Cresta Palace Celerina: Sommergeschäft nach „Corona-Crash“ mit neuer Direktion wieder auf Kurs

Kapitalerhöhung über max. 7.2 Mio. CHF läuft an – neue Direktion seit 1. Juni 2020

0
459

Bis Anfang März 2020 wähnte sich die auf OTC-X gelistete Engadiner Hotelgesellschaft Cresta Palace Celerina AG trotz eines unter den Erwartungen liegenden Sommergeschäfts 2019 noch „gut auf Kurs„. Dann kam, ausgehend vom nahe gelegenen Italien, die „Corona-Krise“ immer näher und führte auch beim Cresta Palace – praktisch mitten in der Hochsaison – zu einem frühzeitigen Saisonende. Alle positiven Trends der Vorjahre waren mit Corona plötzlich Makulatur und die Welt – zumindest gefühlt – eine andere. Die Umstände sind hinlänglich bekannt, weshalb an dieser Stelle auf eine weitere Rekapitulation der Ereignisse in jenen nicht nur für die Tourismusbranche denkwürdigen März-Tagen verzichtet werden soll.

Hotel Cresta Palace Celerina im Winterkleid. Quelle: Cresta Palace Celerina AG, www.crestapalace.ch
Gesamtumsatz um 2.6% auf knapp 6.5 Mio. CHF rückläufig

Der Umsatz per Ende April 2020 reduzierte sich im Vorjahresvergleich um „nur“ 2.6% auf 6.5 Mio. CHF (Vj. 6.7 Mio. CHF), was auf den ersten Blick schwächer aussieht, als es letztlich gewesen ist. „Ohne Corona“ hätte sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter fortgesetzt. Dem Cresta Palace fehlten faktisch zwei Umsatzmonate zum Ende der Hauptsaison im Winter. Der Start in die Wintersaison 2019/2020 verlief zunächst noch erfolgreich: Die Hotel-Auslastung war gut, und auch die Umsätze in den Restaurants konnten gesteigert werden. Wie die Gesellschaft im aktuellen Geschäftsbericht 2019/2020 mitteilt, holte sie bis Ende Februar 2020 sogar einen grossen Teil des Einnahmerückstands aus dem schwachen Sommergeschäft auf. Ende Februar 2020 war das Cresta Palace zu 85% ausgelastet.

Beherbergungserträge gehen um 4.7% zurück

Als die Gesundheitsbehörden des Kantons Graubünden den Engadin-Skimarathon Ende Februar absagten, wurden aussagegemäss „sofort“ 25% der Buchungen storniert – überwiegend aus dem Ausland. Die Schliessung der Bergbahnen am 13. März 2020 führte zu einem vorzeitigen Auszug von über 120 Hotelgästen. Insgesamt verzeichnete das Cresta Palace Stornierungen für bereits gebuchte Zimmer im Wert von 0.9 Mio. CHF – und neue Buchungen kamen trotz „bester Schnee- und Wetterverhältnisse bis Ostern“ naturgemäss nicht hinzu. Der Beherbergungsertrag als wichtigste Ertragsgrösse und eigentliches „Kerngeschäft“ ermässigte sich 2019/2020 um rund 4.7% auf knapp 3.8 Mio. CHF (Vj. 4 Mio. CHF). Dabei machte der Beherbergungsertrag rund 58% (Vj. 59%) vom Gesamtertrag aus.

Corona-Pandemie als „Super-GAU“

Wie die Gesellschaft im Vorwort zum Geschäftsbericht weiter mitteilt, hat die Cresta Palace Celerina AG mit Beginn der Corona-Pandemie etwa 1.3 bis 1.5 Mio. CHF an Einnahmen verloren. Für einen stark saisonabhängigen Betrieb wie das Cresta Palace Celerina geht eine solche Konstellation in Richtung eines Super-GAU, von dem sich die Gesellschaft nun immerhin dank eines (sehr) guten Sommergeschäfts 2020 zu erholen scheint.

In der Gastronomie waren die Umsätze mit 2.0 Mio. CHF praktisch unverändert im Vergleich zum Vorjahr, was angesichts des faktisch um sechs Wochen verkürzten Geschäftsjahres mitten in der Hochsaison als ein gutes Zeichen zu interpretieren ist. Der März „hätte“ ansonsten für die Gastronomie ein guter Monat werden können. Über das Gesamtjahr betrachtet machte es sich offenbar bezahlt, dass die Cresta Palace Celerina – als noch alle Betriebe geöffnet waren – auch vermehrt Nicht-Hotelgäste im Restaurant Giacomo begrüssen durfte.

„Staziun da Basa“ unterstützt Positionierung als Sporthotel

Unter dem vorzeitigen Saisonende Mitte März in den Skigebieten litt auch das Service-Kompetenzzentrums „Staziun da Basa„, über das wir an dieser Stelle wiederholt berichtet hatten. Von tiefer Basis aus waren die Umsätze um 7.6% rückläufig, auf die Staziun da Basa entfielen 4.5% der Umsätze  (Vj. 4.7%). Wie schon in den Vorjahren darf aber angenommen werden, dass indirekte Erfolge aus der Staziun bei den Zimmererträgen verbucht werden konnten. Die Angebotswelten der Staziun da Basa haben die Positionierung als „Sporthotel“ im Tourismusmarkt in den letzten beiden Jahren massgeblich unterstützt. Erträge aus Mieteinahmen und sonstige Einnahmen blieben stabil bei 0.2 Mio. CHF. Stabil zeigten sich auch die Erträge des Spa-Bereichs mit 0.1 Mio. CHF.

Unzufrieden zeigte sich der Verwaltungsrat mit dem Sommergeschäft 2019, da der Umsatz trotz erhöhter Marketingaktivitäten nicht im gewünschten Rahmen gesteigert werden konnte. Das Resultat sei „unbefriedigend“, weshalb das Marketing überarbeitet wird und das Auftragsverhältnis mit einer Verkaufsagentur aufgelöst wurde.

EBIT und Jahresergebnis rutschen wieder in die Verlustzone 

Im abgelaufenen „Corona-Geschäftsjahr 2019/2020“ ist es der Cresta Palace Celerina AG nicht gelungen, den überwiegend fixen Betriebsaufwand kurzfristig im Umfang des Umsatzrückgangs zu reduzieren. Der direkte Aufwand (Warenaufwand, Personal, direkter Betriebsaufwand) erhöhte sich sogar leicht auf 4.0 Mio. CHF (Vj. 3.9 Mio. CHF). Ursächlich war hier insbesondere der deutlich um 8.0% gesteigerte Personalaufwand von 2.6 Mio. CHF (Vj. 2.4 Mio. CHF). Allerdings sind 2019/2020 gegenläufig auch rund 0.2 Mio. CHF „Management Fees“ entfallen, die in der Vorjahresrechnung erst unterhalb der Stufe Brutto Betriebsgewinn (GOP) mit Wirkung auf das EBITDA noch enthalten waren.

Der Brutto Betriebserfolg (GOI) verschlechterte sich damit um 10.4% auf gerundet 2.5 Mio. CHF (Vj. 2.8 Mio. CHF). Dies entspricht nur noch gut 38% vom Gesamtertrag (Vj. 41%) und geht zumindest prozentual in die Nähe des Geschäftsjahres 2015/2016, als der GOI nach der Wechselkursfreigabe des Schweizerfrankens zum Euro im Januar 2015 auf nur 36% vom Gesamtertrag förmlich abstürzte (2014/2015: 44% oder 3.1 Mio. CHF).

Betriebsaufwand stiegt kräftig um 7.6% an

Leider ist es der Verwaltung 2019/2020 nicht gelungen, den sonstigen Betriebsaufwand (Verwaltung, IT, Marketing, Unterhalt, Energie, Entsorgung etc.) bei einem rückläufigen Umsatz wenigstens stabil zu halten. Auch hier waren kurzfristige Kostensenkungen nach dem „Lock Down“ im März auf der Zielgeraden des Geschäftsjahres offenbar nicht mehr möglich. Allerdings kletterte der übrige Betriebsaufwand sogar um 7.6% auf gerundet 2.1 Mio. CHF (Vj. 1.9 Mio. CHF). Insbesondere der nicht näher aufgeschlüsselte „übrige Unterhaltsaufwand“ erhöhte sich signifikant um fast 37% auf 0.35 Mio. CHF. Der Brutto Betriebsgewinn (GOP) fiel um mehr als die Hälfte auf 409’256 CHF (Vj. 842’419 CHF).

Auf das Problem einer vergleichsweise hohen Kostenbasis hatten wir bereits in den Vorjahren hingewiesen (u.a. schweizeraktien.net vom 13. September 2017). Wenn – wie 2019/2020 durch Covid-19 passiert – die Umsatzbasis erodiert und gleichzeitig die Kosten nicht im gleichen Umfang gesenkt werden können, wirkt sich dies entsprechend nachteilig auf die Erfolgsrechnung aus.

Das EBITDA rutschte um -37% auf 347’513 CHF (Vj. 548’991 CHF) ab. Mit mehr als 0.7 Mio. CHF fielen die Abschreibungen diesmal deutlich grosszügiger aus als im Vorjahr (0.4 Mio. CHF). Nach dem vermeintlichen „Turnaround-Signal“ des Vorjahres, das sich mit der „Corona-Krise“ allerdings zumindest vorläufig als Fehlsignal entpuppte, drehte das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr mit -395’143 CHF (2018/2019: +104’947 CHF) erneut in den negativen Bereich. Aus Aktionärssicht ist dies sicherlich eine Enttäuschung, die im „Corona-Umfeld“ allerdings auch nicht zu überraschen vermag.

Das ausgewiesene Unternehmensergebnis lag mit -382’949 CHF (Vj. +40’248 CHF) nun ebenfalls wieder deutlich in der Verlustzone. Allerdings ist der ausgewiesene Reingewinn bei einer vertieften Betrachtung aufgrund des hohen Einflusses der Abschreibungen auf den Ergebnisausweis – wie schon in den Vorjahren – nur bedingt aussagekräftig. Anzumerken ist allerdings auch, dass das Unternehmensergebnis war – wie schon im Vorjahr – erneut von einem ausserordentlichen Ertrag in der Grössenordnung von rund 0.35 Mio. CHF aus der Auflösung von Arbeitgeberbeitragsreserven positiv beeinflusst war. Andernfalls wäre das Nachsteuerergebnis sogar noch schlechter ausgefallen.

Verlust lässt Eigenkapital weiter schrumpfen

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit reduzierte sich von 0.8 Mio. CHF im Jahr 2018/2019 auf nur rund 0.02 Mio. CHF im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Der Verlust des Geschäftsjahres 2019/2020 führt dazu, dass das ausgewiesene bilanzielle Eigenkapital der Cresta Palace Celerina AG von rund 1.2 Mio. CHF (6% der Bilanzsumme) auf nur noch etwa 0.85 Mio. CHF (4% der Bilanzsumme) geschrumpft ist. Allerdings ist die ausgewiesene Eigenkapitalquote von nur etwa 4% oder 0.85 Mio. CHF in absoluten Zahlen – wie schon in den Vorjahren skizziert – aufgrund der grosszügigen Abschreibungspraxis der Vergangenheit und vermuteten hohen stillen Reserven im Betrieb letztlich ohne Aussagekraft (siehe auch schweizeraktien.net vom 25. Oktober 2018). Die „echte Eigenkapitalquote“ dürfte bedeutend höher liegen, ist aber mit den vorliegenden Informationen schwer zu quantifizieren.

Um die zumindest optisch stark strapazierte Eigenkapitalquote auch mit Blick auf anstehende Investitionen in den Betrieb zu stärken, beabsichtigt die Cresta Palace Celerina AG, kurzfristig eine Kapitalerhöhung im Umfang von bis zu 7.2 Mio. CHF durchzuführen. Bereits im Vorjahr hatten wir über entsprechende Pläne berichtet, die sich jetzt konkretisieren.

Kapitalerhöhung um bis zu 9’000 Aktien zum Ausgabepreis von 800 CHF

Der Verwaltungsrat schlägt der kommenden Generalversammlung vom 5. Oktober 2020 eine ordentliche Kapitalerhöhung über 900’000 CHF durch die Ausgabe von bis zu 9’000 neuen Namenaktien à 100 CHF nominal vor. Das bestehende Aktienkapital würde sich dabei von bisher 0.9 Mio. CHF auf 1.8 Mio. CHF verdoppeln. Entsprechend ist das geplante Bezugsverhältnis auf neue Aktien „1:1“. Dies bedeutet, dass pro bestehender Cresta Palace-Aktie via Bezugsrecht je eine neue Aktie zum Bezugspreis erworben werden kann. Bestehende Aktionäre haben ein Bezugsrecht auf neue Aktien, wobei kein Bezugsrechtshandel vorgesehen ist. Eine Verrechnung mit bestehenden Aktionärsdarlehen ist grundsätzlich möglich. Eingetragenen Aktionären sind die Unterlagen zur Kapitalerhöhung mit allen weiteren Informationen und Zeichnungsschein auf dem Postweg mit der GV-Einladung zugestellt worden.

Der Ausgabepreis soll gemäss Traktandenliste zur Generalversammlung vom 5. Oktober 800 CHF pro neu auszugebender Namenaktie à 100 CHF nominal betragen. Damit liegt der Bezugspreis deutlich unterhalb der zuletzt auf OTC-X bezahlten Preise von 1’650 CHF.

Wenn alle neuen Aktien gezeichnet würden, so läge der Mittelzufluss bei der Gesellschaft bei rund 7.2 Mio. CHF brutto.

Aus dem Begleitschreiben zur GV-Einladung („Bezugsschein“) geht hervor, dass die Bezugsfrist „3 Wochen nach dem GV-Beschluss“ beträgt, mit möglicher Verlängerung. Innerhalb dieser 3-Wochen-Ausschlussfrist nach dem 5. Oktober 2020 muss der Gesellschaft der unterzeichnete Zeichnungsschein im Original zugegangen sein.

Es ist vorgesehen, die Mittelerlöse aus der Kapitalerhöhung zunächst prioritär für eine Erneuerung der technischen Anlagen sowie eine Renovation der Zimmer zu verwenden. Die technischen Anlagen werden in der Zwischensaison Herbst/Winter 2020 erneuert, die Zimmererneuerung ist für die Zwischensaison Winter/Sommer 2021 geplant. Die Anzahl der zu renovierenden Zimmer hängt dabei aussagegemäss vom Erfolg der Kapitalerhöhung ab.

Wechsel in der Direktion: Annika und Markus Tauss übernehmen

Anfang 2015 berichteten wir im Blog über den damaligen Direktionswechsel und den Neubeginn nach der fast drei Jahrzehnte dauernden Ära des Direktorenehepaars Elisabeth und Hanspeter Herren. Nach etwas mehr als 5 Jahren gab es im Frühjahr 2020 wieder einen Stabswechsel in der Direktion des Cresta Palace. Der Verwaltungsrat und der seit 2015 amtierende Direktor Kai Ulrich haben das Arbeitsverhältnis im März auf Ende April 2020 – und damit zum Ende des Geschäftsjahrs 2019/2020 – „im gegenseitigen Einvernehmen“ kurzfristig aufgelöst. Die Engadiner Post berichtete am 20. März 2020, nur wenige Tage nach dem Lockdown, erstmals in Kürze über diese Personalie, die ansonsten – so zumindest der Eindruck von aussen – sehr geräuschlos über die Bühne gegangen ist. Erst Anfang Juni, wenige Wochen vor der verspäteten Wiederaufnahme des Hotelbetriebs, kommunizierte die Cresta Palace Celerina AG den zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgten Direktionswechsel in einer Medienmitteilung zum neuen Sommerangebot unter neuer Führung (auch htr vom 5. Juni 2020). Im Geschäftsbericht 2019/2020 dankt der Verwaltungsrat Kai Ulrich für seine geleistete Arbeit in den letzten Jahren und die Neuausrichtung des Hotels.

Zum Nachfolger von Kai Ulrich hat der Verwaltungsrat mit Wirkung ab dem 1. Juni 2020 das Ehepaar Annika Sosnizka Tauss und Markus Tauss ernannt. Das Ehepaar Tauss bringt gemäss Medienmitteilung „langjährige Erfahrung und umfassende Kenntnisse sowohl aus internationalen Hotelketten als auch aus privat geführten Häusern der Luxushotellerie“ in die neue Tätigkeit ein. Den Fokus für den „Corona-Sommer 2020“ legt das neue Direktorenehepaar dabei – mit attraktiven Preismodellen – auf Familien sowie „Erlebnis-Packages“ – und dies offenbar mit Erfolg, wie der Ausblick auf die noch laufende Sommersaison im Geschäftsbericht andeutet (s.u.).

Sommer 2020 im Zeichen von Familienferien, Sport und Wellness

Aufgrund der noch immer anhaltenden „Corona-Unsicherheiten“ ist es denkbar, dass das Trend-Thema „Medical Wellness“ aktuell – zumindest kurzfristig – nicht mehr oberste strategische Priorität geniesst und sich der Sommer-Fokus beim Blick in die Medienmitteilung über den „Sport“ hinaus in Richtung „aktive Familienferien in der Schweiz“ verschoben haben könnte.

Vor dem Hintergrund anhaltender Reisebeschränkungen und, in Abhängigkeit des weiteren Pandemie-Verlaufs, unkalkulierbarer Quarantänebestimmungen in wichtigen Auslandsmärkten sowie in der Schweiz erscheint dieser Fokus auf aktive Familien aus der Schweiz und den nahen Auslandsmärkten auch als ein stabilerer Ansatz. Gleichwohl bietet das Cresta Palace in Zusammenarbeit mit dem Spital Oberengadin neu seit Anfang Jahr verschiedene Medical-Wellness-Angebote an, was das bestehende Angebot komplementär um zukunftsträchtige Geschäftsbereiche ergänzt.

Positive Entwicklung im Sommer 2020 – Winter 20/21 mit Fragezeichen

Das Cresta Palace Hotel ist seit dem 29. Juni 2020 wieder geöffnet – zwei Wochen später als ursprünglich geplant. Aus dem Verwaltungsratsbericht zum Ausblick auf das laufende Jahr geht hervor, dass der Umsatz im Juli gegenüber dem Vorjahr „bedeutend“ gesteigert werden konnte. Zudem seien die Aussichten für den weiteren Verlauf der Sommersaison „bis jetzt gut“. Dies zeigt, dass die Angebote von den Gästen – die in diesem Jahr mehrheitlich aus der Schweiz kommen dürften – gut angenommen wurden und werden.

Wie an vielen anderen Orten im Alpenraum herrscht aber ein hohes Mass an Unsicherheit, was die kommende Wintersaison betrifft. Es ist schon heute absehbar, dass Skiferien künftig „anders“ aussehen werden als in den zurückliegenden Jahren.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen für sein Land – wohl auch unter dem Eindruck der Erfahrungen von „Ischgl“ im Februar/März 2020 – bereits, noch vor dem Start der Wintersaison, ein „Après-Ski-Verbot“ verhängt und verschärfte Schutzkonzepte für den Wintersport angekündigt. Dazu zählt u.a., dass Essen und Getränke an Hütten und in Restaurants nur noch im Sitzen konsumiert werden dürfen, in Seilbahnen ein Abstand von einem Meter und Maskenpflicht vorgeschrieben ist, Skischulen höchstens zehn Schüler pro Gruppe haben dürfen und die Durchmischung zwischen Gruppen verhindert werden soll. Folgt auch die Schweiz im Winter den österreichischen Vorgaben für Winter-Schutzkonzepte, so dürfte dies den Ski- und Schneetourismus im gesamten Alpenraum empfindsam treffen.

Gleichwohl: Die Cresta Palace Celerina AG gibt sich im Ausblick zuversichtlich und „hofft“ aussagegemäss auf eine „kontrollierte Entwicklung der Corona-Erkrankungen“. Wir hoffen mit!

Fazit

Das Aktienkapital von 900’000 CHF ist aktuell eingeteilt in 9’000 Namenaktien zu 100 CHF nominal. Der letzte Umsatz der sehr illiquiden Aktie fand vor wenigen Tagen zu 1’650 CHF (Kurs vom 15. September 2020) statt, entsprechend einer „Marktkapitalisierung“ von rund knapp 15 Mio. CHF. Die Aktien werden aktuell zu 1’400 CHF gesucht und zu 1’650 CHF angeboten (Kurse vom 23.09.2020). Auf Basis des Geld-Kurses liegt die rechnerische „Marktkapitalisierung“ im Bereich von 12.6 Mio. CHF.

Allerdings könnte sich die Aktienstückzahl mit der kommenden Kapitalerhöhung über maximal 9’000 Aktien in Abhängigkeit der Zeichnungsbereitschaft für neue Aktien auf bis zu 18’000 Aktien erhöhen, eine Verdopplung gegenüber dem Status Quo.

Die Aktien der Cresta Palace Celerina AG eignen sich weiterhin primär für Anleger mit einem Bezug zur Region sowie einem gewachsenen Faible für „Spezialitäten-Aktien“. Die diesjährige Generalversammlung findet am 5. Oktober 2020 im Hotel Cresta Palace Celerina statt. Im Anschluss an die GV startet die dreiwöchige Bezugsfrist auf neue der Aktien der Cresta Palace Celerina AG.

Transparenzhinweis: Dem Autoren nahestehende Personen sind Aktionäre der Cresta Palace Celerina AG.

Hinweis in eigener Sache: Am 20. Oktober 2020 findet im Berghaus auf dem Niesen der  Branchentalk Tourismus statt. Im Fokus stehen „Innovationen im Tourismus und die Folgen von Covid-19“. Zu den Gästen und Referenten gehören u.a. Antoine Hubert, CEO der AEVIS Victoria-Gruppe, Christoph Egger, CEO der Schilthornbahn AG, Egon Gsponer, stv. CEO MG Bahn AG und GGB, und Gastgeber Urs Wohler, CEO der Niesenbahn AG.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here