrenzt vergleichbar, da der Rechnungslegungsstandard von IFRS auf Swiss GAAP FER geändert wurde. Für das Gesamtjahr zeichnet sich ab, dass Umsatz und Ergebnis nicht unter den Vorjahreswerten liegen werden, trotz des spürbaren Abschwungs in der Weltwirtschaft. Die Produktion von Glasbehältern sowie von Maschinen zur Herstellung und Inspektion boomt jedoch, die Industrie arbeitet an den Kapazitätsgrenzen, die Preise steigen. Hintergrund ist der nun weltweit aufgenommene Kampf zur Eindämmung der Flut von Plastikverpackungsmüll. Glas als nachhaltige, da wiederverwendbare Verpackung erlebt ein starkes Comeback.

Ähnlich ist es in den anderen Divisionen. Die neue Generation der Sämaschinen steht im Dienste der konservierenden Landwirtschaft, d.h. die Bodenbearbeitung wird auf ein Minimum reduziert, dadurch die Bodenfeuchtigkeit erhalten und der Erosion entgegengewirkt. Für den landwirtschaftlichen Prozess ist nur noch eine Sämaschine erforderlich, was Kosten senkt. Mit der Präzisions-Landwirtschaft werden Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoss deutlich reduziert.

Fazit

Zwar sind die Tochtergesellschaften von Bucher Industries überwiegend in zyklischen und wettbewerbsintensiven Industrien tätig, doch durch die Kundenfokussierung werden deren Kosten durch die Innovationen so gesenkt, dass die Investitionen gut begründet sind. Auch wenn es immer wieder schlechte Jahre gibt, so zeigt doch die langfristige Entwicklung von Bucher, dass Innovationsführerschaft zu Markführerschaft führt und diese wiederum zu Preisfestsetzungsmacht und nachhaltig hohen Gewinnmargen. Mit einem KGV von 15 erscheint die Bucher-Aktie nicht überbewertet. Die seit 2018 schwächere Kurstendenz hat den konjunkturellen Abschwung bereits vorweggenommen.

Kursentwicklung der Bucher Industries Aktie in den letzten zwanzig Jahren. Quelle: six-group.com

 

 

 

 

 

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