Espace Real Estate: Webcast zum Geschäftsjahr 2020

Dividende wird von 4.75 CHF auf 5.25 CHF erhöht

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Im Webcast von Espace Real Estate äussern sich Verwaltungsratspräsident Dr. Andreas Hauswirth und CEO Lars Egger zum Geschäftsjahr 2020, zur Dividendenerhöhung und den strategischen Initiativen, die das Unternehmen anstösst. 

Espace Real Estate kam dank ihrer vor Jahren eingeschlagenen Strategie, den Wohnanteil zu erhöhen und Verbesserungen im operativen Bereich vorzunehmen, gut durch das vergangene, von Corona geprägte Jahr. Aufgrund der erfolgreichen Erstvermietung von drei Wohnüberbauungen stiegen die Erträge aus Vermietung um 7,3% auf 34.6 Mio CHF. Der Periodengewinn stieg um 30,8% auf 22.0 Mio. CHF (Vorjahr 16.8 Mio.). Dieses Ergebnis ist positiv beeinflusst durch die Anpassung von Rückstellungen für latente Steuern in der Höhe von 4.5 Mio. CHF als Folge der Steuerreform im Kanton Solothurn, durch die Aufwertung der Liegenschaften im Umfang von  1.3 Mio. CHF sowie Erträge aus Verkauf von  0.05 Mio CHF. Das bereinigte Periodenergebnis ohne steuerliche Sondereffekte, ohne Aufwertung der Liegenschaften und ohne Erträge aus Verkauf stieg um rund 21% auf 16.4 Mio. CHF (Vorjahr 13.5 Mio. CHF).

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung am 20. Mai 2021 die Ausschüttung einer erhöhten Dividende aus Kapitaleinlagereserven von 5.25 CHF pro Aktie (Vorjahr 4.75 CHF).

Weil Espace nicht an der Börse kotiert ist, kann die Ausschüttung aus den Kapitaleinlagereserven für Privatpersonen mit Wohnsitz in der Schweiz vollumfänglich steuerfrei erfolgen.

Espace bekennt sich zu einer nachhaltigen Kunden- und Anlagepolitik

Als nachhaltig agierendes Unternehmen hat Espace seine Verantwortung gegenüber den vom Lockdown direkt betroffenen Mietern wahrgenommen, in dem es proaktiv die jeweiligen Geschäftsmieterinnen und -mieter mit situationsgerechten Massnahmen unterstützte. Es wurden substanzielle Mieterlasse und -stundungen gewährt.

Mit einer nachhaltigen Investitionsstrategie will Espace in Zukunft stärker wachsen. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird im Zuge umfassender Sanierungen die Energieeffizienz von rund 250 Wohnungen wesentlich verbessert. Espace wird diesbezüglich in naher Zukunft klare Ziele setzen und einen CO2-Absenkpfad definieren. Zudem wird der Bau von weiteren Solaranlagen im Portfolio von Espace konsequent weiterverfolgt. Das Potenzial für rentable Solaranlagen liegt derzeit bei rund 2.3 MegawattPeak, was dem Strombedarf von ca. 800 Haushalten entspricht. Mit dem schrittweisen Bau der Anlagen leistet Espace einen weiteren Beitrag zur Energiewende und wird zukünftig die Mehrheit der Mietwohnungen im Portfolio mit sauberem Solarstrom versorgen.

Sinkende Leerstände bei den Renditeliegenschaften

Der Leerstand der Renditeliegenschaften über das gesamte Portfolio sank auf 5,62% (Vorjahr 6,67%). Dabei entfallen rund zwei Drittel auf kommerziell genutzte Liegenschaften, wovon ein Viertel Liegenschaften in Sanierung betrifft.

Erfolg aus Neubewertung

Der Erfolg aus Neubewertung belief sich auf 1.3 Mio. CHF (Vorjahr 2.4 Mio. CHF). Das Immobilienportfolio von Espace konnte dank seiner breiten Diversifikation Marktkorrekturen aufgrund von Corona im Bereich einzelner Geschäftsliegenschaften absorbieren. Der Marktwert des Immobilienportfolios stieg im Geschäftsjahr 2020 auf 705.4 Mio. CHF (Vorjahr 700.3 Mio. CHF).

Entwicklung der Espace-Aktie

Der bezahlte Kurs per 1. Januar 2020 betrug 170.00 CHF. Aufgrund der Corona-Krise sank dieser im Frühjahr 2020 deutlich und erholte sich anschliessend rasch wieder. Per 31. Dezember 2020 resultierte ein Marktwert pro Aktie von 165.00 CHF. Das Eigenkapital pro Aktie betrug am Jahresende 167.02 CHF (Vorjahr 160.37 CHF). Zusammen mit der ausbezahlten Dividende von 4.75 CHF pro Aktie betrug die Gesamtperformance im Berichtsjahr -0,15%.

Komfortable Finanz- und Vermögenslage

Espace verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 44,55% über eine weiterhin solide Eigenkapitalbasis. Die Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen aus grundpfandgesicherten Finanzierungen in der Höhe von  367,5 Mio CHF. Der belehnte Anteil auf Stufe Gesamtportfolio liegt dadurch deutlich unter der Amortisationsgrenze von 65%. Der durchschnittliche Zinssatz für die Finanzverbindlichkeiten konnte gegenüber dem Vorjahr erneut gesenkt werden und belief sich auf 1,49% gegenüber 1,71% im Jahr 2019. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Finanzverbindlichkeiten lag mit 4.95 Jahren ausserdem leicht höher als im Vorjahr (4.81 Jahre).

Gefüllte Projektpipeline

In der aktuellen Projektpipeline befinden sich Investitionen in Renditeliegenschaften hauptsächlich im Segment Wohnen im Umfang von rund 80.0 Mio. CHF. Rund die Hälfte der Investitionen fliessen in den nächsten zwei bis drei Jahren in die umfassende Erneuerung von rund 250 sanierungsbedürftigen Wohnungen. Während der Bauzeit muss entsprechend mit Rückgängen der Erträge aus Vermietung gerechnet werden. Nach Abschluss dieser Sanierungsprojekte kann schliesslich das Mietzinspotenzial der Liegenschaften optimal ausgeschöpft werden. Die gelebte Nachhaltigkeit von Espace zeigt sich auch im fairen Umgang mit den betroffenen Mietern: Diese werden frühzeitig und umfassend über die geplanten Schritte informiert. Zudem wird ihnen eine Ersatzwohnung angeboten, und sie haben die Möglichkeit, nach abgeschlossener Sanierung zurück in ihre Wohnung zu ziehen. Die andere Hälfte der geplanten Investitionen fliessen in Neubauprojekte in Biel und Burgdorf. Nach Abschluss und Vermietung aller geplanten Projekte kann mit zusätzlichen Erträgen aus Vermietung im Umfang von rund 3.4 Mio. CHF gerechnet werden.

Ausblick

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind noch nicht abschätzbar. Espace ist aber sehr gut aufgestellt und für zukünftige Herausforderungen gerüstet. Die vor Jahren eingeschlagene Strategie, den Wohnanteil zu erhöhen, Risiken zu diversifizieren sowie schlanke Kostenstrukturen einzuführen, sind die Stützen in diesem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Dazu kommt die gute Finanzlage von Espace. Es wird ein solides Jahresergebnis 2021 erwartet, vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern sich nicht.

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