Interroll: Logistiktechniker erwirtschaftet 2019 mehr Gewinn

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Der Anbieter von Logistiktechnik Interroll hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019 mehr verdient. Die Aktionäre sollen in Form einer höheren Dividende profitieren. Für die Zukunft bleibt Interroll – zumindest in der mittleren Frist – optimistisch.

Dank kontinuierlicher Produktivitätssteigerungen und Kostensenkungen sei die Profitabilität weiter gestiegen, teilte das in der Fördertechnik, Intra-Logistik und Automation tätige Unternehmen am Freitag mit. Der Betriebsgewinn (EBITDA) erhöhte sich um 3,1% auf 96.1 Mio. CHF.

Und dies, obwohl der Umsatz 2019 das erste Mal seit einigen Jahren mit starkem Wachstum nicht mehr zugelegt hat. Wie schon im Januar bekannt gegeben, verharrte dieser mit 559.7 Mio. CHF auf Vorjahresniveau. Auch bei den Aufträgen harzt es etwas: Der Auftragseingang sank um 7,8% auf 546.5 Mio. CHF, und in Lokalwährungen resultierte ein Minus von 5,7%.

Unter dem Strich blieb 2019 ein Reingewinn von 56.0 Mio. CHF, das ist ein Plus von 8,2%. Die Reingewinnmarge habe mit 10,0% erstmals seit der Unternehmensgeschichte einen zweistelligen Wert erreicht, schrieb Interroll. Im Vorjahr hatte sie 9,3% betragen.

Erwartungen erfüllt

Mit den Gewinnzahlen hat Interroll die Erwartungen von Analysten im Grossen und Ganzen erfüllt. Während das EBITDA leicht unter den Erwartungen lag, lag der Reingewinn etwas darüber. Von den steigenden Gewinnen sollen auch die Aktionäre profitieren. Ihnen wird eine Dividende von 22.50 CHF vorgeschlagen, nach 22 CHF im Vorjahr.

Beim Ausblick zeigt sich Interroll vorsichtig optimistisch, berichtet aber auch mit Verweis auf das Coronavirus von gemischten kurzfristigen Signalen. Die Gruppe sei positiv in das Geschäftsjahr 2020 gestartet, hiess es im Communiqué. In den Kernmärkten habe sich ein unvorhergesehenes kurzfristiges Abwärtspotenzial ergeben, das zum Teil durch das plötzliche Auftreten des Coronavirus verursacht worden sei.

Dennoch bleibe die mittelfristige Marktnachfrage stark, und die nachhaltige Expansion von Interroll im Markt gehe mit der Notwendigkeit einher, die Kapazitäten zu erweitern. Daher würden in Kürze neue Werke in allen Regionen den Betrieb aufnehmen. Die starke finanzielle Situation erlaubt es der Gruppe, auch im Geschäftsjahr 2020 und darüber hinaus in den Kapazitätsausbau und die Digitalisierung zu investieren.

Die Aktien von Interroll sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 1’302 CHF für eine Aktie bezahlt.

tt/kw

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