
In diesen Tagen endet die mehr als 120-jährige Geschichte der Regiobank Männedorf (RBM) als eigenständiges Institut. Im März 2026 hatte die Generalversammlung der am rechten Zürichseeufer tätigen Regionalbank einer Fusion mit der Ostschweizer Acrevis Bank zugestimmt.
Wie Acrevis in einer Medienmitteilung schreibt, tritt die RBM seit dem 29. Juni unter dem Namen Acrevis Bank auf. Gleichzeitig wurde auch der im Zusammenhang mit der Fusion beschlossene Aktiensplit im Verhältnis 1:5 vollzogen. Am 1. Juli werden die Aktien der Regiobank Männedorf letztmals auf OTC-X gehandelt. Die Aktionärinnen und Aktionäre der RBM erhalten im Zuge der Fusion für jede RBM-Aktie 17 Aktien der Acrevis Bank sowie eine Barabfindung von 200 CHF.
Präsenz am Zürichsee verstärkt
In ihrer Medienmitteilung schreibt Acrevis, die FINMA habe die Absorptionsfusion genehmigt, und die entsprechenden Änderungen seien im Handelsregister eingetragen worden. Mit dem Zusammenschluss stärke die Ostschweizer Regionalbankengruppe ihre Präsenz am Zürichsee.
«Mit Männedorf gewinnt Acrevis einen attraktiven neuen Standort mit einem engagierten Team. Die Fusion schafft gute Zukunftsperspektiven für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende. Die regionale Nähe bleibt erhalten, zugleich bietet das erweiterte Angebot von Acrevis neue Wachstumsmöglichkeiten», wird Patrick Vogler, Verwaltungsratspräsident der Acrevis Bank, in der Medienmitteilung zitiert.
Auch Michael Steiner, CEO der Acrevis Bank, betont in der Mitteilung, dass das bisherige Team der RBM an Bord bleiben werde. Die Kundinnen und Kunden könnten «weiterhin auf vertraute Gesichter zählen», so Steiner.
Die Aktien der Acrevis Bank werden auch nach dem Aktiensplit weiterhin ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Allerdings erhalten die Titel einen neuen Valor mit der Nummer 155931109 sowie die ISIN CH1559311092. Am 29. Juni wurden für die Acrevis-Aktien Geldkurse von 296 CHF und Briefkurse von 304 CHF gestellt. Dies entspricht – auf Basis des Aktiensplits – einem Kurs von 1’480 bis 1’520 CHF vor dem Split. Der letztbezahlte Kurs vor dem Aktiensplit lag bei 1’485 CHF.





Eine Beerdigung dritter Klasse. Es ist immer noch eine Schande, wie das ganze gelaufen ist. Aber am Ende hatten die Aktionäre keine andere Wahl, als zuzustimmen.
Die Acrevis hat natürlich einen guten Deal gemacht. Aber die Stimmung im Dorf ist gar nicht gut.